Kooperation: Pocketbook eBook-Reader bekommen txtr-Anbindung
Auf der Frankfurter Buchmesse tritt txtr dieses Jahr vor allem als Anbieter seiner B2B-Lösungen auf. Nachdem am Dienstag bereits neue Aufträge für das eBook-Shop-Komplettpaket txtr Multi (in Finnland, Großbritannien, der Türkei und Brasilien) vermeldet wurden, hat txtr am Mittwoch eine Kooperation mit dem ukrainischen eBook-Reader-Hersteller Pocketbook angekündigt. Geplant ist, eine “txtr edition” von ausgewählten Lesegeräten von Pocketbook auf den Markt zu bringen, die direkt per Mobilfunk oder WLAN Zugriff auf txtr-eBook-Shops haben sollen. Als erste “txtr edition” soll das neue Pocketbook Pro 603 erscheinen, gefolgt von den Modellen 602, 903 und 902.
Ein logischer Schritt für beide Seiten
Die Zusammenarbeit von txtr und Pocketbook ist für beide Seiten ein logischer Schritt. Für txtr bedeutet es eine enorme Stärkung des eigenen Multi-Device-Profils, denn nach iPhone, iPad und Android-Smartphones werden txtr-Inhalte nun auch direkt auf eInk-basierten Lesegeräten verfügbar sein – denn der hauseigene txtr Reader lässt weiterhin auf sich warten.
Pocketbook, die selbst mit dem eigenen eBook-Shop Bookland bisher nicht überzeugen konnten, holen mit der Anbindung an die internationalen txtr-Shops hochwertigen Content auf die neuen Lesegeräte und sparen sich den Aufwand, direkt mit Verlagen und einzelnen Content-Anbieter verhandeln zu müssen.
Für den Nutzer wird die Kooperation zusätzlich dadurch spannend, dass beide Produkte – sowohl die eBook-Reader aus dem Hause Pocketbook, als auch die txtr.com-API – offen für freie Entwickler sind. Das gibt der Community neue Möglichkeiten, zusätzliche innovative Features für die eBook-Reader zu basteln.
Das Aus für den txtr Reader?
Multi-Device-Strategie hin oder her – bedeutet dieser Schritt von txtr das Ende für ihr eigenes Lesegerät? Nein, txtr wird wohl weiter versuchen, ihr eigenes Produkt zu einem günstigen Zeitpunkt auf den Markt zu bringen. Das hat das Unternehmen in der Vergangenheit immer wieder beteuert. Ein im September auf der Facebook-Fanpage gepostetes Foto, das wahrscheinlich zum ersten Mal eine größere Menge txtr Reader zeigt, könnte dafür sprechen, dass ein erster, größerer Testlauf vor der Tür steht. Sollte es soweit sein, dann wird txtr jedoch mit den Kampfpreisen von Amazon und Thalia nur schwer mithalten können.
Hier die komplette Pressemitteilung:
Update 7.10.: Überarbeitet und ergänzt

















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