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	<title>txtrblog.de - Das inoffizielle Blog zum txtr reader und txtr. com - News, Tipps und Downloads &#187; Verlage</title>
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	<description>Das inoffizielle Blog zum txtr reader und txtr. com - News, Tipps und Downloads</description>
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		<title>Vertriebsvertrag mit Random House: eBooks von Heyne, Goldmann &amp; Co für den txtr Store</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Apr 2010 11:49:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Manuel Medicus</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wie txtr am Mittwoch bekannt gab, wurde mit der Verlagsgruppe Random House einen Vertriebsvertrag abgeschlossen. Für den Kunden heißt das, dass in Kürze eBooks des mehr als 40 Verlage zählenden Schwergewichts im txtr Store erhältlich sein dürften. Eingeschlossen in den Deal sind damit unter anderem die Verlage Heyne, Goldmann, C. Bertelsmann, DVA und Knaus. Bestseller, [...]]]></description>
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<dl id="attachment_1193" class="wp-caption  alignleft" style="width: 190px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.txtrblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/04/RandomHouseBertelsmann-Logo.png" rel="lightbox[1191]"><img class="size-full wp-image-1193" title="Random House Bertelsmann " src="http://www.txtrblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/04/RandomHouseBertelsmann-Logo.png" alt="Random House Bertelsmann " width="180" height="101" /></a></dt>
</dl>
</div>
<p>Wie txtr am Mittwoch bekannt gab, wurde mit der <a href="http://www.randomhouse.de" target="_blank">Verlagsgruppe Random House</a> einen Vertriebsvertrag abgeschlossen. Für den Kunden heißt das, dass in Kürze eBooks des mehr als <a href="http://www.randomhouse.de/randomhouse/index.jsp" target="_blank">40 Verlage </a>zählenden Schwergewichts im txtr Store erhältlich sein dürften. Eingeschlossen in den Deal sind damit unter anderem die Verlage <a href="http://www.randomhouse.de/heyne/topics.jsp?men=506&amp;top=FANTASY" target="_blank">Heyne</a>, <a href="http://www.randomhouse.de/goldmann/" target="_blank">Goldmann</a>,  <a href="http://www.randomhouse.de/cbertelsmann/" target="_blank">C.  Bertelsmann</a>, <a href="http://www.randomhouse.de/dva/" target="_blank">DVA </a>und <a href="http://www.randomhouse.de/knaus/" target="_blank">Knaus</a>.</p>
<p><strong>Bestseller, Longseller und Klassiker</strong></p>
<p>Das &#8220;umfangreichste deutschsprachige  EPUB-Angebot&#8221; im txtr Store erhält mit dem Vertragsabschluss attraktiven Zuwachs. Ein Blick auf das <a href="http://www.randomhouse.de/topic.jsp?men=1401&amp;topic=RHEBOOKS" target="_blank">eBook-Repetoire von Random House</a> zeigt, dass die Leser vor allem aktuelle Titel erwarten können, darunter auch zahlreiche Bestseller wie etwa die erfolgreichen Krimis von Stieg Larsson. Bisher sind 2400 Titel aus dem umfangreichen Katalog von Random House digital erhältlich. Da neben den Neuerscheinungen auch die Backlist digitalisiert werden soll, dürfte das Angebot beständig um Longseller und Klassiker ergänzt werden.</p>
<p>Der direkte Vertriebsvertrag mit der Verlagsgruppe Random House ist ein weiterer Schritt von txtr, eine Stellung als das führende deutschsprachige eBook-Angebot aufzubauen.  Dies betonte auch Ulrik Deichsel, New Business Developer bei txtr, anlässlich des Vertragsabschlusses und stellte die Bedeutung derartiger Partnerschaften für txtr heraus:  <em>„[...] nur wer in Zukunft die  besten  Inhalte  für  möglichst  viele  unterschiedliche  Endgeräte  anbietet,  hat  in  diesem  Geschäft ausgezeichnete Chancen.“</em></p>
<p>Die Einigung mit Random House ergänzt die bereits bestehenden Kooperationen, etwa mit den <a href="http://www.txtrblog.de/2009/10/txtr-kooperiert-mit-verlagen-der-holtzbrinck-gruppe/" target="_blank">Verlagen der Holtzbrinck-Gruppe</a>, dem <a href="http://blog.txtr.com/?p=414" target="_blank">Berlin Verlag</a> und den Content-Partnern <a href="http://www.ciando.com/" target="_blank">Ciando</a>, <a href="http://www.libreka.de/" target="_blank">Libreka</a>, <a href="http://www.libri.de/" target="_blank">Libri Digital</a> und <a href="http://www.ingramdigital.com/" target="_blank">Ingram Digital</a>. Noch nicht offiziell angekündigt wurde der von <a href="http://www.txtrblog.de/2010/03/zeitungen-mobilfunk-deals-und-overdrive-interview-mit-ulrik-deichsel-head-of-business-development-bei-txtr/" target="_blank">Ulrik Deichsel im Interview bereits angedeutete </a>Vertragsabschluss mit dem großen amerikanischen Aggregator Overdrive, der für eine erhebliche Erweiterung des englischsprachigen Angebots sorgen soll.</p>
<p><strong>Baustelle txtr Store </strong></p>
<p>Entgegen der Ankündigungen über neue Vertragsabschlüsse im Content-Bereich viel der Zuwachs an neuen eBooks im <a href="http://txtr.com/#store" target="_blank">txtr Store </a>zuletzt verhalten aus &#8211; zumindest wenn man die Entwicklung der dort angegebenen Zahlen verfolgt. Auch sonst zeigt der eBook-Shop weiterhin Kinderkrankheiten: Die Kategorisierung ist derzeit etwa noch nicht fehlerfrei und führt zum Teil  englischsprachige Titel auch in den eigentlich deutschsprachigen Kategorien auf. Die Kategorien selbst verfügen zudem über keine Permalinks.</p>
<p>Ebenso fallen immer wieder unvollständig eingepflegte Titel mit fehlenden oder ungenügenden Angaben auf (siehe etwa in der Kategorie &#8220;Geisteswissenschaften&#8221;; <a href="http://txtr.com/#text/bb1wz9" target="_blank">Beispiel</a>). Auf der <a href="http://txtr.com/#store" target="_blank">Frontseite des Stores </a>werden Titel und Inhaltsangaben unschön abgeschnitten. Auch versprochene Features wie etwa eine Wunschlistenfunktion oder Gutscheine lassen weiter auf sich warten. Man wird sehen, ob derartige Schwächen bis zum Release des laut der aktuellen Pressemitteilung &#8220;bald erscheinenden&#8221; txtr Readers ausgemerzt sein werden.</p>
<p><strong>Eine Ankündigung von vielen</strong></p>
<p>Der eBook Reader ist nicht die einzige Ankündigung, auf die txtr noch Taten folgen lassen will:  So wird im Moment <a href="http://www.facebook.com/pages/txtr/44720663212?v=wall&amp;story_fbid=114309921925547&amp;ref=mf" target="_blank">an einer einer neuen Version der txtr-iPhone-App gearbeitet</a>, die wohl die angekündigte iPad-Unterstützung mit sich bringen wird.  Zur ebenfalls angekündigten Android-App waren<a href="http://www.txtrblog.de/2010/02/techcrunch-mobile-2010-prasentation-von-txtr-ceo-christophe-maire/" target="_blank"> im Rahmen des Mobile World Congress bereits  erste Screenshots zu sehen</a>.  Und dann waren da noch Details zum <a href="http://www.txtrblog.de/2010/02/txtr-kundigt-eigenen-app-store-an/" target="_blank">txtr App Store</a>, die Unterstützung für Developer und zuletzt <a href="http://txtr.hu/" target="_blank">txtr.hu</a>. Angesichts dieser Anzahl von Baustellen wird in den Berliner txtr-Büros in jedem Fall keine Langeweile aufkommen.</p>
<h3  class="related_post_title">Mehr zum Thema:</h3><ul class="related_post"><li><a href="http://www.txtrblog.de/2010/08/sommer-roundup/" title="Sommer Roundup">Sommer Roundup</a></li><li><a href="http://www.txtrblog.de/2010/04/social-drm-google-books-und-vaporware-interview-mit-birte-huizing-von-txtr/" title="Social DRM, Google Books und Vaporware: <br /> Interview mit Birte Huizing von txtr">Social DRM, Google Books und Vaporware: <br /> Interview mit Birte Huizing von txtr</a></li><li><a href="http://www.txtrblog.de/2010/04/drm-zukunftige-verlage-und-soziale-netzwerke-interview-mit-joscha-bach-von-txtr/" title="DRM, zukünftige Verlage und Soziale Netzwerke: <br /> Interview mit Joscha Bach von txtr">DRM, zukünftige Verlage und Soziale Netzwerke: <br /> Interview mit Joscha Bach von txtr</a></li></ul>]]></content:encoded>
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		<title>Social DRM, Google Books und Vaporware:  Interview mit Birte Huizing von txtr</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Apr 2010 09:15:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Manuel Medicus</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Birte Huizing ist bei txtr in den Bereichen Social Media und Produktmanagement tätig. Nebenher arbeitet sie an ihrer Dissertation zum Thema „Buchmarkt 2.0“ an der Universität Hildesheim. Vor txtr hat sie beim Ullstein Verlag ein Volontariat abgeschlossen. Birte war es, die mich im Februar nach Berlin  eingeladen hatte und mir die Interviewpartner organisierte, wofür ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong> </strong></p>
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<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.txtrblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/04/birte-huizing.jpg" rel="lightbox[1176]"><img class="size-full wp-image-1178   " title="Birte Huizing von txtr" src="http://www.txtrblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/04/birte-huizing.jpg" alt="Birte Huizingvon txtr" width="100" height="137" /></a></dt>
</dl>
</div>
<p><strong>Birte Huizing </strong>ist bei <a href="http://txtr.com/" target="_blank">txtr </a>in den Bereichen Social Media und Produktmanagement tätig. Nebenher arbeitet sie an ihrer Dissertation zum Thema „Buchmarkt 2.0“ an der Universität Hildesheim. Vor txtr hat sie beim Ullstein Verlag ein Volontariat abgeschlossen.</p>
<p>Birte war es, die mich im Februar nach Berlin  eingeladen hatte und mir die Interviewpartner organisierte, wofür ich mich an dieser Stelle noch einmal herzlich bedanken möchte. Am Ende stand auch sie mir noch für einige Fragen zur Verfügung:</p>
<p><strong>Den Hauptteil der Inhalte im txtr Store bezieht ihr über die großen Aggregatoren. Daneben schließt ihr mit ausgewählten Verlagen einzelne Deals ab. Du arbeitest bei txtr neben Social Media auch in diesem Bereich – kannst du uns einen kleinen Einblick geben?</strong></p>
<p><strong>Birte Huizing: </strong>Ich kümmere mich derzeit um die Independent Verlage. Das heißt, ich rede zum Beispiel mit <a href="http://www.keinundaber.ch/" target="_blank">Kein &amp; Aber</a>, <a href="http://www.voland-quist.de" target="_blank">Voland &amp; Quist</a> oder <a href="http://www.mairisch.de/" target="_blank">Mairisch</a>. Generell kriegen wir momentan sehr viele Anfragen von Verlagen, die bei uns vertreten sein wollen. Die Ausgangslage ist dabei ganz unterschiedlich –  einige haben bereits EPUBs, andere noch nicht.</p>
<p>Uns ist es wichtig, auch Titel ins Angebot zu bekommen, die literarisch interessant sind, aber vielleicht nicht gleich bei <a href="http://www.randomhouse.de/" target="_blank">Random House</a> erscheinen. In einer gut sortierten Buchhandlung findet man die und deshalb sollte man sie auch in einem gut sortierten eBook Store finden.</p>
<p>Die Aufgabe mit den Verlagen hat sich bei mir angeboten, weil ich ja direkt von einem Verlag gekommen bin. Außerdem habe ich auch privat einen größeren Verlagsbackground – mein Vater ist Schriftsteller, meine Mutter hat eine Buchhandlung. Die Verlagswelt ist mir also sehr vertraut.</p>
<p><span id="more-1176"></span></p>
<p><strong>Bei Libreka gibt es einige Titel mittlerweile ohne DRM – teilweise auch welche, die es ebenfalls im txtr Store gibt. Auf der Frankfurter Buchmesse hatte Ronnie auch O‘Reilly Titel ohne DRM in Aussicht gestellt. Wie steht es mit DRM-freien Titeln im txtr Store?</strong></p>
<p><strong>Birte Huizing:</strong> Generell finden wir <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Digitale_Rechteverwaltung" target="_blank">DRM </a>nicht gut – ich denke, das kann man einfach so sagen. Es liegt aber nicht in unserer Hand, darüber zu entscheiden, sondern das ist Sache der Verlage. Wenn es nach uns gehen würde, dann würden wir alle Titel ohne DRM anbieten, weil es einfacher in der Nutzung ist. Wir haben so häufig Probleme aufgrund des Kopierschutzes, weil Kunden die Inhalte nicht lesen können, dass es ohne DRM für uns wirklich entlastender wäre.</p>
<p>Von daher – wir würden das sofort machen, und ich versuche jetzt auch bei den Verhandlungen mit den Independent-Verlagen, das durchzukriegen. Dort ist man in der Regel ein wenig offener, was diese Thematik betrifft. Aber es gibt in den Verlagen einfach immer noch die Angst vor Raubkopien und darum lieben sie ihr DRM und verteidigen es.</p>
<p><strong>Barnes &amp; Noble hat für sein eBook-Angebot den DRM-Standard von Adobe um eine Verleih-Funktion erweitert. Wäre ein ähnliches Social DRM nicht auch für euch interessant?</strong></p>
<p><strong>Birte Huizing: </strong>Klar, ist das ein verlockendes Feature. Ich persönlich fände so etwas super, weil man das von Büchern so ja bereits kennt. Das heißt, das ist eine Kulturtechnik, die wir kennen und die man auch in ein anderes Format übersetzen kann. Aber es ist natürlich auch immer eine Frage von Ressourcen und dem, was gerade am wichtigsten ist – und ich glaube momentan ist am wichtigsten, dass erst einmal die Geräte ausgeliefert werden. Sobald das geschafft ist, werden wir die letzten sein, die sich auf ihren Lorbeeren ausruhen, sondern werden den Reader und die Plattform weiterentwickeln.</p>
<p><strong>Als eine Zielgruppe werden von euch immer wieder die „Serious Readers“ genannt. Wird es dahingehend besondere Contentangebote geben, etwa ein Blog mit Rezensionen oder eine aktive Unterstützung für Lesezirkel?</strong></p>
<p><strong>Birte Huizing: </strong>Das ist etwas, das ich momentan sehr stark forciere: Wir wollen auch mehr als Buchhändler auftreten. Ein erster Schritt sind jetzt bereits die drei Kategorien im <a href="http://txtr.com/#store" target="_blank">Store </a>– neu, populär und empfohlen. Wir haben auch geplant, künftig ein ausgewähltes Buch zu featuren. Insgesamt wollen wir näher mit den Verlagen zusammenzuarbeiten. Von Leseproben, über ein Blog bis hin zu Lesezirkeln ist da natürlich vieles möglich – welche Features es am Ende sein werden, ist noch offen.</p>
<p>Uns sind Schritte in diese Richtung aber in jedem Fall wichtig, denn hinter all dem steht immer die Überlegung: „Hey, wir wollen nicht nur verkaufen, sondern uns interessiert wirklich, dass das nicht das Ende des Buches und das Ende der Lesekultur ist, sondern dass das weitergeht“.</p>
<p><strong>Amazons Kindle Store zeigt, wie populär besonders auch kostenlose digitale Inhalte sind. Mit Gutenberg, Munseys und Manualsmania habt ihr ja bereits große Inhaltsquellen. Sind weitere Inhaltsquellen in Planung? Wie sieht es etwa mit Google Books aus?</strong></p>
<p><strong>Birte Huizing:</strong> Wie gesagt – einige haben wir ja bereits. Grundsätzlich ist das immer unsere Politik, dass wir solche Inhaltsquellen über Schnittstellen integrieren wollen, wenn möglich. <a href="http://books.google.de/" target="_blank">Google Books</a> ist da natürlich ein Angebot, das wir uns angeschaut haben, und es gibt bereits erste Überlegungen, wie eine Einbindung angegangen werden könnte.</p>
<p><strong>Noch eine Frage zu den kostenlosen Inhalten auf txtr.com – diesmal zu den Nutzer-Uploads: Eine offene Plattform für digitale Inhalte birgt ja immer auch die Gefahr der Urheberrechtsverletzung (siehe YouTube). Habt ihr besondere Maßnahmen, damit das auf txtr.com nicht passiert? Gab es schon Probleme?</strong></p>
<p><strong>Birte Huizing:</strong> Nein, bisher hat es noch keine Probleme gegeben. Wir bieten natürlich die Möglichkeit, Inhalte zu melden. Grundsätzlich vertrauen wir dahingehend also auf die Community und bieten die Möglichkeit, mit uns über verschiedene Kanäle zu kommunizieren und greifen dann ein. Wenn es jetzt massiv werden sollte, dann müssten wir uns natürlich noch einmal genauere Schritte überlegen.</p>
<p><strong>Für die mangelhafte Kommunikation bei der WLAN-Entscheidung und die undurchsichtige Release-Verzögerung habt ihr euch eine Menge Kritik und Enttäuschung eingehandelt. Habt ihr aus dem holprigen Start besondere Konsequenzen gezogen, was die Kommunikationspolitik betrifft?</strong></p>
<p><strong>Birte Huizing:</strong> Es kam natürlich sehr spät, dass auf Kommunikation größere Aufmerksamkeit gelegt wurde. Ich verstehe auch, dass die Leute deswegen teilweise sehr kritisch reagiert haben. Aber ich denke schon, dass mittlerweile zu beobachten ist, dass wir versuchen, offener zu kommunizieren – zum Beispiel daran, dass ich<a href="http://blog.txtr.com/?p=384" target="_blank"> genau gesagt habe, wo unsere Probleme liegen und das Video hochgeladen habe</a>. Das wurde zwar von vielen als Geschichte belächelt, hat aber einfach gestimmt.</p>
<p>Natürlich sind die Kunden enttäuscht, wenn sie fragen „Wann kommt das Gerät?“ und wir vertrösten von einem Termin auf den nächsten. Deswegen ist unsere Politik bezüglich des Releasetermins jetzt auch die, keine konkreten Angaben mehr zu machen, um genau das zu vermeiden. Auch wenn es dann immer wieder heißt, wir wären „<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Vaporware" target="_blank">Vaporware</a>“ – das sind wir aber definitiv nicht.</p>
<p>Generell kann ich immer nur wieder sagen, dass man jetzt mit uns sprechen kann und das auch nutzen sollte. Ich weiß, das ist neu und viele müssen sich noch daran gewöhnen, aber ich bin offen für alles Mögliche, ich höre mir gerne alle Vorschläge an und leite das auch in die entsprechenden Kanäle weiter.</p>
<p><strong>Das Angebot an Readern wächst beständig. Bleibt der txtr Reader trotzdem noch attraktiv?</strong></p>
<p><strong>Birte Huizing:</strong> Wir glauben nach wie vor, dass unser Angebot interessant sein wird und nicht einfach mit einem anderen Reader substituiert werden kann. Schließlich bieten wir ja eine der wenigen Lösungen, die nicht nur einen eBook Reader hat, sondern auch eine direkte Anbindung zu einem eBook Store und einer Dokumentenplattform.</p>
<p><strong>Zum Ende noch eine etwas allgemeinere Frage: Welche Auswirkungen wird die Digitalisierung auf die Literatur insgesamt haben? Wird bestimmte Literatur mehr Aufmerksamkeit bekommen? Werden neue Genres entstehen?</strong></p>
<p><strong>Birte Huizing:</strong> Ich denke, da sind verschiedene Entwicklungen im Gange. Bisher sind die Verlage sehr fixiert auf Neuerscheinungen und ich glaube, dass durch die Digitalisierung <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Backlist" target="_blank">Backlists </a>wieder interessanter werden. Man hat dadurch die Möglichkeit, wirklich tollen Büchern noch einmal die Aufmerksamkeit zu geben, die sie auch verdienen. Wir haben einfach durch die Flut an Neuerscheinungen eine so schnelle Rate, dass Bücher, die gerade auf dem Markt sind, mehr oder weniger nach drei oder vier Monaten schon veraltet sind – und das kann einfach nicht sein. Im digitalen Bereich sehe ich da ein großes Potential.</p>
<p>Ob sich bei den Genres selbst etwas verändern wird? Das ist schwieriger zu beurteilen. Ansätze etwa zur Hyperliteratur gab es ja schon, aber aus verschiedenen Gründen hat das bisher nicht wirklich funktioniert – etwa weil die Technik noch nicht so weit war oder weil die Autoren gleichzeitig Entwickler sein mussten. Heute ist das schon sehr viel einfacher.</p>
<p>Was es wahrscheinlich auch vermehrt geben wird, sind Gemeinschaftsprojekte. Wenn man sich etwa <a href="http://wave.google.com/" target="_blank">Google Wave </a>ansieht, dann ist klar, dass die technischen Grundlagen und Infrastrukturen mittlerweile soweit fortgeschritten sind, dass es wirklich einfacher geworden ist für Autoren, gemeinsam an einem Buch zu schreiben. Ich denke, da wird sich einiges tun in den nächsten Jahren.</p>
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<p class="MsoNormal"><strong><span>Birte Huizing</span> </strong>ist bei txtr in den Bereichen Social Media und Produktmanagement tätig. Nebenher arbeitet sie an ihrer Dissertation zum Thema „Buchmarkt 2.0“ an der Universität Hildesheim. Vor txtr hat sie beim Ullstein Verlag ein Volontariat abgeschlossen.</p>
<p class="MsoNormal">Birte war es, die mich im Februar nach Berlin<span> </span>eingeladen hatte und mir die Interviewpartner organisierte, wofür ich mich an dieser Stelle noch einmal herzlich bedanken möchte. Am Ende stand auch sie mir noch für einige Fragen zur Verfügung:</p>
</div>
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		<title>DRM, zukünftige Verlage und Soziale Netzwerke:  Interview mit Joscha Bach von txtr</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Apr 2010 12:38:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Manuel Medicus</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Joscha Bach ist Mitgründer von txtr und derzeit vor allem für die Bereiche Content und Produktmanagement im Endkundenbereich verantwortlich. Vor txtr hat er Informatik und Philosophie studiert und am Institut für Kognitionswissenschaft der Universität Osnabrück promoviert. Im Anschluss daran gründete er zusammen mit Ronnie Vuine die Firma Bookpac und entwickelte Grundlagen für eine Dokumentenplattform, die [...]]]></description>
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<div class="mceTemp">
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<dt class="wp-caption-dt"><strong><strong><a href="http://www.txtrblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/04/joscha_bach.jpg" rel="lightbox[1156]"><img class="size-full wp-image-1159" title="Joscha Bach (txtr)" src="http://www.txtrblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/04/joscha_bach.jpg" alt="Joscha Bach (txtr)" width="173" height="236" /></a></strong> </strong></dt>
</dl>
</div>
<p><strong>Joscha Bach </strong>ist Mitgründer von txtr und derzeit vor allem für die Bereiche Content und Produktmanagement im Endkundenbereich verantwortlich. Vor txtr hat er Informatik und Philosophie studiert und am Institut für Kognitionswissenschaft der Universität Osnabrück promoviert. Im Anschluss daran gründete er <a href="http://www.txtrblog.de/2009/10/interview-mit-ronnie-vuine-von-txtr-teil-1/" target="_blank">zusammen mit Ronnie Vuine die Firma Bookpac</a> und entwickelte Grundlagen für eine Dokumentenplattform, die sich heute unter der Oberfläche von <a href="http://txtr.com/" target="_blank">txtr.com</a> wiederfinden.</p>
<p>Bei meinem <a href="http://www.txtrblog.de/2010/02/ankundigungen-in-barcelona-eindrucke-aus-berlin/" target="_blank">Berlinbesuch im Februar </a>stand mir <a href="http://de.linkedin.com/pub/joscha-bach/7/677/634" target="_blank">Joscha Bach</a> freundlicherweise für einige Fragen zur Verfügung. Mit prüfungsbedingter Verspätung gibt es hier nun das Interview. Themen sind unter anderem die Problematik von DRM für eBook-Händler, zukünftige Verlage und die Social-Network-Ambitionen von txtr.com:</p>
<p><strong>Wie sieht es mit einer Desktop-App von txtr aus? Wird es ein Konkurrenzangebot zum nicht immer geliebten Adobe Digital Editions geben?</strong></p>
<p><strong>Joscha Bach: </strong>Ich glaube nicht. Das liegt daran, dass <a href="http://www.adobe.com/products/digitaleditions/" target="_blank">Digital Editions</a> ja nicht die einzige Lösung ist um EPUBs zu lesen und wir nicht denken, dass es sich lohnen würde, hier ein weiteres Konkurrenzangebot zu machen. Digital Editions mag zwar unbeliebt sein, aber es tut seinen Zweck. Im Augenblick ist es vor allem die Antwort auf das Bedürfnis Inhalte mit <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Adobe_Digital_Editions#Digital_rights_management" target="_blank">Adobe DRM</a> darzustellen.</p>
<p><strong>Adobe-DRM wird auch in euren EPUBs angewendet. Ist das eine zufriedenstellende Lösung?</strong></p>
<p><strong>Joscha Bach: </strong>Ich persönlich bin eher skeptisch, was die ökonomische Fähigkeit von Adobe DRM angeht. Sicherlich ist es eine Lösung, die gemessen an dem was technisch machbar ist, sehr weit vorne ist. Aber DRM an sich ist ein Problem. Dazu gehört vor allem, dass das Dokument an bestimmte Geräte gebunden wird. Diese Dokumente leben nun aber wahrscheinlich länger für den Kunden, als es dieses Gerät tut.</p>
<p>Für uns manifestiert sich das als ein Supportproblem. Das heißt, für so und so viele Dokumente mit Adobe DRM die wir verkaufen, haben wir so und so viele Kunden, die bei uns anrufen, weil sie Probleme damit haben, die durch das DRM bedingt sind. So ist etwa eine häufige Frage: „Ich habe hier dieses Dokument gekauft. Wie bringe ich es jetzt dazu, dass es auf meinem Gerät funktioniert?“.  Und dann geht es los: Wo gibt man die <a href="http://kb2.adobe.com/cps/167/tn_16721_ger_DE.html" target="_blank">Adobe ID</a> ein? Was ist eine Adobe ID? Wie ordnet man Dokumente der Adobe ID zu? Was wird da genau übertragen? Und so weiter. Es passieren also eine Reihe ziemlich hässlicher Sachen, bei denen man den Käufern erst einmal erklären muss, wie alles funktioniert.</p>
<p>Als Kunde bedenkt man nicht immer, dass dieses Erklären natürlich Geld kostet, weil wir jemanden bezahlen müssen, der das erledigt. Wenn man dann ökonomisch prüft, stellt man fest, dass man hier schnell mehr Geld ausgeben kann, als man mit dem Verkauf der Dokumente verdienen kann. Deshalb glaube ich nicht, dass die derzeitigen DRM-Technologien, die noch so supportbedürftig sind, auf Dauer für ein Unternehmen funktionieren. Da muss sich dringend etwas ändern.<br />
<br />
<span id="more-1156"></span></p>
<p><strong>Aus Kundensicht ist das ganze natürlich genauso problematisch – ich denke keiner ist besonders scharf darauf, extra beim Support anrufen zu müssen, nur um seine gekauften Inhalte lesen zu können. Sitzen also Kunden und Händler im gleichen Boot?</strong></p>
<p><strong>Joscha Bach:</strong> Das ist das andere Problem: DRM führt im Augenblick dazu, dass Kunden in die Tauschbörsen getrieben werden, was ja genau das Gegenteil von dem ist, was man eigentlich will. Ein DRM-geschütztes Dokument erlaubt es nicht, dass ich es so abspeichere, wie ich will &#8211; etwa damit ich es auch auf meinen späteren Geräten öffnen kann. Ich kann es nicht meiner Freundin geben. Ich kann nichts herauskopieren, um es etwa in einer wissenschaftlichen Arbeit zu verwenden. Ich kann nichts ausdrucken… Das sind aber alles Sachen, bei denen die Leute den Eindruck haben, dass sie legitimerweise möglich sein sollten, weil sie ein Papierbuch auch erlaubt. Das DRM bewirkt also gewissermaßen eine Verkrüppelung der Inhalte.</p>
<p>Wenn nun die Käufer Angst haben müssen, dass sie einen erworbenen Inhalt nicht mehr auf dem nächsten Gerät werden lesen können oder dass die zentrale DRM-Verwaltung irgendwann nicht mehr funktioniert, dann haben sie einen Grund, das Dokument vom DRM zu befreien – und für wirklich jeden Kopierschutz gibt es entsprechende Programme. Das macht aber Mühe und diese Mühe versuchen die Leute anschließend weiterzugeben, etwa indem sie die Dokumente, die sie mühsam geknackt haben, in Tauschbörsen hochladen, wo sie dann umgekehrt von der Mühe anderer profitieren können.</p>
<p>Das ist natürlich einerseits mangelndes Unrechtsbewusstsein, aber andererseits in gewisser Weise auch ein altruistischer Impuls, der hier dahintersteht. Häufig sind das Leute, die sehr wohl bereit wären, für die Inhalte Geld zu bezahlen. Aber wenn man derzeit das Dokument kauft, erhält man das schlechtere Dokument – nämlich das mit dem umständlichen DRM. Insofern ist es also nicht nur aus Sicht der Händler, sondern auch aus Kundensicht eine schlechte Sache.</p>
<p><strong>Ist DRM bei eBooks also grundsätzlich unangebracht?</strong></p>
<p><strong>Joscha Bach:</strong> Nein, es kann auch sein, dass dieser Adobe DRM-Schutz zu einem tragfähigen Modell führen wird. Wir wissen das derzeit jedoch noch nicht, weil der Markt wirklich noch sehr jung ist. Im Augenblick zumindest erhalte ich das Feedback von den Kunden und kann sehen, dass in dieser relativ frühen Anfangszeit noch Probleme mit der Technologie bestehen.</p>
<p>Was ich persönlich als Kunde wünschenswert finde und was sich ökonomisch als sinnvollste Variante durchsetzt, kann aber durchaus verschieden sein. Es gibt gewiss bestimmte Bereiche – sagen wir zum Beispiel Harry Potter oder ähnliches –, wo das Interesse eine Raubkopie zu machen, nicht nur da ist, weil der Inhalt teuer ist, sondern auch einfach weil die Durchdringung so groß ist, dass jeder jemanden kennt, der ein Original des Dokuments hat, und Raubkopien deswegen sehr schnell gemacht werden. Dann ist es ökonomisch gesehen wesentlich sinnvoller DRM zu haben. Welches Modell sich letztendlich durchsetzt, ist offen &#8211; das muss der Markt entscheiden.</p>
<p><strong>Warum beharren die meisten Verlage auf DRM?</strong></p>
<p><strong>Joscha Bach:</strong> Bei den Verlagen ist im Augenblick das Problem, dass sie sich einfach fürchten. Das ist auch verständlich, denn sie stehen unter dem Druck von Wirtschaftskrise und Medienwandel. Es ist eine Zeit von großen Umbrüchen und sie haben Angst, dass der neue Markt die etablierten Geschäftsmodelle zerstört.</p>
<p><strong>Inwiefern werden die etablierten Geschäftsmodelle durch eBooks bedroht?</strong></p>
<p><strong>Joscha Bach: </strong>Die etablierten Geschäftsmodelle gehen davon aus, dass man bestimmte Stückzahlen von Büchern zu möglichst hohen Preisen verkauft, um hohe Gewinnmargen zu erzielen. Wenn man nun den Preis der Bücher senkt, kann man zwar mehr verkaufen – aber nicht wesentlich mehr. Das liegt daran, dass der Zeitaufwand für den Konsum von Büchern höher ist als etwa bei Musik. Man kann einfach nicht so viele Bücher gleichzeitig lesen und man wird auch nur eine bestimmte Anzahl im Jahr lesen. Der Gedanke ist also der, dass die Kunden auf den Buchkauf verzichten, nicht weil der Preis zu hoch ist, sondern weil sie schon genug zu lesen haben.</p>
<p>Das führt zu einer ganzen Reihe von Strategien – zum Beispiel, dass man die Aufmerksamkeit gerne auf Bestseller richten will, weil sich da Aufwand und Werbekosten auf wenige Titel bündeln lassen. Aus diesem Grund ist es auch gut, nicht zu viele <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Backlist" target="_blank">Backlisttitel</a> im Regal zu haben, weil sie nur die Aufmerksamkeit von den Bestsellern ablenken und sich nicht so teuer und gewinnbringend verkaufen lassen.</p>
<p>Das ist natürlich eine ganz andere Strategie als im Internet, wo der Webspace im Vergleich zum Ladenraum so gut wie nichts kostet. Dort lassen sich die ganzen Inhalte, die früher gut gelaufen sind oder nur für kleinere Zielgruppen relevant sind, genauso präsentieren wie im Kaufhaus die Bestseller. Im Internet kann ich gewissermaßen das Regal genau auf den zuschneiden, der es sich ansieht, und so meine Inhalte in einem ganz anderen Auflösungsgrad präsentieren, als das in konventionellen Buchhandlungen möglich wäre.</p>
<p><strong>Aktuell wird auch die Diskussion über den angemessenen Preis von eBooks im Vergleich zu Papierbüchern geführt. Was ist der faire Preis für ein eBook?</strong></p>
<p><strong>Joscha Bach: </strong>Das muss sich erst noch herauskristallisieren. Ich vermute dass die Frage, was dieser faire Preis ist – also dieser Gleichgewichtspreis, bei dem die Verlage nicht weniger verdienen, als sie es heute mit Papierbüchern tun –, davon abhängt, wie stark die eBooks tatsächlich die Papierbücher kannibalisieren. Also: Wieviel nimmt ein verkauftes eBook vom Papierbuchmarkt weg? Im Augenblick ist das nicht viel – nicht zuletzt weil der eBook-Markt noch sehr klein ist. Deswegen werden in dieser Anfangszeit, in der der Markt aufgebaut wird, Kopierschutz und hoher Preis noch keine große Rolle spielen.</p>
<p>Langfristig kann ich mir aber gut vorstellen, dass ein ähnliches Modell entsteht, wie das, das es derzeit bei Apples App Store gibt, denn die Kosten, um ein Buch zu schreiben, sind durchaus mit den Kosten vergleichbar, um eine App zu entwickeln. Es könnte also sein, dass sich ein entsprechender Markt entwickelt, in dem nicht der Verleger das zentrale Element ist, sondern der Entwickler – also der Autor – und dazwischen nicht mehr der Handel steht, sondern der Aggregator.</p>
<p><strong>Welche Rolle spielen die Verlage in diesem „App-Store“-Modell?</strong></p>
<p><strong>Joscha Bach: </strong>Natürlich sind Verlage weiterhin wichtig, um eine Qualitätsauswahl zu treffen. Aber dabei ist die Rolle des Verlags nicht mehr die des Logistikers, der gedrucktes Papier herstellt und ausliefert, sondern es ist die Rolle von einer Marke bzw. von einem Label, das für eine bestimmte Art von Produkt steht. Die bestehenden Verlagsmodelle werden sich ändern. Genauso wie es Plattenlabel gibt, die ausschließlich aus Künstlern bestehen, wird es auch Verlage geben, die ausschließlich aus Autoren bestehen.</p>
<p><strong>In den USA gibt es dahingehend ja bereits <a href="http://www.e-book-news.de/direkt-publishing-mit-kindle-sony-reader-us-autoren-lassen-verlage-links-liegen/" target="_blank">erste Schritte</a>, etwa die Autoren des <a href="http://www.bookviewcafe.com/" target="_blank">Book View Cafe</a>. </strong></p>
<p><strong>Joscha Bach: </strong>Ja, zum Beispiel. Es ist natürlich immer ein Problem, wenn man ein Absatzgebiet hat, das von Künstlern und Kreativen dominiert wird, weil diese natürlich ein ganz anderes Geschäftsmodell haben als ein Händler. Der Händler sieht ein Publikum, das sich bestimmte Inhalte wünscht und auf der anderen Seite sieht er die Autoren, die bestimmte Inhalte anbieten. Dann fragt er sich, was von diesen Angeboten passt  zur Nachfrage und wie bringe ich das zusammen. Der Künstler dagegen sagt: „Ich habe genau dieses Angebot an die Welt und ich möchte, dass das alle haben wollen“ -  was natürlich viel problematischer ist. Als Künstler geht man also ein ganz anderes Risiko ein, wenn man alles auf diese Karte setzt. Das ist wichtig für die Kultur, aber kommerziell ganz ungünstig.</p>
<p><strong>Zum Ende hin noch einmal zurück zu txtr: Euer Konkurrent <a href="http://www.thecopia.com/" target="_blank">Copia</a> plant eine enge Verknüpfung von eBook Reader und Social Network. Eure Onlineplattform bietet ja ebenfalls einige Community-Features. Wird sich auch txtr zu einer Art Social Network für digitales Lesen entwickeln? </strong></p>
<p><strong>Joscha Bach: </strong>Ich sehe das kritisch, wenn man versucht, die Funktionalität von existierenden Sozialen Netzen zu duplizieren. Wesentlich sinnvoller finde ich es, dass man die bestehenden Sozialen Netze nutzt und in ihnen Widgets einführt, um die eigene Plattform einzubinden. Damit kann ich genau die Funktionalität hinzuzufügen, die in anderen Netzen noch fehlt. In der Regel sind die Leute ja schon in den Netzwerken und meist nicht daran interessiert, noch weiteren beizutreten. Für mich ist die Strategie also eher, nicht das <a href="http://www.facebook.com/" target="_blank">Facebook </a>für Bücher zu werden, sondern txtr an Facebook anzudocken – und genauso nicht das <a href="https://www.xing.com/" target="_blank">Xing </a>für Bücher zu werden, sondern für Xing maßgeschneidert eine txtr-Lösung zu bieten.</p>
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		<title>txtr kooperiert mit Verlagen der Holtzbrinck-Gruppe</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Oct 2009 13:38:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Manuel Medicus</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wer in den letzten Tagen öfter einen Blick in den txtr store geworfen hat, dem wird aufgefallen sein: Da tut sich was. Auf der Startseite finden sich mittlerweile Bestseller wie Der Schwarm von Frank Schätzing oder Atemschaukel von Herta Müller und die Zahl der verfügbaren eBooks steigt immer weiter. Zu verdanken sind die aktuellen Zuwächse, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer in den letzten Tagen öfter einen Blick in den <a href="http://txtr.com/store" target="_blank">txtr store</a> geworfen hat, dem wird aufgefallen sein: Da tut sich was. Auf der Startseite finden sich mittlerweile Bestseller wie <em>Der Schwarm</em> von Frank Schätzing oder <em>Atemschaukel</em> von Herta Müller und die Zahl der verfügbaren eBooks steigt immer weiter.</p>
<div class="mceTemp">
<dl id="attachment_392" class="wp-caption alignright" style="width: 220px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.txtrblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/10/txtrstorewaechst.jpg" rel="lightbox[388]"><img class="size-medium wp-image-392 " title="Dank neuer Content-Partner wächst das Angebot des txtr stores weiter an." src="http://www.txtrblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/10/txtrstorewaechst-300x185.jpg" alt="Dank neuer Content-Partner wächst das Angebot des txtr stores weiter an." width="210" height="130" /></a></dt>
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</div>
<p>Zu verdanken sind die aktuellen Zuwächse, wie <a href="http://txtr.com/" target="_blank">txtr </a>heute in einer <a href="http://txtr.com/text/bu1mr9" target="_blank">Pressemitteilung</a> bekannt gab, neuen Vertriebsverträgen mit Verlagshäusern der <a href="http://www.holtzbrinck.com/" target="_blank">Holtzbrinck</a>-Gruppe, nämlich <a href="http://www.droemer-knaur.de/" target="_blank">Droemer Knaur</a>, <a href="http://www.fischerverlage.de/" target="_blank">Fischer</a>, <a href="http://www.kiwi-verlag.de/" target="_blank">Kiepenheuer&amp;Witsch (KiWi)</a> und <a href="http://www.rowohlt.de/" target="_blank">Rowohlt</a>. Bis zum Start des txtr readers sollen bereits über 1000 eBooks aus deren Angebot auf<a href="http://www.txtrblog.de/about/txtr-com/" target="_blank"> txtr.com</a> verfügbar sein. Neu erscheinende und nachträglich digitalisierte Titel werden folgen.</p>
<p>Die Verlage aus der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck reihen sich damit in die Liste der <a href="http://blog.txtr.com/?p=212" target="_blank">bereits bekannten Content-Partner</a> <a href="http://www.ciando.com/" target="_blank">Ciando</a>, <a href="http://www.libreka.de/" target="_blank">Libreka</a>, <a href="http://www.libri.de/" target="_blank">Libri Digital</a> und <a href="http://www.ingramdigital.com/" target="_blank">Ingram Digital</a> ein. Zudem ist auch das englischsprachige Angebot mittlerweile auf über 3000 Titel angewachsen. Hierfür scheint man eine Kooperation mit dem<span><span> New Yorker Verlag <a href="http://www.simonandschuster.com/" target="_blank">Simon &amp; Schuster</a> abgeschlossen zu haben (siehe das <a href="http://txtr.com/store" target="_blank">englischsprachige Angebot im eBook-Stor</a>e und der <a href="http://twitter.com/spalanzani/status/4772823763" target="_blank">Tweet von Ronnie Vuine</a>).<br />
</span></span></p>
<p>Zwei Tage vor dem offiziellen Startschuss für den <a href="http://www.txtrblog.de/about/txtr-reader/" target="_blank">txtr reader</a> auf der Frankfurter Buchmesse wird das eBook-Angebot des txtr stores noch einmal attraktiver. Wir dürfen gespannt sein, welche Überraschungen txtr noch für die Buchmesse bereit hält.</p>
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		<title>Wie werden wir in Zukunft lesen?</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Sep 2009 19:48:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Manuel Medicus</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Frage, wie wir in einigen Jahren lesen werden,  hat sich der französische Verlag editis gestellt und präsentiert in einem Videoclip gleich eine passende Zukunftsvision als mögliche Antwort (Hinweis: Die erste Minute gibt es nur einen schwarzen Bildschirm zu sehen -  das Video beginnt bei 0:48. Die Dialoge sind auf Französisch mit englischen Untertiteln): Eines [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;">Die Frage, wie wir in einigen Jahren lesen werden,  hat sich der französische Verlag <a href="http://www.editis.com/" target="_blank">editis</a> gestellt und präsentiert  in einem Videoclip gleich eine passende Zukunftsvision als mögliche Antwort (<em>Hinweis:</em> Die erste Minute gibt es nur einen schwarzen Bildschirm zu sehen -  das Video beginnt bei 0:48. Die Dialoge sind auf Französisch mit englischen Untertiteln):</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="445" height="364" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/_vBb3_aZN7g&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;border=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="445" height="364" src="http://www.youtube.com/v/_vBb3_aZN7g&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;border=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p style="text-align: left;">Eines ist klar: Für einen Printverlag ist das eine ziemlich fortschrittliche Vision. Gleichzeitig analysiert man die aktuelle Situation wirklich sehr treffend: Bei der derzeitigen technischen Entwicklung scheint ein Durchbruch digitaler Lesegeräte nur noch eine Frage der Zeit zu sein. Dem gegenüber steht die Sicherheit, dass gedruckte Bücher auf Papier auch auf Dauer nicht aus den Regalen verschwinden werden.</p>
<p style="text-align: left;">An dieser Stelle ist es natürlich interessant zu fragen: <strong>Wie schneidet der txtr reader gegenüber dieser Zukunftsvision ab? </strong></p>
<p style="text-align: left;">Überall zugängliche Inhalte werden dank WLAN- und Mobilfunkchip kein Problem sein &#8211; natürlich auch innerhalb eines Buchladens nicht. Der Unterschied: Der Betreiber des Ladens verdient dabei bisher nichts &#8211; trotz etwaiger guter Beratung. Ebenso umsetzbar sind etwa die Audiofunktion, die Darstellung von Reiseführern oder der Austausch von Dokumenten zwischen zwei Geräten &#8211; sogar der Anschluss einer Bluetooth-Tastatur.</p>
<p style="text-align: left;">Vieles ist dann aber doch technische Zukunftsmusik: Der txtr reader kann weder mit einem touchfähigen Farbdisplay aufwarten, noch enthält er einen GPS-Sensor oder will ein  vollfunktionsfähiger tragbarer Computer sein. Wobei letzterer Punkt natürlich auch als Vorteil gesehen werden kann.</p>
<p style="text-align: left;">Auf jeden Fall wird die Entwicklung des Lesens in den nächsten Jahren sehr spannend zu verfolgen sein. Und womit das Video sicherlich recht hatte: Wie auch immer die Zukunft des Zugangs aussehen mag, die Inhalte werden grundsätzlich die gleichen bleiben.</p>
<p style="text-align: left;">(via <a href="http://epublishersweekly.wordpress.com/2009/09/22/the-future-of-reading-a-video-from-editis/" target="_blank">Epublishers Weekly</a>)</p>
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