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Artikel Tagged ‘txtr.com’

Social DRM, Google Books und Vaporware:
Interview mit Birte Huizing von txtr

12. April 2010 Manuel Medicus 4 Kommentare

Birte Huizingvon txtr

Birte Huizing ist bei txtr in den Bereichen Social Media und Produktmanagement tätig. Nebenher arbeitet sie an ihrer Dissertation zum Thema „Buchmarkt 2.0“ an der Universität Hildesheim. Vor txtr hat sie beim Ullstein Verlag ein Volontariat abgeschlossen.

Birte war es, die mich im Februar nach Berlin  eingeladen hatte und mir die Interviewpartner organisierte, wofür ich mich an dieser Stelle noch einmal herzlich bedanken möchte. Am Ende stand auch sie mir noch für einige Fragen zur Verfügung:

Den Hauptteil der Inhalte im txtr Store bezieht ihr über die großen Aggregatoren. Daneben schließt ihr mit ausgewählten Verlagen einzelne Deals ab. Du arbeitest bei txtr neben Social Media auch in diesem Bereich – kannst du uns einen kleinen Einblick geben?

Birte Huizing: Ich kümmere mich derzeit um die Independent Verlage. Das heißt, ich rede zum Beispiel mit Kein & Aber, Voland & Quist oder Mairisch. Generell kriegen wir momentan sehr viele Anfragen von Verlagen, die bei uns vertreten sein wollen. Die Ausgangslage ist dabei ganz unterschiedlich –  einige haben bereits EPUBs, andere noch nicht.

Uns ist es wichtig, auch Titel ins Angebot zu bekommen, die literarisch interessant sind, aber vielleicht nicht gleich bei Random House erscheinen. In einer gut sortierten Buchhandlung findet man die und deshalb sollte man sie auch in einem gut sortierten eBook Store finden.

Die Aufgabe mit den Verlagen hat sich bei mir angeboten, weil ich ja direkt von einem Verlag gekommen bin. Außerdem habe ich auch privat einen größeren Verlagsbackground – mein Vater ist Schriftsteller, meine Mutter hat eine Buchhandlung. Die Verlagswelt ist mir also sehr vertraut.

Das ganze Interview lesen…

DRM, zukünftige Verlage und Soziale Netzwerke:
Interview mit Joscha Bach von txtr

Joscha Bach (txtr)

Joscha Bach ist Mitgründer von txtr und derzeit vor allem für die Bereiche Content und Produktmanagement im Endkundenbereich verantwortlich. Vor txtr hat er Informatik und Philosophie studiert und am Institut für Kognitionswissenschaft der Universität Osnabrück promoviert. Im Anschluss daran gründete er zusammen mit Ronnie Vuine die Firma Bookpac und entwickelte Grundlagen für eine Dokumentenplattform, die sich heute unter der Oberfläche von txtr.com wiederfinden.

Bei meinem Berlinbesuch im Februar stand mir Joscha Bach freundlicherweise für einige Fragen zur Verfügung. Mit prüfungsbedingter Verspätung gibt es hier nun das Interview. Themen sind unter anderem die Problematik von DRM für eBook-Händler, zukünftige Verlage und die Social-Network-Ambitionen von txtr.com:

Wie sieht es mit einer Desktop-App von txtr aus? Wird es ein Konkurrenzangebot zum nicht immer geliebten Adobe Digital Editions geben?

Joscha Bach: Ich glaube nicht. Das liegt daran, dass Digital Editions ja nicht die einzige Lösung ist um EPUBs zu lesen und wir nicht denken, dass es sich lohnen würde, hier ein weiteres Konkurrenzangebot zu machen. Digital Editions mag zwar unbeliebt sein, aber es tut seinen Zweck. Im Augenblick ist es vor allem die Antwort auf das Bedürfnis Inhalte mit Adobe DRM darzustellen.

Adobe-DRM wird auch in euren EPUBs angewendet. Ist das eine zufriedenstellende Lösung?

Joscha Bach: Ich persönlich bin eher skeptisch, was die ökonomische Fähigkeit von Adobe DRM angeht. Sicherlich ist es eine Lösung, die gemessen an dem was technisch machbar ist, sehr weit vorne ist. Aber DRM an sich ist ein Problem. Dazu gehört vor allem, dass das Dokument an bestimmte Geräte gebunden wird. Diese Dokumente leben nun aber wahrscheinlich länger für den Kunden, als es dieses Gerät tut.

Für uns manifestiert sich das als ein Supportproblem. Das heißt, für so und so viele Dokumente mit Adobe DRM die wir verkaufen, haben wir so und so viele Kunden, die bei uns anrufen, weil sie Probleme damit haben, die durch das DRM bedingt sind. So ist etwa eine häufige Frage: „Ich habe hier dieses Dokument gekauft. Wie bringe ich es jetzt dazu, dass es auf meinem Gerät funktioniert?“.  Und dann geht es los: Wo gibt man die Adobe ID ein? Was ist eine Adobe ID? Wie ordnet man Dokumente der Adobe ID zu? Was wird da genau übertragen? Und so weiter. Es passieren also eine Reihe ziemlich hässlicher Sachen, bei denen man den Käufern erst einmal erklären muss, wie alles funktioniert.

Als Kunde bedenkt man nicht immer, dass dieses Erklären natürlich Geld kostet, weil wir jemanden bezahlen müssen, der das erledigt. Wenn man dann ökonomisch prüft, stellt man fest, dass man hier schnell mehr Geld ausgeben kann, als man mit dem Verkauf der Dokumente verdienen kann. Deshalb glaube ich nicht, dass die derzeitigen DRM-Technologien, die noch so supportbedürftig sind, auf Dauer für ein Unternehmen funktionieren. Da muss sich dringend etwas ändern.

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txtr und das iPad

29. Januar 2010 Manuel Medicus 2 Kommentare

Apple's neuester Streich: Das iPad

Seit am Mittwoch in San Francisco das iPad angekündigt wurde, streiten sich Apple-Fanboys und -Kritiker über die Erfolgsaussichten von Steve Jobs neuem Wunderkind und spekulieren über die Zukunft des digitalen Lesens. Nach der munteren Gerüchteküche im Vorfeld des Apple-Events, gibt es ausreichend Gesprächsstoff, um sich bis zum Release des iPads weiter mit Mutmaßungen und Prophezeiungen auszutoben.

Wenig Zeit für derartige Diskussionen werden die App-Programmierer haben, denn nach dem Erfolg des App-Stores auf iPod Touch und iPhone kann sich niemand erlauben, den nächsten “Goldrush” zu verschlafen. Daher werden sich nun zahlreiche  Softwareschmieden mächtig ins Zeug legen, um pünktlich zum Erscheinen der ersten iPads ihre Programme fertig zu haben.

txtr-App auf dem iPad

Auch txtr hat gestern angekündigt (Pressemitteilung), die eigene iPhone-App für das iPad fittmachen zu wollen – ein Schritt der schon seit den ersten Gerüchten über ein Apple-Tablet abzusehen war. Wenn alles läuft, wie von txtr geplant, wäre man zum Release der größte Anbieter an deutschsprachigen eBooks auf dem iPad. Auch die Tatsache, dass derzeit für das iPhone-OS allein die txtr-App eBooks mit Adobe-DRM darstellen kann, wäre hier ein Marktvorteil.

Als problematisch könnte sich jedoch die Firmenpolitik von Apple erweisen. Für das iPhone und den iPod Touch wurden Programme, die explizit vorhandene Funktionen kopieren, in der Regel nicht zugelassen. Das mit dem iPad neu eingeführte iBooks würde in direkter Konkurrenz zur iPhone App von txtr und anderen Mitbewerbern wie Stanza, Kobo oder der Kindle-App stehen. Es bleibt abzuwarten, wie Apple hier vorgehen wird. Womöglich stellt sich dieses Problem in Europa für den Anfang jedoch erst gar nicht, wenn iBooks – wie von Engadget vermutet – vorerst nur in den USA erhätlich sein wird.

Gewinner oder Verlierer?

Gegenüber Gründerszene.de begrüßte txtr-CEO Christoph Maire in einem Kurzinterview die Ankündigung des iPads, da es die Digitalisierungsprozesse in der Verlagsbranche beschleunige und auch das Angebot im ePub-Format anwachsen werde. Durch die eigene iPhone-App sieht Maire das Unternehmen auch auf dem iPad gut aufgestellt. Gleichzeitig verteidigt er aber das Konzept von txtr mit einem vom iBookstore unabhängigen Content-Angebot, einem eigenen eBook Reader und eigenen Verlags- und Mobilfunkpartnern. Der eInk-Technologie des txtr Readers bescheinigt er aufgrund ihrer Lesequalität weiterhin ihre Daseinsberechtigung.

Auch Johannes Haupt, von lesen.net, kommt in seiner Auflistung “Apple iPad: Gewinner und Verlierer” zu dem Schluss, dass txtr durch eine eigene App vom iPad profitieren könnte. Er stellt außerdem heraus, dass vor allem größere eReader, wie die angekündigten Modelle von PlasticLogic und Hearst vom iPad bedroht werden. Kleinere eReader von Amazon bis txtr sieht er aufgrund von eInk (Lesbarkeit, Laufzeit), Kompaktheit und Preis nicht direkt gefährdet.

“Vernetzt Lesen” auch auf dem iPad

In Anbetracht des iPads zeigen sich für txtr erneut die Vorteile ihres Konzepts des “vernetzten Lesens”. Da sich die Dienste von txtr.com flexibel für verschiedene Lesegeräte anpassen lassen, kann das iPad letztendlich als eine weitere Zugangsmöglichkeit zum persönlichen “eBook-Regal” genutzt werden, wie sie gerade für Gelegenheitsleser ausreichend sein dürfte. Der txtr Reader dagegen verspricht dank eInk-Display, Produktergonomie und seiner Spezialisierung auf die Lesefunktion unverändert ein sehr interessantes Gerät für Vielleser zu werden.

Newsbits: txtr Logo, MR-Review, Computerwelt-Artikel

25. Januar 2010 Manuel Medicus 2 Kommentare

Während der endgültige Release des txtr Readers aufgrund der anhaltenden Produktionsschwierigkeiten weiter auf sich warten lässt, gibt es dennoch einige Neuigkeiten zu vermelden:

Logo- und Designwechsel bei txtr

Mit der Übernahme des neuen Layouts im offiziellen Blog von txtr und bei Twitter ist der Designwechsel nun beinahe abgeschlossen – es fehlt nur noch die Facebook-Page. Wie txtr auf Nachfrage bestätigt hat, gilt der Wechsel des Logos für das gesamte Unternehmen. Die Verpackung des txtr Readers soll dementsprechend angepasst werden.

txtr Review bei MobileRead

Im deutschen MobileRead-Forum hat Moderator Netseeker ein Review zum derzeitigen Angebot von txtr (txtr.com, Store, iPhone App, Tools – nicht den txtr Reader)  geschrieben. Er bringt dabei einige Verbesserungswünsche an, fällt aber insgesamt ein positives Urteil.

> txtrs vernetztes Lesen im Review

Artikel zu txtr bei Computerwelt.at

Schon vor beinahe zwei Wochen hat Computerwelt.at einen Artikel über txtr und die Schwierigkeiten bei der Serienproduktion des Readers veröffentlicht. Interessant sind darin vor allem die Aussagen von Ulrik Deichsel (Head of Business Development), der den hohen Stellenwert der Großkunden für txtr betont (“Dennoch stelle man sich ‘eher die Frage, wie wir den Bedarf von interessierten Großkunden stillen können, als dass wir Angst haben, unsere Produkte nicht los zu werden’”). Dies lässt sich als Hinweis darauf deuten, dass txtr bereits in Verhandlungen mit etwaigen Partnern für White-Label-Lösungen steht. Ebenfalls bekräftigt Deichsel laut Computerwelt.at die Pläne, den txtr Reader auch bald in Österreich anbieten zu wollen.

> E-Book-Reader “txtr” hat Startschwierigkeiten

txtr.com erhält neues Design und Logo

9. Januar 2010 Manuel Medicus 3 Kommentare

Gestern wurde damit begonnen, das in Aussicht gestellte Update von txtr.com aufzuspielen. Dabei wurde das Layout gründlich erneuert und der schon seit einigen Tagen neu gestalteten txtr Reader Website angeglichen.

Das neue Design auf txtr.com

Das neue Design ist minimalistischer gehalten als noch in der Vorgängerversion (Screenshot zum Vergleich) und kann mit einer besseren Übersichtlichkeit punkten. Der Designwechsel scheint ebenso mit einem Wechsel des offiziellen txtr.com-Logos einherzugehen. So wurde die bisherige Kombination aus grafischem Symbol und Firmennamen durch einen schlichten, schwarzen Schriftzug mit Apostroph ersetzt.

Das bisherige Logo von txtr Das neue Logo von txtr
Bisheriges Logo Neues Logo

Ob sich der Wechsel des Logos nur auf txtr.com oder das gesamte Unternehmen bezieht, ist derzeit offen, da noch keine offizielle Stellungnahme zur neuen txtr.com Version vorliegt. Daher ist ebenfalls noch unklar, ob es sich bei dem aktuellen Layout bereits um den endgültigen Stand handelt. Im Moment scheint vor allem die Navigationsleiste neu gestaltet worden zu sein, während der Content selbst größtenteils weiter im alten Design dargestellt wird. Sobald es  entsprechende Neuigkeiten gibt, wird dieser Post upgedatet.

Fortschritte  bei Performance und Suche

Auch unter der Oberfläche hat sich etwas getan. Als erstes fällt auf, dass die Performance der Seite spürbar verbessert wurde. Die Navigation durch die Onlineplattform ist nun um einiges flüssiger und damit auch angenehmer.

An Funktionen wurde wie angekündigt die Suche überarbeitet, die nun mehr Suchkriterien zur Auswahl stellt. Zudem wurde die Darstellung der Suchergebnisse verbessert. Diese lassen sich nun nach Jahr, Autor, Titel und Preis sortieren und werden von Empfehlungen für ähnliche Ordner und Tags flankiert.

In der Navigationsleiste wurde neu der Menüpunkt  “Community” hinzugefügt. Bisher führt dieser nur zur Nutzer-Suche, es ist jedoch davon auszugehen, dass hier künftig die geplante Gruppen-Funktion und eventuell das Forum beheimatet werden. Das persönliche Dashboard ist nun über den Menüpunkt “ICH” zu erreichen.

Eine weitere Neuerung versteckt sich in den Einstellungen unter Social Networking (ICH > Profil > Profil und Einstellungen ändern > Social Networking). Hier lässt sich nun die eigene Adobe ID samt Passwort hinterlegen, “um DRM geschützte Inhalte auf dem txtr Reader und dem iPhone zu lesen”. Der bisherige Umweg, das iPhone erst per Kaufvorgang freischalten zu müssen, um DRM geschützte eBooks, die nicht im txtr Store erworben wurden, öffnen zu können, könnte damit also in naher Zukunft nicht mehr nötig sein.

Priorität “Lesen”

Der Grund für den Wechsel von Logo und Layout scheint klar zu sein: Der Webauftritt von txtr wird mehr an die Gerätephilosophie des Readers angepasst und vom Web-2.0-Image mehr in Richtung des Schwerpunktes Lesen (Vgl. Vision und Manifesto von txtr) getrimmt. Dieser Wechsel ist konsequent, da mit jedem Mitbewerber, der einen multifunktionalen Reader auf den Markt bringt, der Fokus des txtr Readers auf das Leseerlebnis als Kaufargument an Bedeutung gewinnt.

Die volle Konzentration auf das  Konzept “Serious Reading”, wie es von txtr gerne genannt wird, könnte in dem sich etablierenden eReader-Markt eine geräumige, komfortable “Nische” sein. Die Frage ist, ob die Gruppe der Serious Reader derzeit nicht noch lieber beim Papierbuch bleibt? Dies wird sich erst beantworten lassen, wenn die ersten Lesegeräte auch wirklich ausgeliefert und getestet wurden. Zum aktuellen Stand der Produktionsprobleme und der Auslieferung ist im Laufe der nächsten Woche mit Neuigkeiten zu rechnen (Vgl. Twitter & Post bei Yellowtab).

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Das Ende des Meisters naht

Hat hier jemand etwa zuviel Krabat gelesen? Nein, es geht um die aktuelle Beta-Version von txtr.com, die auf den Namen “Meister” hört – eine Anspielung auf Michail Bulgakows “Meister und Margarita” (Vgl. Das Geheimnis der txtr.com Beta-Namen).

Voraussichtlich morgen wird nun der “Meister” abgelöst, darauf deutet ein Beitrag von Joscha gestern im offiziellen txtr Forum hin:

Mit dem neuen Release (übermorgen!) gibt es eine “Powersuche” – da kann man die Query so bauen, daß keine Gatherer-Sachen gefunden werden.

Welche Neuerungen neben einer verbesserten Suche noch zu erwarten sind, lässt sich bisher nur vermuten. Denkbar wären etwa neue Community-Funktionen, wie etwa Gruppen oder Pinnwände, und vor allem weitere Optimierungen hinsichtlich der Vernüpfung von  txtr.com mit den txtr Readern.

CES in Las Vegas

CES Logo

Während sich immer noch kein Besitzer eines txtr Readers öffentlich geoutet hat, gibt es dieser Tage allerlei interessante Neuigkeiten von der vom 7. bis 10 Januar in Las Vegas stattfindenden CES 2010 (Consumer Electronics Show), der internationalen Leitmesse im Bereich Unterhaltungselektronik. So haben etwa Liquavista und Mirasol ihre Prototypen neuer Displaytechnologien gezeigt, Samsung zwei eigene eReader vorgestellt und einige Hersteller neue Tablet Computer angekündigt.

Auch txtr ist mit einem neuen Mitarbeiter auf der CES vertreten, Andrew Rhomberg. Wie das offizielle Blog von txtr mitteilt, ist er künftig verantwortlich für das International Sales & Business Development. Auf der CES wird er, seinem LinkedIN-Profil nach zu urteilen, die White Label Lösungen von txtr vermarkten und neue Content- und Vertriebspartner für Großbritannien, Skandinavien und die USA suchen.

txtr iPhone App v2 – Workaround für nicht im txtr Store gekaufte EPUBs

11. Dezember 2009 Manuel Medicus Keine Kommentare

Wie bereits gestern angekündigt, hat txtr heute eine Anleitung veröffentlicht, wie sich in der neuen Version der iPhone App auch DRM-geschützte EPUBs und PDFs betrachten lassen, die nicht im txtr Store gekauft wurden. Hier der Workaround wie er von Birte im offiziellen Blog von txtr gepostet wurde:

Wer ein DRMtes eBook bei Libreka oder anderswo kauft, kriegt eine Datei mit der Endung “acsm” ausgeliefert. Die kann man bei txtr.com im Moment noch nicht hochladen, und das bedeutet erstmal, man kriegt das Buch nicht in der txtr iPhone App zu sehen. Es gibt aber einen Trick:

1. Voraussetzung ist, daß man zumindest einmal ein Buch aus dem txtr Store  gekauft hat, damit die DRM-Aktivierung für das iPhone getriggert wird. Wer nicht viel Geld ausgeben will für die Aktivierung, kann z.B. das hier kaufen:

http://txtr.com/text/bsycz9

1,25€ machen ja nun echt nicht arm.

2. Das ePub jetzt mit dem iPhone downloaden. Das iPhone fragt nach der Adobe-ID — wer eine hat, kann die hier verwenden, alle anderen müssen jetzt eine erstellen bei Adobe. Sobald das bei uns gekaufte ePub geht, gehen alle ePubs, die mit derselben Adobe-ID verknüpft sind. Das war der Sinn der Übung. Wichtig ist, für die Adobe Digital Editions-Installation auf dem Desktop und unsere iPhone App dieselbe Adobe ID zu verwenden. Wer sein Digital Editions beim ersten Benutzen nicht aktiviert hat, muß unbedingt neu installieren und mit einer richtigen Adobe ID aktivieren!

3. Jetzt Das fremde acsm-File (um das es eigentlich geht) erstmal ganz normal mit Adobe Digital Editions auf dem Desktop aufmachen (im Adobe-Jargon heißt das “fulfillen”).

4. Digital Edition erzeugt dann im lokalen Filesystem eine ePub-Datei. Auf dem Mac ist das in ~/Dokumente/Digital Editions/ — also im Homeverzeichnis des Users. Da entsteht ein (DRM-verschlüsseltes) ePub. Das kann man auf txtr.com hochladen.

5. Auf txtr.com kann man das ePub dann natürlich nicht lesen – es ist verschlüsselt und unser Server kann’s nicht aufmachen.

6. Auf dem iPhone kann man’s aber downloaden — wenn alles geklappt hat, müsste man es jetzt lesen können.

Das ist recht lästig, aber dieses DRM-Zeug ist kompliziert und man wird uns sicherlich verzeihen, daß wir den Prozess für unseren eigenen Shop zuerst einfach gemacht haben. Eine der nächsten txtr.com-Versionen wird das direkte Uploaden von fremden acsm-Dateien unterstützen, dann wird das alles sehr viel einfacher.

Für Rückfragen verweise ich auf den entsprechenden Thread im neuen offiziellen txtr Forum.

Währenddessen hat sich Johannes von lesen.net die App einmal näher angeschaut und einem ersten Test unterzogen. Da ich selbst über kein iPhone/iPod touch verfüge, empfehle ich an dieser Stelle seinen Artikel “txtr-App im Test: Mehr wäre mehr” weiter.

Er hat den obigen Workaround auch selbst herausgefunden und bereits verschlüselte EPUBs anderer eBook-Shops auf dem iPhone lesen können. Neben dem Lob für die erste Umsetzung zur Anzeige DRM-geschützter Dokumente auf dem iPhone bringt er allerdings auch mehrere Kritikpunkte v.a. was Bedienung und den weiteren Funktionsumfang angeht.

How to import Adobe DRM protected EPUBs into txtr iPhone app

11. Dezember 2009 Manuel Medicus Keine Kommentare

To prevent misunderstandings for foreign readers: This is not the official blog of txtr but an unofficial fan project – the official blog can be found here .  Also txtr has an official forum for its iPhone app.

The new version version 2.0 of the free txtr iPhone app recently released boasts with the ability to display Adobe DRM protected EPUBs. A really nice feature if there wasn’t a catch: it only seems to work smoothly with eBooks you purchased via the txtr Store.

Regional licenses as obstacles

For foreign users this is the obstacle – I quote Joscha’s (txtr staff) commentary on this topic on teleread.org:

As some of you know, I am working at txtr. You know what? We can not sell our books to you, no matter how much we want to. – Because books come with regional licenses, and even though they are just a bunch of bytes floating through the intarwebs, the current rights situation limits where we are allowed to let them flow to. So, no txtr Store in the US of A for now. Until we have acquired American licenses, and implemented a process to separate our platform into different regions.

On the other hand, it is technically possible to import Adobe DRM files that you have bought elsewhere into the txtr application. But at the moment that would require a working DRM pairing between your Adobe ID and txtr, which at the moment won’t work without a German authentication (usually via credit card). This is not a legal, but only a technical problem, however, and we will build a solution for it soon.

Translation of the official workaround

Until future versions of txtr.com will support the upload of “.asm” files from other eBook shops, for German users txtr has provided a work around which enables you to read any Adobe DRM-protected EPUB in the txtr iPhone app. Even though it seems not to work for non-German users I made a complete translation of the original German post by Birte (txtr staff) in the official txtr blog which gives the instructions – maybe it’s of some use to you if you somehow happen to get this German authentication ;) (use at your own risk!): Mehr…

Apple schaltet v.2.0 der txtr iPhone App frei – Say hello to DRM-EPUB

10. Dezember 2009 Manuel Medicus 3 Kommentare
txtr iPhone App

Die schon auf der Frankfurter Buchmesse angekündigte Version 2 der txtr iPhone-Anwendung ist seit kurzem über den App Store erhältlich. Besitzer eines iPhones oder eines iPod touchs können sich das kostenlose Tool hier herunterladen.

Die überarbeitete zweite Version der txtr-Anwendung war schon vor Wochen fertiggestellt worden,  hing jedoch im Apple-Loop fest. Heiß erwartet wurde das Tool vor allem wegen dem angekündigtem Feature, EPUBs mit Adobe-Kopierschutz zu unterstützen.

Mit einiger Verzögerung ist dies nun möglich: Dank der Version 2.0 lassen sich auch auf dem iPhone oder iPod touch DRM-geschützte eBooks im EPUB-Format lesen.  Der direkte Kauf von eBooks über den txtr Store ist jedoch noch nicht möglich, dafür ist immer noch der Umweg über einen Rechner nötig.

Wer die neue Funktion testen will, aber erstmal noch kein Geld für eBook ausgeben will, der sollte heute bei libreka vorbeischauen. Im libreka-Adventskalender gibt es heute im Rahmen des Download Days nämlich zwei kostenlose eBooks mit Adobe-DRM:

Da ich selbst nicht zu den iPhone-Besitzern zähle, würde ich mich über eure Rückmeldungen freuen: Verlief das Update der iPhone-Anwendung bei euch erfolgreich? Hattet ihr Probleme beim aktivieren eures Gerätes bei Adobe? Seid ihr zufrieden mit der Darstellung der EPUB-Dokumente?

Update 11:45h: Vielen Dank an Johannes von lesen.net für den Hinweis: Bisher funktionieren scheinbar nur über den txtr Store erworbene EPUBs/PDFs ohne weiteres mit der txtr App v2.

Wie Ronnie Vuine über Twitter anmerkte, soll es mit ein wenig “Gebastel” aber möglich sein, auch Dokumente von anderen Anbietern, wie etwa die obigen eBooks von Libreka, mit der txtr App anzuzeigen. Eine entsprechende Anleitung soll noch heute folgen.

(via cool iphone apps | lesen.net | offizielles Blog von txtr)

Interview mit Ronnie Vuine von txtr – Teil 2

21. Oktober 2009 Manuel Medicus 11 Kommentare

Hier folgt Teil 2 des Interviews mit txtr-Mitgründer Ronnie Vuine auf der Frankfurter Buchmesse. Während es im ersten Teil um txtr und den txtr Reader ging, stehen diesmal die Themen Developer und txtr.com im Mittelpunkt:

Warum habt ihr nicht Android als Betriebssystem gewählt, das wäre doch für die Entwickler bestimmt attraktiver gewesen?

txtr Reader Pressefoto

Ronnie Vuine: Dazu muss man wissen, dass es eine ganz eine Zeit lang dauert, ein derartiges Gerät zu entwickeln. Als wir die Entscheidung über das Betriebssystem getroffen haben, war Android gerade angekündigt. Wir haben uns alles sehr gut angeschaut und dann festgestellt, dass es überhaupt nicht komplett offen war. Es gab wesentliche Teile von Android,  die damals nicht Open Source waren und es glaube ich in Teilen immer noch nicht sind, auf die wir aber den Zugriff gebraucht hätten, weil Android für TFT-Bildschirme gedacht ist und nicht für Displays wie eInk, die Partial Updaten müssen. Um zum Ziel zu kommen, hätten wir also auf Teufel komm raus an Android vorbei wieder Zusätze programmieren müssen – die dann auch nicht funktioniert hätten, wenn man normale Applications installiert hätte. Daher haben wir uns für etwas eigenes entschieden. Das heißt aber nicht, dass das für immer so bleiben muss. Android ist mit Sicherheit eine interessante Plattform, die wir auch sehr gern mögen.

Könnte man Android rein theoretisch auf dem txtr Reader installieren?

Ronnie Vuine: Klar, wenn man ein Crack ist, kann das gehen. Man könnte auch OpenInkpot oder wenn man ganz wild ist Windows CE darauf installieren. Es gibt ein leichtes Verfahren, wie das Gerät von der SD-Karte bootet. Man müsste sich entsprechend eine SD-Karte basteln und die entsprechenden Kernel hinkriegen.

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