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“Connected Reading”:
Video zur Präsentation von Christophe Maire auf der TEDx Berlin

26. Februar 2010 Manuel Medicus Keine Kommentare

Als kleinen Nachtrag zum Interview mit txtr-CEO Christophe Maire gibt es heute noch eine Videoaufnahme seiner Präsentation auf der TEDx in Berlin (Technology, Entertainment, Design), auf die ich bei YouTube gestoßen bin. Der Vortrag unter dem Titel “Connected Reading” ist zwar bereits einige Monate alt (November 2009), hat aber an Aktualität nichts verloren. Thematisch setzt sich die englische Präsentation mit der Entwicklung des digitalen, vernetzten Lesens und deren möglichen Auswirkungen auf das Papierbuch sowie die Gesellschaft im Ganzen auseinander:

Amazon kindle jetzt auch in Deutschland – Worst-Case oder Best-Case für txtr?

7. Oktober 2009 Manuel Medicus 7 Kommentare

Das vermeintliche Worst-Case-Szenario für txtr ist eingetreten: Wie Amazon heute bekannt gab, wird das Unternehmen sein digitales Lesegerät kindle ab dem 19. Oktober, also direkt einen Tag nach der Frankfurter Buchmesse, in über 100 Ländern anbieten, darunter auch in Deutschland.

Der Amazon kindle wird ab 19. Oktober in über 100 Ländern verfügbar sein.

Der Amazon kindle kann ab sofort für 279 $ auf amazon.com vorbestellt werden (funktioniert auch mit amazon.de Account), was umgerechnet äußerst günstige 189 € (+ Zoll?) ergeben würde (Update: Laut SpiegelOnline landet man inkl. Versand und Einfuhrumsatzsteuer bei nicht mehr ganz  so günstigen 297 Euro). Die internationale Version des kindle wartet mit einem 6″-eInk-Display auf. Zur Verbindung ins Netz dienen UMTS, Edge, GPRS und WLAN. Für den drahtlosen Zugang ins Netz ist Amazon eine Kooperation mit AT & T eingegangen, die über ihre Roaming-Partner für die Whispernet-Verbindung außerhalb der USA sorgen wird.

Interessant wird es in Punkto eBooks: Deutsche eBooks sind für den kindle bisher nicht verfügbar. Eine Ausnahme bei deutschsprachigem Content im Kindle Store bilden bisher die ePaper von Frankfurter Allgemeinen Zeitung, Wirtschaftswoche und Handelsblatt. Daher wird der Kindle (sollten nicht bald Verträge mit deutschen Verlägen folgen) erstmal vor allem für Freunde englisprachiger Literatur interessant werden, denn im Gegenteil zu deutschen Büchern, die aufgrund der Buchpreisbindung auch digital fixe Preise haben, bietet Amazon zahlreiche digitale Bestseller weitaus günstiger an, als ihre gedruckten Varianten.

Worst-Case oder Best-Case für txtr?

Die internationale Verfügbarkeit des Amazon kindle wird für Furore sorgen, vor allem in Großbritannien, wo das große englischsprachige Angebot auf die entsprechende Nutzerschaft stößt. Aber auch hier in Deutschland wird sich einiges tun. Der kindle stellt dabei, meiner Meinung nach, jedoch keine Revolution dar, sondern vielmehr eine Art Katalysator, denn er heizt den Konkurrenzkampf, der bisher vor allem in den USA stattfand, auch hierzulande an.

Der txtr reader ist dabei natürlich dank dem ähnlichen Konzept einer engen Verknüpfung zwischen eReader und eBook-Store der direkte Konkurrent. Muss sich txtr daher jetzt Sorgen machen, was ihre Marktchancen angeht?

Meiner Meinung nach, nein. Im Gegenteil: Ersteinmal wird durch den kindle in Deutschland der Durchbruch von digitalen Lesegeräten enorm beschleunigt, wovon natürlich auch die Mitbewerber profitieren werden. Zweitens ist Amazons geschlossenes Konzept eindeutig dem des txtr readers unterlegen – beachtet man die Affinität deutscher Verbraucher gegenüber derartigen offenen Lösungsansetzen (etwa beim Erfolg von Firefox oder auch Linux), ist das ein nicht zu unterschätzender Vorteil.

Nicht zuletzt ist es eine Frage der Inhalte: Während Amazon bis jetzt hauptsächlich auf englischsprachige Texte bauen kann, bietet txtr bereits jetzt mehrere tausend deutsche eBooks in seinem Store an. Dazu kommt die größere Flexibilität, was die nutzbaren Dateiformate angeht.

Über den Erfolg von txtr und Amazon werden aber nicht zuletzt die Preismodelle sorgen. Während txtr sein Modell am 14. Oktober auf der Frankfurter Buchmesse vorstellen wird, setzt Amazon die Preislatte bereits jetzt sehr niedrig an: Ein 6″-eReader mit UMTS und WLAN und 2 GB internem Speicher für 189 € stellt eine echte Verlockung dar. Für unterwegs gekaufte eBooks fallen keine Kosten für die Datenverbindung an, private Inhalte können per Mobilfunk für 99 Cent / Megabyte auf das eigene Geräte übertragen werden.

Als Verbraucher kann man sich über Amazons Ankündigung nur freuen, denn der Konkurrenzkampf wird die Preise senken und gleichzeitig die Angebote verbessern. Sehr gespannt sein darf man jetzt auf die Frankfurter Buchmesse und die Reaktion der deutschen Zeitungs- und Verlagsbranche.

(via Amazon | golem | mobileread)

Wie werden wir in Zukunft lesen?

22. September 2009 Manuel Medicus Keine Kommentare

Die Frage, wie wir in einigen Jahren lesen werden,  hat sich der französische Verlag editis gestellt und präsentiert in einem Videoclip gleich eine passende Zukunftsvision als mögliche Antwort (Hinweis: Die erste Minute gibt es nur einen schwarzen Bildschirm zu sehen -  das Video beginnt bei 0:48. Die Dialoge sind auf Französisch mit englischen Untertiteln):

Eines ist klar: Für einen Printverlag ist das eine ziemlich fortschrittliche Vision. Gleichzeitig analysiert man die aktuelle Situation wirklich sehr treffend: Bei der derzeitigen technischen Entwicklung scheint ein Durchbruch digitaler Lesegeräte nur noch eine Frage der Zeit zu sein. Dem gegenüber steht die Sicherheit, dass gedruckte Bücher auf Papier auch auf Dauer nicht aus den Regalen verschwinden werden.

An dieser Stelle ist es natürlich interessant zu fragen: Wie schneidet der txtr reader gegenüber dieser Zukunftsvision ab?

Überall zugängliche Inhalte werden dank WLAN- und Mobilfunkchip kein Problem sein – natürlich auch innerhalb eines Buchladens nicht. Der Unterschied: Der Betreiber des Ladens verdient dabei bisher nichts – trotz etwaiger guter Beratung. Ebenso umsetzbar sind etwa die Audiofunktion, die Darstellung von Reiseführern oder der Austausch von Dokumenten zwischen zwei Geräten – sogar der Anschluss einer Bluetooth-Tastatur.

Vieles ist dann aber doch technische Zukunftsmusik: Der txtr reader kann weder mit einem touchfähigen Farbdisplay aufwarten, noch enthält er einen GPS-Sensor oder will ein vollfunktionsfähiger tragbarer Computer sein. Wobei letzterer Punkt natürlich auch als Vorteil gesehen werden kann.

Auf jeden Fall wird die Entwicklung des Lesens in den nächsten Jahren sehr spannend zu verfolgen sein. Und womit das Video sicherlich recht hatte: Wie auch immer die Zukunft des Zugangs aussehen mag, die Inhalte werden grundsätzlich die gleichen bleiben.

(via Epublishers Weekly)

“Meisterhaft” – txtr.com eröffnet eBook Store

16. September 2009 Manuel Medicus Keine Kommentare

Mit der neuen Beta 7 “Meister” feierte gestern der eBook-Store auf txtr.com Premiere. Bereits jetzt sind mehrere Tausend Titel vom Roman bis zum Kochbuch verfügbar. In den nächsten Wochen soll die Zahl kontinuierlich anwachsen, unter anderem auch um englischsprachige Bücher.

Bis zum 14. Oktober, wenn der offizielle Startschuss für den txtr eBook reader auf der Frankfurter Buchmesse fallen soll, dürfte dann ein mehr als ausreichendes Angebot auf alle frischgebackenen txtr-Besitzer warten.

Beim Format hat sich txtr.com mit den Verlagen auf den EPUB-Standard geeinigt. Gekaufte eBooks können somit zwar nicht beliebig weitergegeben werden, aber nach entsprechender Aktivierung immerhin auf bis zu sechs Geräten (txtr reader, PC, Smartphone) gleichzeitig genutzt werden.

Wer sein eBook am Computer lesen will, der benötigt dafür Adobe Digital Editions und eine Adobe ID.  Hier ist zu wünschen, dass bald auch andere Software-Reader DRM-geschützte EPUBs öffnen können, damit der Kunde mehrere Alternativen zur Wahl hat. Auch die iPhone-Application von txtr kann derzeit (noch) kein DRM-EPUB wiedergeben.

[Via blog.txtr.com]

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