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Artikel Tagged ‘Store’

txtr kündigt eigenen App Store an

15. Februar 2010 Manuel Medicus 10 Kommentare

Der World Mobile Congress in Barcelona scheint dieses Jahr ganz im Zeichen der App Stores zu stehen. Nokia und Intel haben heute angekündigt, für die neue geräteübergreifende MeeGo-Plattform Programme über die hauseigenen App Stores (Ovi Store bzw. App Up) anzubieten. Zuvor hatten bereits 24 Mobilfunkanbieter, darunter unter anderem AT&T, Telefonica und Vodafone, die Gründung der Wholesale Applications Community vermeldet mit dem Ziel eine offene App-Plattform für Mobilfunkgeräte zu etablieren.

Soeben hat nun auch txtr per Pressemitteilung bekannt gegeben, einen eigenen App Store für sein Lesegerät anbieten zu wollen. Damit soll es Entwicklern möglich sein, die Offenheit des txtr Readers auszunützen und eigens erstellte Anwendungen zu verkaufen. Bereits vor einigen Wochen hatte Amazon für den Kindle ebenfalls einen App Store angekündigt.

PM AppStore Final

Der Zugriff auf den App Store soll direkt über das Gerät via Mobilfunk möglich sein. In der Anfagsphase ist dafür die Developer-Plattform vorgesehen, später soll der Download direkt über den txtr Store erfolgen. Weitere Informationen zu SDK und API sind auf developer.txtr.com zugänglich – Informationen zum App Store fehlen hier derzeit noch.

Durch die fehlende Tastatur bzw. den fehlenden Touchscreen sind die Möglichkeiten für Apps, verglichen mit Smartphones oder dem Konkurrenten Kindle von Amazon, beim txtr Reader begrenzt. Gerade von der Community gewünschte, aber nicht von txtr implementierte Funktionen, wie ein simpler Mail-Client, direkte RSS-Feeds oder ein Tool zur BlueTooth-Synchronisation könnten so von externen Entwicklern für ein entsprechendes Entgelt bereitgestellt werden. Es bleibt abzuwarten, wie die Resonanz von Developerseite ausfällt.

Apple schaltet v.2.0 der txtr iPhone App frei – Say hello to DRM-EPUB

10. Dezember 2009 Manuel Medicus 3 Kommentare
txtr iPhone App

Die schon auf der Frankfurter Buchmesse angekündigte Version 2 der txtr iPhone-Anwendung ist seit kurzem über den App Store erhältlich. Besitzer eines iPhones oder eines iPod touchs können sich das kostenlose Tool hier herunterladen.

Die überarbeitete zweite Version der txtr-Anwendung war schon vor Wochen fertiggestellt worden,  hing jedoch im Apple-Loop fest. Heiß erwartet wurde das Tool vor allem wegen dem angekündigtem Feature, EPUBs mit Adobe-Kopierschutz zu unterstützen.

Mit einiger Verzögerung ist dies nun möglich: Dank der Version 2.0 lassen sich auch auf dem iPhone oder iPod touch DRM-geschützte eBooks im EPUB-Format lesen.  Der direkte Kauf von eBooks über den txtr Store ist jedoch noch nicht möglich, dafür ist immer noch der Umweg über einen Rechner nötig.

Wer die neue Funktion testen will, aber erstmal noch kein Geld für eBook ausgeben will, der sollte heute bei libreka vorbeischauen. Im libreka-Adventskalender gibt es heute im Rahmen des Download Days nämlich zwei kostenlose eBooks mit Adobe-DRM:

Da ich selbst nicht zu den iPhone-Besitzern zähle, würde ich mich über eure Rückmeldungen freuen: Verlief das Update der iPhone-Anwendung bei euch erfolgreich? Hattet ihr Probleme beim aktivieren eures Gerätes bei Adobe? Seid ihr zufrieden mit der Darstellung der EPUB-Dokumente?

Update 11:45h: Vielen Dank an Johannes von lesen.net für den Hinweis: Bisher funktionieren scheinbar nur über den txtr Store erworbene EPUBs/PDFs ohne weiteres mit der txtr App v2.

Wie Ronnie Vuine über Twitter anmerkte, soll es mit ein wenig “Gebastel” aber möglich sein, auch Dokumente von anderen Anbietern, wie etwa die obigen eBooks von Libreka, mit der txtr App anzuzeigen. Eine entsprechende Anleitung soll noch heute folgen.

(via cool iphone apps | lesen.net | offizielles Blog von txtr)

Interview mit Ronnie Vuine von txtr – Teil 2

21. Oktober 2009 Manuel Medicus 11 Kommentare

Hier folgt Teil 2 des Interviews mit txtr-Mitgründer Ronnie Vuine auf der Frankfurter Buchmesse. Während es im ersten Teil um txtr und den txtr Reader ging, stehen diesmal die Themen Developer und txtr.com im Mittelpunkt:

Warum habt ihr nicht Android als Betriebssystem gewählt, das wäre doch für die Entwickler bestimmt attraktiver gewesen?

txtr Reader Pressefoto

Ronnie Vuine: Dazu muss man wissen, dass es eine ganz eine Zeit lang dauert, ein derartiges Gerät zu entwickeln. Als wir die Entscheidung über das Betriebssystem getroffen haben, war Android gerade angekündigt. Wir haben uns alles sehr gut angeschaut und dann festgestellt, dass es überhaupt nicht komplett offen war. Es gab wesentliche Teile von Android,  die damals nicht Open Source waren und es glaube ich in Teilen immer noch nicht sind, auf die wir aber den Zugriff gebraucht hätten, weil Android für TFT-Bildschirme gedacht ist und nicht für Displays wie eInk, die Partial Updaten müssen. Um zum Ziel zu kommen, hätten wir also auf Teufel komm raus an Android vorbei wieder Zusätze programmieren müssen – die dann auch nicht funktioniert hätten, wenn man normale Applications installiert hätte. Daher haben wir uns für etwas eigenes entschieden. Das heißt aber nicht, dass das für immer so bleiben muss. Android ist mit Sicherheit eine interessante Plattform, die wir auch sehr gern mögen.

Könnte man Android rein theoretisch auf dem txtr Reader installieren?

Ronnie Vuine: Klar, wenn man ein Crack ist, kann das gehen. Man könnte auch OpenInkpot oder wenn man ganz wild ist Windows CE darauf installieren. Es gibt ein leichtes Verfahren, wie das Gerät von der SD-Karte bootet. Man müsste sich entsprechend eine SD-Karte basteln und die entsprechenden Kernel hinkriegen.

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txtr kooperiert mit Verlagen der Holtzbrinck-Gruppe

12. Oktober 2009 Manuel Medicus 25 Kommentare

Wer in den letzten Tagen öfter einen Blick in den txtr store geworfen hat, dem wird aufgefallen sein: Da tut sich was. Auf der Startseite finden sich mittlerweile Bestseller wie Der Schwarm von Frank Schätzing oder Atemschaukel von Herta Müller und die Zahl der verfügbaren eBooks steigt immer weiter.

Dank neuer Content-Partner wächst das Angebot des txtr stores weiter an.

Zu verdanken sind die aktuellen Zuwächse, wie txtr heute in einer Pressemitteilung bekannt gab, neuen Vertriebsverträgen mit Verlagshäusern der Holtzbrinck-Gruppe, nämlich Droemer Knaur, Fischer, Kiepenheuer&Witsch (KiWi) und Rowohlt. Bis zum Start des txtr readers sollen bereits über 1000 eBooks aus deren Angebot auf txtr.com verfügbar sein. Neu erscheinende und nachträglich digitalisierte Titel werden folgen.

Die Verlage aus der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck reihen sich damit in die Liste der bereits bekannten Content-Partner Ciando, Libreka, Libri Digital und Ingram Digital ein. Zudem ist auch das englischsprachige Angebot mittlerweile auf über 3000 Titel angewachsen. Hierfür scheint man eine Kooperation mit dem New Yorker Verlag Simon & Schuster abgeschlossen zu haben (siehe das englischsprachige Angebot im eBook-Store und der Tweet von Ronnie Vuine).

Zwei Tage vor dem offiziellen Startschuss für den txtr reader auf der Frankfurter Buchmesse wird das eBook-Angebot des txtr stores noch einmal attraktiver. Wir dürfen gespannt sein, welche Überraschungen txtr noch für die Buchmesse bereit hält.

txtr.com – Eine Bestandsaufnahme

6. Oktober 2009 Manuel Medicus 2 Kommentare

Wenn in knapp einer Woche der txtr reader auf der Frankfurter Buchmesse seine Premiere feiert, wird sich auch txtr.com neu bewähren müssen. Grund für mich einen genauen Blick auf den derzeitigen Stand der Onlineplattform zu werfen und zu fragen: Was ist gut – und woran muss noch gearbeitet werden? Im Sinne einer konstruktiven Kritik habe ich hier eine Liste meiner positiven (+) und negativen (-) Eindrücke zusammengestellt.

Einladend: Die Startseite

+ Design: Die Startseite wirkt elegant und geichzeitig nicht überladen oder unübersichtlich. Die Suchleiste als wichtigstes Werkzeug ist prominent platziert.

+ Registrierung nicht erforderlich: Auch ohne einen txtr.com-Account sind alle Grundfunktionen problemlos nutzbar.

- Navigation: Wünschenswert wären mehr Einstiegspunkte zu den Inhalten (egal ob kostenlos oder nicht), etwa eine Top 5 der neuesten Uploads oder der meistgelesenen Texte, eine Tagcloud, etc. Die angezeigten “Sehenswerten Textsammlungen” sind in dieser Hinsicht bis jetzt der einzige Ansatzpunkt, der zum Stöbern einlädt.


Vielversprechend: Die Grundfunktionen

+ Ordnermanagement & Dashboard: Das Sortieren von Texten per Drag & Drop ist intuitiv und funktioniert – AJAX sei Dank – bereits ausgesprochen gut. Die Organisation des Dashboards über Tabs mit ein- und ausklappbaren Ordnern wirkt übersichtlich und ist individuell anpassbar.

+ Anzeige von Texten: Auch anspruchvolle Inhalte, wie etwa hauptsächlich aus Bildern bestehende PDFs, werden auf txtr.com zügig dargestellt. Eine textinterne Suchfunktion fehlt jedoch noch.

+ Offene API: Bereits jetzt können Entwickler auf Schnittstellen von txtr.com zugreifen, was Hoffnung auf neue Anwendungen macht. Upload-Tool, Bookmarklet und iPhone-App sind erste Beispiele.

+ Die Suche: Bei meinen Recherchen für Lektürelisten habe ich exzessiven Gebrauch von der Suchfunktion gemacht und bin bis auf wenige Ausnahmen zügig bei den richtigen Treffern gelandet.

- Typische Beta-Krankheiten: Kritisieren kann man sie nicht, anmerken muss man sie dennoch. Beispielsweise reagiert txtr.com immer wieder nur zögerlich oder überhaupt nicht. An manchen Stellen fehlen Permalinks, in der Adresszeile des Browsers wird die Permalinkstruktur in der Regel gar nicht erst dargestellt etc.

- Limitierung der Suchergebnisse:  Eine einstellbare Begrenzung der Treffer pro Seite bei Suchanfragen wäre wünschenswert für Usability und Performance – auch im eBook Store.

- Unausgereifte Embed-Funktionen:  Bei meinen Tests wurden eingebettete Dokumente nicht immer geladen, das Einbetten von Ordnern per CoverFlow funktionierte (bei mir) gar nicht. Auch die Möglichkeit, nur ein verlinktes Titel-Cover einzubetten, wäre äußerst nützlich (und ressourcenschonend).

Baustelle: Der eBook Store

- Mühsames Stöbern: Bei mehreren tausend Titeln in einer Kategorie (etwa Romane/Erzählungen), fällt das Stöbern schwer. Hier fehlen Funktionen, um die Trefferlisten zu verfeinern, und Permalinks, damit sich Unterkategorien in neuen Tabs öffnen lassen können.

- Mehr Informationen zu einzelnen eBooks: In der minimalistischen Einzelansicht vermisst man Basics wie Seitenzahl (nicht immer), Vorschauansicht (zumindest auf das Inhaltsverzeichnis), ähnliche Titel (bisher nur Texte des geichen Autors) etc.

- Keine Ordner für kostenpflichtige Inhalte:  Dass nur User-Uploads in Ordnern sortiert werden können, ist nicht konsequent – Empfehlungslisten auch mit kostenpflichtigen Titeln (à la Amazon) wären durchaus nützlich.

- Online lesen nicht möglich: Ein Ziel von txtr.com ist plattformunabhängiges Lesen – die Möglichkeit, gekaufte eBooks direkt online lesen zu können, wäre daher ein wichtiger Schritt.


Ungenütztes Potential: Die Community-Features

+ Teilen: Hier überzeugt txtr.com schon jetzt. Für jeden Ordner und jeden Text können  Zugriffsrechte vergeben werden, über neue Texte kann man sich per RSS benachrichtigen lassen und per Knopfdruck kann ein interessanter Text über Facebook, Twitter oder Mail an Freunde weiterempfohlen werden.

- Ausbaufähige Profilseiten: Während die Nutzerprofile von der Gestaltung her gut gelungen sind, bleiben dennoch einige Funktionswünsche, etwa eine Pinnwand-Funktion, die Möglichkeit anzugeben, was man gerade liest oder gelesen hat,  ein Feld, in dem Autoren auf eigene Texte verweisen können etc.

- Keine Gruppen: Die Community wird schwer ins Rollen kommen, solange Interessensgruppen sich nicht organisieren können. Als Krimi-Fan könnte man Gleichgesinnte finden, als Arbeitsgruppe über die geteilten Dokumente diskutieren etc. Damit verbunden wäre natürlich ein erheblicher administrativer Mehraufwand.

Fazit

Man merkt txtr.com an einigen Stellen an, dass es sich noch in einer Beta-Version befindet. Vor allem bei Navigation,  eBook Store und Community besteht noch Handlungsbedarf. Ein Seitenblick zur Konkurrenz (etwa scribd.com) zeigt hier, welche Möglichkeiten es gibt.

Bei aller Kritik, txtr.com ist bereits jetzt eine vielversprechende Onlineplattform mit einer noch dazu sehr ansprechenden Oberfläche. Ihr volles Potential wird sie jedoch erst in der Verbindung mit wachsenden Nutzerzahlen und dem txtr reader ausschöpfen können, bei dessen Release vermutlich auch die nächste Beta online gehen wird. Dann wird sich auch herausstellen, ob mit der txtr.com-Version 8 einige der hier angesprochenen Kritikpunkte bereits ausgemerzt werden.

“Meisterhaft” – txtr.com eröffnet eBook Store

16. September 2009 Manuel Medicus Keine Kommentare

Mit der neuen Beta 7 “Meister” feierte gestern der eBook-Store auf txtr.com Premiere. Bereits jetzt sind mehrere Tausend Titel vom Roman bis zum Kochbuch verfügbar. In den nächsten Wochen soll die Zahl kontinuierlich anwachsen, unter anderem auch um englischsprachige Bücher.

Bis zum 14. Oktober, wenn der offizielle Startschuss für den txtr eBook reader auf der Frankfurter Buchmesse fallen soll, dürfte dann ein mehr als ausreichendes Angebot auf alle frischgebackenen txtr-Besitzer warten.

Beim Format hat sich txtr.com mit den Verlagen auf den EPUB-Standard geeinigt. Gekaufte eBooks können somit zwar nicht beliebig weitergegeben werden, aber nach entsprechender Aktivierung immerhin auf bis zu sechs Geräten (txtr reader, PC, Smartphone) gleichzeitig genutzt werden.

Wer sein eBook am Computer lesen will, der benötigt dafür Adobe Digital Editions und eine Adobe ID.  Hier ist zu wünschen, dass bald auch andere Software-Reader DRM-geschützte EPUBs öffnen können, damit der Kunde mehrere Alternativen zur Wahl hat. Auch die iPhone-Application von txtr kann derzeit (noch) kein DRM-EPUB wiedergeben.

[Via blog.txtr.com]

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