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Feedige Weihnachten

23. Dezember 2009 Manuel Medicus 12 Kommentare

Eigentlich hatte ich ja gehofft, die folgende Nachricht schon auf einem txtr Reader via eInk präsentieren zu können, aber nun hat doch die Bildbearbeitung aushelfen müssen:

txtrblog.de wünscht frohe Weihnachten!

txtrblog.de wünscht allen Lesern frohe Weihnachten und einen guten Start ins neue Jahr. An dieser Stelle auch einmal vielen Dank für die vielen Besuche, Kommentare und Rückmeldungen, die seit dem Start im September immer wieder für Motivation gesorgt haben.

Newsroom & Lesefutter

Nun steht morgen Weihnachten vor der Tür und es gibt “nur wenige Reader unterm Baum” – zumindest bisher keine? wenige txtr Reader. Für alle, die sich daher noch weiterhin gedulden müssen, habe ich einige Leseempfehlungen zusammengestellt und zwar in Form der RSS-Feeds “Newsroom” und “Lesefutter“, die vielleicht einige schon in der Sidebar bemerkt haben.

Im Newsroom findet ihr fortan meine Artikelempfehlungen zu den Themen eBooks und eBook Reader. Ich durchforste jeden Tag eine Menge Nachrichten zu diesen Themen und bin mir sicher, das in den ausgewählten Artikeln auch für viele Leser Interessantes dabei ist.

Im RSS-Feed Lesefutter gibt es künftig eBook-Leseanregungen aus dem großen Pool an kostenlos verfügbaren Inhalten auf txtr.com. Wer gerade unschlüssig ist, welche  Lektüre er als nächstes angehen soll, kann hier stöbern.

Beide Feeds lassen sich übrigens auch direkt über txtr.com abonnieren (Newsroom | Lesefutter). Damit können sie später einmal direkt über den txtr Reader bezogen werden, sobald die txtr Reader in den nächsten Wochen und Monaten versandt werden.

txtr.com – Eine Bestandsaufnahme

6. Oktober 2009 Manuel Medicus 2 Kommentare

Wenn in knapp einer Woche der txtr reader auf der Frankfurter Buchmesse seine Premiere feiert, wird sich auch txtr.com neu bewähren müssen. Grund für mich einen genauen Blick auf den derzeitigen Stand der Onlineplattform zu werfen und zu fragen: Was ist gut – und woran muss noch gearbeitet werden? Im Sinne einer konstruktiven Kritik habe ich hier eine Liste meiner positiven (+) und negativen (-) Eindrücke zusammengestellt.

Einladend: Die Startseite

+ Design: Die Startseite wirkt elegant und geichzeitig nicht überladen oder unübersichtlich. Die Suchleiste als wichtigstes Werkzeug ist prominent platziert.

+ Registrierung nicht erforderlich: Auch ohne einen txtr.com-Account sind alle Grundfunktionen problemlos nutzbar.

- Navigation: Wünschenswert wären mehr Einstiegspunkte zu den Inhalten (egal ob kostenlos oder nicht), etwa eine Top 5 der neuesten Uploads oder der meistgelesenen Texte, eine Tagcloud, etc. Die angezeigten “Sehenswerten Textsammlungen” sind in dieser Hinsicht bis jetzt der einzige Ansatzpunkt, der zum Stöbern einlädt.


Vielversprechend: Die Grundfunktionen

+ Ordnermanagement & Dashboard: Das Sortieren von Texten per Drag & Drop ist intuitiv und funktioniert – AJAX sei Dank – bereits ausgesprochen gut. Die Organisation des Dashboards über Tabs mit ein- und ausklappbaren Ordnern wirkt übersichtlich und ist individuell anpassbar.

+ Anzeige von Texten: Auch anspruchvolle Inhalte, wie etwa hauptsächlich aus Bildern bestehende PDFs, werden auf txtr.com zügig dargestellt. Eine textinterne Suchfunktion fehlt jedoch noch.

+ Offene API: Bereits jetzt können Entwickler auf Schnittstellen von txtr.com zugreifen, was Hoffnung auf neue Anwendungen macht. Upload-Tool, Bookmarklet und iPhone-App sind erste Beispiele.

+ Die Suche: Bei meinen Recherchen für Lektürelisten habe ich exzessiven Gebrauch von der Suchfunktion gemacht und bin bis auf wenige Ausnahmen zügig bei den richtigen Treffern gelandet.

- Typische Beta-Krankheiten: Kritisieren kann man sie nicht, anmerken muss man sie dennoch. Beispielsweise reagiert txtr.com immer wieder nur zögerlich oder überhaupt nicht. An manchen Stellen fehlen Permalinks, in der Adresszeile des Browsers wird die Permalinkstruktur in der Regel gar nicht erst dargestellt etc.

- Limitierung der Suchergebnisse:  Eine einstellbare Begrenzung der Treffer pro Seite bei Suchanfragen wäre wünschenswert für Usability und Performance – auch im eBook Store.

- Unausgereifte Embed-Funktionen:  Bei meinen Tests wurden eingebettete Dokumente nicht immer geladen, das Einbetten von Ordnern per CoverFlow funktionierte (bei mir) gar nicht. Auch die Möglichkeit, nur ein verlinktes Titel-Cover einzubetten, wäre äußerst nützlich (und ressourcenschonend).

Baustelle: Der eBook Store

- Mühsames Stöbern: Bei mehreren tausend Titeln in einer Kategorie (etwa Romane/Erzählungen), fällt das Stöbern schwer. Hier fehlen Funktionen, um die Trefferlisten zu verfeinern, und Permalinks, damit sich Unterkategorien in neuen Tabs öffnen lassen können.

- Mehr Informationen zu einzelnen eBooks: In der minimalistischen Einzelansicht vermisst man Basics wie Seitenzahl (nicht immer), Vorschauansicht (zumindest auf das Inhaltsverzeichnis), ähnliche Titel (bisher nur Texte des geichen Autors) etc.

- Keine Ordner für kostenpflichtige Inhalte:  Dass nur User-Uploads in Ordnern sortiert werden können, ist nicht konsequent – Empfehlungslisten auch mit kostenpflichtigen Titeln (à la Amazon) wären durchaus nützlich.

- Online lesen nicht möglich: Ein Ziel von txtr.com ist plattformunabhängiges Lesen – die Möglichkeit, gekaufte eBooks direkt online lesen zu können, wäre daher ein wichtiger Schritt.


Ungenütztes Potential: Die Community-Features

+ Teilen: Hier überzeugt txtr.com schon jetzt. Für jeden Ordner und jeden Text können  Zugriffsrechte vergeben werden, über neue Texte kann man sich per RSS benachrichtigen lassen und per Knopfdruck kann ein interessanter Text über Facebook, Twitter oder Mail an Freunde weiterempfohlen werden.

- Ausbaufähige Profilseiten: Während die Nutzerprofile von der Gestaltung her gut gelungen sind, bleiben dennoch einige Funktionswünsche, etwa eine Pinnwand-Funktion, die Möglichkeit anzugeben, was man gerade liest oder gelesen hat,  ein Feld, in dem Autoren auf eigene Texte verweisen können etc.

- Keine Gruppen: Die Community wird schwer ins Rollen kommen, solange Interessensgruppen sich nicht organisieren können. Als Krimi-Fan könnte man Gleichgesinnte finden, als Arbeitsgruppe über die geteilten Dokumente diskutieren etc. Damit verbunden wäre natürlich ein erheblicher administrativer Mehraufwand.

Fazit

Man merkt txtr.com an einigen Stellen an, dass es sich noch in einer Beta-Version befindet. Vor allem bei Navigation,  eBook Store und Community besteht noch Handlungsbedarf. Ein Seitenblick zur Konkurrenz (etwa scribd.com) zeigt hier, welche Möglichkeiten es gibt.

Bei aller Kritik, txtr.com ist bereits jetzt eine vielversprechende Onlineplattform mit einer noch dazu sehr ansprechenden Oberfläche. Ihr volles Potential wird sie jedoch erst in der Verbindung mit wachsenden Nutzerzahlen und dem txtr reader ausschöpfen können, bei dessen Release vermutlich auch die nächste Beta online gehen wird. Dann wird sich auch herausstellen, ob mit der txtr.com-Version 8 einige der hier angesprochenen Kritikpunkte bereits ausgemerzt werden.

Die Bedeutung nicht-literarischer Texte für txtr

15. September 2009 Manuel Medicus Keine Kommentare

Auf buchreport.de ist ein interessantes Interview mit txtr-Mitgründer Ronnie Vuine erschienen. Darin geht er unter anderem auf die aktuelle Lage auf dem eBook-Markt ein und bezeugt die Konkurrenzfähigkeit des jungen Berliner Startups gegenüber Amazon und Sony.

Besonders aufschlussreich finde ich seine Einschätzungen bezüglich des in den txtr reader integrierten Mobilfunkchips:

Fast noch spannender wird diese Funktionalität bei nichtliterarischen Texten: Auf txtr.com kann man gemeinsam genutzte Ordner erstellen und gemeinsam Texte sammeln, die dann auf dem Reader sofort zugreifbar sind [...] Man kann also unterwegs, wenn man Zeit und Ruhe hat, lesen, was die anderen machen oder sammeln.

Genau diese Features – also das Abonnieren von RSS-Feeds und der mobile Zugriff auf sie – stellen im aktuellen Boom des Echtzeitweb mit Twitter, Facebook und Konsorten eine echte Verlockung dar.

Schon jetzt lassen sich auf txtr.com RSS-Feeds abonnieren. Sie lassen sich dann auch auf dem txtr reader lesen

RSS-Feeds bei txtr.com

Denn funktioniert alles wie geplant, wird man sich auf txtr.com seine eigene ständig aktuelle Tageszeitung zusammen bauen können: Die Eilmeldungen von Spiegel.de, die aktuelle Fußballberichterstattung von Kicker.de und noch ein wenig Wissenschaft von ScienceBlogs.de – fertig ist die individuelle Zeitung für den Weg in die Arbeit.

An die Stelle eines Zeitungsabonnements treten also die Subscriptions in Google Reader & Co. Mehr Freiheiten, mehr Auswahl – aber auch der gleiche Lesekomfort? Das – und die Frage, wie sich der txtr reader bei der Darstellung von Feeds gegenüber Smartphones schlägt, wird sich nach dem Release im Oktober herausstellen.

[Via buchreport.de ]

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