Wie txtr soeben in einer Pressemitteilung bekannt gab, wird der txtr Reader ab morgen für 299 € statt 319 € auf txtr.com vorbestellbar sein. Mit der Preissenkung will man sich besser gegenüber den Konkurrenten Amazon und Sony positionieren.
Allerdings wird diese Preissenkung mit einer technischen Änderung am Gerät erkauft: der txtr Reader wird in der ersten Generation über kein WLAN-Modul verfügen. Ansonsten sollen die technischen Spezifikationen auf dem bisher angekündigten Stand bleiben.
In der Community stößt der Schritt, das WLAN-Modul wegzulassen, unterdessen auf Unverständnis, war es doch lange Zeit eines der meistgepriesenen Features des Geräts. Warum statt auf WLAN nicht auf andere Funkstandards wie Bluetooth oder NFC verzichtet wurde, lässt txtr derzeit offen.
Auf der offiziellen Webseite des txtr Readers sind die Änderungen derzeit noch nicht angekündigt. Hier daher der die volle Pressemitteilung:
Viele Kunden hätten wohl lieber 20 € mehr ausgegeben, um dann aber ein Gerät mit WLAN-Funktionalität zu besitzen. Was denkt ihr über diesen Schrittt – ist der Wegfall von WLAN für euch zu verschmerzen oder stellt es für euch ein KO-Kriterium dar?
Update: Mittlerweile ist auch reader.txtr.com auf den neuen Preis angepasst worden. Neben WLAN wurde dabei auch Bluetooth und NFC von den technischen Daten gestrichen. Damit wäre EDGE der einzige noch verbliebene Funkstandard auf dem txtr Reader.
Update 2: Auf Nachfrage war zu erfahren, dass die anderen Funkstandards Bluetooth und NFC nicht gestrichen wurden. Lediglich WLAN fehlt. Wann die 2. Generation inklusive WLAN erhältlich sein wird, ist noch nicht sicher.
Update 3: Inzwischen hat sich Ronnie Vuine im offiziellen Blog von txtr zu den Gründen für diesen Schritt geäußert:
Wir sind in den Wochen seit der Buchmesse wieder und wieder gefragt worden: Warum ist das Ding so teuer? Und die Antwort war immer: Die Funkschnittstellen kosten nun mal Geld. Da wir Mobilfunk in jedem Fall machen wollen — ein Gerät mit Onlineverbindung, die nicht konfiguriert werden muß, ist so viel einfacher zu bedienen als eins ohne — blieb nur, WLAN zu opfern. WLAN ist für Laien äußerst schwer zu konfigurieren, und bei einem Gerät ohne Tastatur wären öffentliche Hotspots ohnehin unzugänglich geblieben.
Weiter heißt es:
Wir glauben nicht an Webbrowser auf Readern (dafür sind andere Displays besser geeignet) und nicht daran, daß ein Reader ein PDA-Ersatz sein können sollte. Ein Reader ist zum Lesen da, und er soll einfach sein.
Im Hinblick auf die Lektüre von Romanen ist diese Argumentation durchaus nachvollziehbar. Wer gehofft hatte über WLAN seine RSS-Feeds morgens auf den neuesten Stand bringen zu können, ohne den PC hochfahren zu müssen, muss nun wohl auf ein txtr Net Abonnement zurückgreifen.
Natürlich treffen hier zwei Interessensgruppen aufeinander: Auf der einen Seite die technisch versierten Early Adopter, die sich vom txtr Reader ein offenes Gerät mit “unbegrenzten Möglichkeiten” erhofft hatten, auf der anderen Seite die von txtr anvisierte Zielgruppe der “Serious Readers”. Und in der Tat dürfte für diese der Wegfall einer WLAN-Funktion verschmerzbar sein.
Update 4: Neben den Neuigkeiten zum txtr Reader sind die Anmerkungen zum morgigen Bestellvorgang etwas untergegangen. Laut dem offiziellen Blog sollen vormittags die ersten Mails an diejenigen rausgehen, die sich über den Menüpunkt “Newsletter” auf reader.txtr.com vorgemerkt haben. Morgen soll es weitere Details geben.
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