Da ist das Ding! Details und Fotos zum txtr Reader

Mittlerweile dürften die meisten heute auf der Messe neu angekündigten Details die Runde gemacht haben. Hier der Vollständigkeit trotzdem nochmal ein kurzer Überblick:

  • Der txtr reader wird ab dem 1. Dezember 2009 auf txtr.com für 319 € bestellbar sein. Die Lieferung erfolgt, wenn alles nach Plan verläuft, bis zum 15. Dezember.
  • Der Zugriff auf den txtr store per Mobilfunk (EDGE) sowie der Download der über ihn gekauften eBooks ist kostenlos.
  • Wer unterwegs über Mobilfunk (EDGE) seine auf txtr.com gesammelten Dokumente mit dem Reader synchronisieren will, der hat dafür die Wahl zwischen zwei Preismodellen: 12,99€ / Monat auf eine Laufzeit von 12 Monaten oder 14,99 € für eine Laufzeit von 3 Monaten. Über WLAN oder USB ist die Synchronisation natürlich kostenlos.
  • Folgende Titel werden auf dem Reader vorinstalliert sein:
    • Tobias Klupp, Paradiso (Roman, Berlin Verlag)
    • 10 Polygott-Cityguides (Amsterdam, Barcelona, Berlin, London, München, Paris, Prag, Rom, Venedig, Wien)
    • Vier Langenscheidt-Sprachführer mit Reisewörterbuch und Kurzgrammatik (Englisch, Französisch, Deutsch, Spanisch)
    • Leseproben zu zahlreichen Titeln von Holtzbrinck- und Random-House-Verlagen
  • Inhalte des O’reilly-Verlags werden im txtr store in Zukunft auch DRM-frei angeboten.
  • Eine neue Version der iPhone-Application mit Zugriff auf den txtr store soll in Kürze veröffentlicht werden.
Pressefoto

Damit sind die lange erwarteten Informationen zu Preis und Verfügbarkeit endlich geklärt. Der Preis bewegt sich mit 319 € nicht weit über den 297 € eines Amazon kindle (inkl. Zoll & Steuer). Die Preise für den Datenverkehr sind angesichts der aktuellen Preispolitik der Provider auf diesem Gebiet nicht überraschend. Sollten die Kosten hier sinken, so hat txtr versichert, werden auch die Abo-Dienste günstiger.

Finally: Hands on

Am Stand der txtr GmbH (Halle 3, Stand B100, für alle die noch auf die Buchmesse gehen) hatte ich dann nachmittags auch die Gelegenheit, den txtr Reader ein erstes Mal in der Hand zu halten. Ersteindruck: Liegt angenehm in der Hand – Befürchtigungen er wäre zu dick oder zu schwer konnten sich für mich persönlich nicht bestätigen. Aber ich denke, das muss jeder selbst entscheiden.

Hier einige erste Fotos (am Freitag werden weitere folgen):

Die auf der Messe ausgestellten Geräte entsprechen vom Gehäuse her bereits der finalen Version (“zu 99%”). Am Betriebssystem der txtr reader wird dagegen noch fleißig gecodet. Während bereits viel Aufwand in die Geschwindigkeits- und Energieoptimierung der Readersoftware gesteckt wurde, sind die Programmierer mit dem Finetuning von Interface und Bedienung noch nicht fertig. Dementsprechend war die Bedienung teilweise auch noch etwas holprig. Das Touchpad lässt sich nach kurzer Eingewöhnungsphase sehr intuitiv nutzen.

In der Hektik der Messevorbereitung wurde außerdem auf einigen Vorführgeräten eine fehlerhafte Firmware installiert – also nicht über den Pixelbrei am oberen Rand wundern, der auf manchen Bildern zu sehen ist.

Kein Simlock

Im Gespräch mit txtr gab es dann auch noch einige sehr interessante Details zu erfahren. So wird etwa der txtr reader über keinen Simlock verfügen. Die SIM-Karte selbst ist zusammen mit der SD-Karte über eine Klappe an der Gehäuserückseite zugänglich.

Wer also für sein Handy bereits eine Datenflatrate hat, könnte einfach die SIM-Karte umstecken, und sie mit dem txtr Reader nutzen. Auch mögliche Käufer im Ausland könnten davon profitieren und so auch dort ihr Gerät mit txtr.com synchronisieren. Zuvor wird allerdings eine entsprechende Konfiguration des Readers und (noch zu entwickelnde) Software aus der Community notwendig. (Greifbare) Zukunftsmusik also.

Ebenfalls in die Kategorie “Anwendungen folgen” gehört der in der Hardware bereits integrierte NFC-Chip (Near Field Communication), mit dem sich später etwa Dokumente zwischen zwei Geräten austauschen lassen sollen. Auch hier können freie Entwickler ihrem Tatendrang freien Lauf lassen und eigene Anwendungsmöglichkeiten entwerfen.

Eine Besonderheit der ersten Gerätewelle wird die Personalisierung sein. Wer sein Gerät bei txtr.com bestellt, wird es bereits startbereit mit den eigenen Accountdaten erhalten. Dafür werden sich die frühen Käufer wohl noch mit einigen Kinderkrankheiten abfinden müssen, die erst durch spätere Updates beseitigt werden.

Das sind die Informationen für den Moment. Am Freitag werde ich für ein Interview noch einmal in Frankfurt sein – dann folgen weitere Details und Fotos. Wenn euch eine Frage brennend interessiert, dann gebt in den Kommentaren Bescheid, und ich werde mein Mögliches tun, die Antworten von der Messe mitzubringen.

Update: Auf der offiziellen Webseite von txtr gibt es jetzt ein Präsentationsvideo zum txtr Reader, das das Gesamtkonzept noch einmal gut erklärt (und so vielleicht einige Mißverständnisse beseitigt).

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  1. Tom
    14. Oktober 2009, 22:53 | #1

    Erstmal danke für den Artikel.

    Wie lädt man denn die gekauften Bücher kostenlos aus dem Store runter? Ist da schon eine SIM-Karte dabei? Oder muss man dann doch das Abo abschließen, damit man Zugang hat? Wird nicht ganz klar aus dem Artikel.

  2. Tom
    14. Oktober 2009, 22:55 | #2

    So ein Abo wäre für mich jedenfalls leider ein No-Go.

  3. Lesemensch
    14. Oktober 2009, 22:55 | #3

    Guten Abend,

    mich würde interessieren, ob man mit einem solchen Synchronisationsabonnement denn auch durch etwaige Updates oder Communityanwendungen auf Webseiten wie Wikipedia etc. zugreifen könnte, wie es beim Amazon Kindle 2 in den USA möglich ist.

    Vielen Dank zum Einen für den Blog, zum Anderen für die Möglichkeit Ihnen eine Frage mit auf den Weg zur Messe zu geben!

    Mit besten Grüßen!

  4. 14. Oktober 2009, 23:03 | #4

    Tom :

    Erstmal danke für den Artikel.

    Wie lädt man denn die gekauften Bücher kostenlos aus dem Store runter? Ist da schon eine SIM-Karte dabei? Oder muss man dann doch das Abo abschließen, damit man Zugang hat? Wird nicht ganz klar aus dem Artikel.

    Die SIM-karte ist enthalten und bei den personalisierten Geräten sogar schon soweit vorkonfiguriert, dass man das Gerät nur noch in Betrieb nehmen muss und sofort loslegen kann, inkl. Bücher im Store einkaufen.

    Den Zugang zum Store hat man immer kostenlos (wenn man die mitgelieferte SIM-Karte nutzt), auch ohne das Abo für die Synchronisation der txtr.com-Inhalte. Wer kein Abo will, muss keines abschließen. Modelle wie Prepaid scheitern derzeit anscheinend noch an den Mobilfunkprovidern.

  5. 14. Oktober 2009, 23:08 | #5

    Lesemensch :

    mich würde interessieren, ob man mit einem solchen Synchronisationsabonnement denn auch durch etwaige Updates oder Communityanwendungen auf Webseiten wie Wikipedia etc. zugreifen könnte, wie es beim Amazon Kindle 2 in den USA möglich ist.

    Generell lässt sich alles auf das Gerät synchronisieren, was man auf txtr.com importieren kann. Artikel aus Wikipedia & Co können mit dem Clipping Tool bereits leicht gesammelt werden. Eine “Browser”-Funktionalität ist rein technisch auch möglich, txtr hat auch schon funktionierende Browserversionen entwickelt, aber im Moment liegt der Fokus stark darauf die Deadline bis Dezember einzuhalten – diese Funktionalität wird dann wohl erst per Softwareupdate nachgeliefert werden.

    Vielen Dank zum Einen für den Blog, zum Anderen für die Möglichkeit Ihnen eine Frage mit auf den Weg zur Messe zu geben!

    Mit besten Grüßen!

    Gerne, dafür betreibe ich ja das Blog hier – um die (angehende) Community auf dem Laufenden zu halten ;)

  6. qay707
    14. Oktober 2009, 23:15 | #6

    Hi,

    und besten Dank fuer die Infos. Leider bin ich von der Winzigkeit des Geraetes sehr ueberrascht. Kann das Geraet auch comics im cbr format ( also gezippte jpgs, pngs etc.) darstellen, oder ist das Display dafuer zu klein?

  7. Josch_91
    14. Oktober 2009, 23:19 | #7

    Vielen Dank auch von mir für Deinen tollen Blog. Ich wollte mal fragen ob es schon möglich ist Bluetooth Kopfhörer oder Tastaturen mit dem txtr zu verbinden. Gibt es eine Notizfunktion.

    Vielen Dank im Voraus,
    Josch

  8. 14. Oktober 2009, 23:27 | #8

    Das Gerät ist zwar kleiner als etwa der Amazon kindle 2, das Display selbst ist aber genauso groß (Amazon kindle DX ist größer). Ein größeres Display will man bei txtr erst herausbringen, wenn biegbare Displays verfügbar sind. Ansonsten wäre die Stabilität gefährdet und man müsste aufpassen, nicht die Glasscheibe zu zerbrechen. Mit den jetzigen Maßen ist der txtr reader äußerst robust und stabil.

    Bilddateien können auf dem txtr dargestellt werden. Damit direkt das cbr-Format unterstützt werden kann, wird es einen willigen Entwickler in der Community brauchen. Gezippte Bilder darzustellen sollte aber keine Problem für das Linux-Betriebssystem darstellen.

  9. 14. Oktober 2009, 23:32 | #9

    Josch_91 :

    Vielen Dank auch von mir für Deinen tollen Blog. Ich wollte mal fragen ob es schon möglich ist Bluetooth Kopfhörer oder Tastaturen mit dem txtr zu verbinden. Gibt es eine Notizfunktion.

    Vielen Dank im Voraus,
    Josch

    Das alles ist technisch möglich – ich denke bei txtr hat man das intern auch schon alles ausprobiert – aber für den Release konzentriert man sich im Moment voll und ganz auf die Grundfunktionen. Die Extras werden dann per Softwareupdate nachgereicht bzw. – wenn die schneller ist – von der Community .

  10. 14. Oktober 2009, 23:48 | #10

    Hallo!
    Zunächst einmal vielen Dank für die rasche Beantwortung meiner dringendsten Frage: wird es den txtr auch in Österreich geben? heute per Twitter. Nachdem Du das zum Glück für mich (und viele andere, da bin ich mir sicher) positiv beantworten konntest jetzt noch meine zweite Frage – falls das mit der noch nicht fertigen Firmware überhaupt schon zu beantworten ist: wie schauen die pdfs aus? Ich habe Tonnen an Manuskripten zu lesen, alles Textpdfs, kaum Abbildungen. Manuelles Konvertieren von über 500 Werken kommt für mich nicht in Frage (Calibre liefert da komische Outputs, weil die Dinger zu unterschiedlich für eine Stapelverarbeitung sind)

    Wenn Du das für mich noch klären könntest steht der Bestellung nichts mehr im Wege!

    Vielen Dank für den tollen Blog und Deine Hilfe für all jene, die nicht auf der #fbf09 sein können.

    Liebe Grüße aus Wien,
    Susanne (oder auf Twitter: podcasterin_at)

  11. dirk
    14. Oktober 2009, 23:54 | #11

    Wie lange wurde das Ding nun angekündigt? Das sind gefühlte Jahre. Und immer noch wird an der Software rumgecodet? Absurd. Ich finde es eine Frechheit, was hier nach ewig langer Wartezeit geboten wird. Das ist wieder ein Produkt nach dem Bananenprinzip – es reift beim Kunden. Und das ganze ab 15.12. verfügbar – wer’s glaubt. Und wo sind die ganzen Verträge mit den Verlagen? Diese paar lächerlichen Ankündigungen, ist das alles? Eine Totgeburt wie sie im Buche steht, wird das. Große Fresse, nichts dahinter.

  12. 15. Oktober 2009, 00:37 | #12

    Susanne :

    wie schauen die pdfs aus? Ich habe Tonnen an Manuskripten zu lesen, alles Textpdfs, kaum Abbildungen. Manuelles Konvertieren von über 500 Werken kommt für mich nicht in Frage (Calibre liefert da komische Outputs, weil die Dinger zu unterschiedlich für eine Stapelverarbeitung sind)

    Wenn Du das für mich noch klären könntest steht der Bestellung nichts mehr im Wege!

    Vielen Dank für den tollen Blog und Deine Hilfe für all jene, die nicht auf der #fbf09 sein können.

    Liebe Grüße aus Wien,
    Susanne (oder auf Twitter: podcasterin_at)

    Soweit ich das mitbekommen habe, will txtr dafür eine serverseitige Umwandlung von textlastigem PDF auf EPUP einsetzen. Sprich du lädst das Dokument als PDF auf txtr.com, bei deinem Reader kommt es dann aber als EPUB an, und ist so besser lesbar. Wie die PDF-Darstellung bisher aussieht, werd ich am Freitag nochmal überprüfen – heute gab es da, wie oben erwähnt noch Probleme mit den Ausstellungsstücken.

    dirk :

    Wie lange wurde das Ding nun angekündigt? Das sind gefühlte Jahre. Und immer noch wird an der Software rumgecodet? Absurd. Ich finde es eine Frechheit, was hier nach ewig langer Wartezeit geboten wird. Das ist wieder ein Produkt nach dem Bananenprinzip – es reift beim Kunden. Und das ganze ab 15.12. verfügbar – wer’s glaubt. Und wo sind die ganzen Verträge mit den Verlagen? Diese paar lächerlichen Ankündigungen, ist das alles? Eine Totgeburt wie sie im Buche steht, wird das. Große Fresse, nichts dahinter.

    Derartige Terminschwierigkeiten sind für ein Unternehmen, das sein erstes Produkt in dem Sektor auf den Markt bringt denke ich nicht die Seltenheit. Und dass der txtr reader zu Beginn noch Kinderkrankheiten mitbringen wird, ist zwar nicht erfreulich, aber eben auch ein Nebeneffekt des Terminzwangs. Wem das zuwider ist, der wird warten oder auf die Konkurrenz ausweichen müssen. Bis Dezember ist zudem auch noch Zeit bisherige Bugs zu fixen.

    Zu den Verlagen: Das es da nicht so schnell vorwärts geht, wie gewünscht, liegt oftmals auch an den Verlagen selbst, die ihre Inhalte nicht in den entsprechenden digitalen Formaten bereitstellen können.

  13. Acid Burn
    15. Oktober 2009, 01:13 | #13

    “Die Extras werden dann per Softwareupdate nachgereicht bzw. – wenn die schneller ist – von der Community .”

    Fehlt bloss noch die Doku, damit die Community auch loslegen kann ;-)

  14. 15. Oktober 2009, 01:35 | #14

    Wenn das Gerät personalisiert wird, lässt es sich dann überhaupt weiterverkaufen? Denn wenn ich es richtig verstehe, ist ja entweder SIM-Karte oder Gerät an den eigenen Account gekoppelt.

  15. 15. Oktober 2009, 08:57 | #15

    K-Thom :

    Wenn das Gerät personalisiert wird, lässt es sich dann überhaupt weiterverkaufen? Denn wenn ich es richtig verstehe, ist ja entweder SIM-Karte oder Gerät an den eigenen Account gekoppelt.

    Personalisiert heißt in dem Fall wirklich nur: Die spielen für dich schon deine Account-Daten auf das Gerät, so dass du sofort loslegen kannst. Diese Daten kann man dann natürlich nach Belieben wieder umkonfigurieren. Einem Weiterverkauf steht das also nicht im Weg, es ist ledigich ein kleiner Bonus an die Erstkunden. Dementsprechend bezweifel ich auch ein wenig, dass sie das 100% einhalten können, bei dem Zeitdruck den sie zu haben scheinen – ich stell mir es doch etwas aufwändig vor, das bei jedem Gerät voreinzustellen.

  16. Michael
    15. Oktober 2009, 10:12 | #16

    Laut den Spezifikationen auf der txtr Website ist in dem Reader ein “Integrierter 3D-Beschleunigungszensor” verbaut. Verhindert dieser chinesische high-tech Chip etwa die Darstellung politisch unerwünschter Inhalte ?!?

  17. 15. Oktober 2009, 10:45 | #17

    Ein Accelerometer / Beschleunigungssensor hat nichts mit der Darstellung von Inhalten zu tun. Es erkennt lediglich, wenn du das Gerät z.B. um 90 Grad drehst, worauhin der Reader dann die Schrift automatisch mitdreht. Das kann man natürlich deaktivieren, wenn man z.B. im Liegen lesen will.

    Die Darstellung von Inhalten wird von txtr in keinster Weise zensiert. Auch in Punkto Datenschutz richtet man sich zu 100% nach den deutschen Richtlinien. Vorfälle wie Amazons “1984″-Skandal sind daher auch nicht zu erwarten.

  18. 15. Oktober 2009, 11:25 | #18

    Hallo,

    ich bin schon sehr gespannt, ob man diesmal tatsächlich den geplanten Termin einhalten kann. Wurde ja schon eine ganze Weile immer wieder verschoben. Ich arbeite selbst im Softwarebereich, daher kenne ich solche Probleme auch. Aber die Macher von txtr Reader sollten auch die Geduld der Interessenten nicht überstrapazieren. Amazon hat gerade den KindleDX für Deutschland angekündigt, mit größerem Display als der txtr reader aber zu einem niedrigerem Preis.

    Was mich am txtr reader reizt, ist das offene Konzept. Ich denke, damit kann man echt punkten, wenn man die Entwickler Community gut unterstützt. Wird es eigentlich auch die Möglichkeit geben, per Python das API anzusprechen ? Habe nur gesehen, dass PHP und C++ unterstützt werden. Im Linux-Bereich ist denke ich Python eine der etablierten Programmiersprachen. Und was ist eigentlich mit Java ?

    Der anvisierte Preis für den txtr reader ist natürlich eine ziemliche Hürde. Also das muss man sich wirklich überlegen. Für den Preis bekomme ich ein neues Netbook.

  19. dirk
    15. Oktober 2009, 11:55 | #19

    @Karsten Krumrück
    Guter Hinweis aufs Netbook. Apple plant ja für Anfang 2010 angeblich ein Produkt, was in diese Richtung geht: E-Reader + Netbook in einem. Der Preis ist natürlich das Entscheidende. Aber wenn Apple damit Erfolg hat, werden andere nachziehen und dem Kindle etc. ist der schnelle Tod sicher. Umso wichtiger wäre es, dass der txtr JETZT und ohne Kinderkrankheiten verfügbar ist. Nächstes Jahr kann es zu spät sein und man bekommt von einem Markt, den es nie richtig gab, nur noch ein paar Reste ab.

  20. Michael
    15. Oktober 2009, 12:16 | #20

    War nur ein Spass ;-)
    txtr schreibt “Beschleunigungs*z*ensor” auf der Website – da ist der Jokus naheliegend.
    Offensichtlich sind die tatsächlich sehr im Stress momentan.

  21. 15. Oktober 2009, 12:16 | #21

    @dirk

    Gerade das ominöse Apple Tablet sieht txtr nicht als direkte Konkurrenz zu ihrem Reader. Wenn es kommt, wird man genauso wie für das iPhone eine entsprechende App zur Verfügung stellen, über die dann die Inhalte von txtr.com zugänglich sind.

    Aber die Idee beim txtr reader in seiner Grundfassung ist erstmal, ein Gerät zu haben, das die Priorität auf eine Funktion legt, nämlich das Lesen – das dafür herausragend gut.

    Eines der Argumente gegen die Multifunktionalität war etwa auch, dass man die Ablenkung vermeiden will. Wer auf seinem Netbook liest, ist wie am PC immer durch Browser, IMs, Email etc. ablenkbar. Das stört aber, wenn man zB in Ruhe einen Roman lesen will. Ich zumindest käme nicht auf die Idee, mich mit einem Netbook ins Bett zu legen und “Das Lied von Eis und Feuer” zu lesen. Mit einem eInk-Reader, der, nach kurzer Gewöhnphase, wie ein Buch gar nicht mehr selbst auffällt, dagegen schon.

    Nichtsdestotrotz bin ich selbst auch sehr auf das Apple Tablet (so es denn wirklich kommen mag) gespannt. Wie schon beim internationalen kindle wird dadurch der Markt weiter beschleunigt und der Druck auf die Verlage größer. Die geschlosse Produktstrategie bei Apple gefällt mir dafür überhaupt nicht.

  22. 15. Oktober 2009, 12:22 | #22

    Michael :

    War nur ein Spass ;-)
    txtr schreibt “Beschleunigungs*z*ensor” auf der Website – da ist der Jokus naheliegend.
    Offensichtlich sind die tatsächlich sehr im Stress momentan.

    Nicht nur die Jungs von txtr sind anscheinend im Stress – das “z” habe ich in deinem Posting glatt überlesen. Hatte mich schon über deinen Gedankengang gewundert ;)

    Aber so: Vielleicht ist ja doch Absicht und eine versteckte Anspielung auf den Ehrengast der Frankfurter Buchmesse China – wo die txtr Reader ja auch noch hergestellt werden ;)

  23. dirk
    15. Oktober 2009, 12:40 | #23

    @Manuel Medicus
    Na das finde ich etwas seltsam, dass txtr dass Apple-Dings nicht als Konkurrenz sieht. Da könnten sie eine etwas gestörte Wahrnehmung haben, aber ich kann mich natürlich irren. Time will tell. Das Argument der angestrebten Vermeidung von Ablenkung teile ich nicht. Auch mit einem Buch in der Hand ist man ja ständig den Umwelteinflüssen ausgesetzt und man muss sich halt konzentrieren und in das Buch vertiefen können. Den Netzzugang muss man mit einem Schalter halt kappen können und dann kommen auch keine Emails etc :-) Mit der bewusst vermiedenen Multifunktionalität kann man meiner Meinung nach keinen Blumentopp gewinnen, jedenfalls nicht bei Technik dieser Art. Das Händi ist das beste Beispiel. Wieviel Händies, die nichts weiter als Telefonfunktion haben, gibt es noch auf dem Markt? Sehr wenige. Wieviele Leute brauchen eigentlich nur ein Händi, mit dem man auch nur telefonieren kann. Sehr viele. Komisch, nicht?

  24. 15. Oktober 2009, 13:07 | #24

    dirk :

    @Manuel Medicus
    Das Argument der angestrebten Vermeidung von Ablenkung teile ich nicht. Auch mit einem Buch in der Hand ist man ja ständig den Umwelteinflüssen ausgesetzt und man muss sich halt konzentrieren und in das Buch vertiefen können. Den Netzzugang muss man mit einem Schalter halt kappen können und dann kommen auch keine Emails etc :-)

    Das ist wahrscheinlich von Nutzer zu Nutzer unterschiedlich. Ich kann das nur für mich bestätigen – eigentlich sollte ich zB. gerade für meine Magisterarbeit arbeiten (wofür ich auch viele Texte am Bildschirm lesen muss) – antworte aber stattdessen hier in den Kommentaren ;) Wie du sagst – “Time will tell”…

    dirk :

    @Manuel Medicus
    Mit der bewusst vermiedenen Multifunktionalität kann man meiner Meinung nach keinen Blumentopp gewinnen, jedenfalls nicht bei Technik dieser Art. Das Händi ist das beste Beispiel.

    Multifunktionalität wird mit dem txtr reader ja auch möglich sein: Laut den Informationen, die ich am Stand bekommen hat, haben die Entwickler etwa schon eine kompilierte Version eines auf dem txtr Reader lauffähigen Browsers. Aber für das Release ist man eben bemüht, erstmal die Grundfunktionen bugfrei zu integrieren. Wenn das geschafft ist, hat man dort auch wieder die Kapazitäten, um mit den nächsten Softwareupdates weitere Funktionen nachzuliefern.

    Klar hätten wir die Funktionen am Liebsten alle jetzt gleich (und den Reader am Besten für 20€ an der nächsten Straßenecke), aber das ist terminlich anscheinend einfach nicht drin. Durch Community und Softwareupdates hat der txtr Reader trotzdem ein enormes Potential bei der Multifunktionalität – Linux und Offener Architektur sei Dank ;)

  25. 15. Oktober 2009, 13:09 | #25

    @Manuel Medicus
    Also mit dem Eee PC T91 gibt es bereits ein Tablet Netbook. Und mit dem Archos Internet Tablet gibt es einen weiteren Kandidaten, der auf ein offenes System, in dem Falle Android setzt. Beide Geräte sind bereits verfügbar, das Archos Tablet kostet weniger als der txtr Reader und kann mehr (siehe auch http://www.golem.de/0910/70467-2.html)

    Das Argument, dass man bei einem echten PC durch Browser, Email usw. abgelenkt ist, kann ich so nicht gelten lassen. Es liegt doch an jedem selbst, ob er sich ablenken lässt, das hat mit dem Gerät nichts zu tun. Wie schon gesagt, finde ich das Konzept des txtr readers als offene erweiterbare Plattform genau richtig. Trotzdem finde ich den Preis für ein Gerät, mit dem man “nur lesen” kann zu hoch.

    Die Verwendung von Linux als Basis eröffnet aber weitere Anwendungsfelder, die solche geschlossenen Plattformen wie Kindle oder der Sony Reader nicht bieten. Und das ist genau der große Vorteil des txtr readers. Lesen kann man auch mit den anderen Geräten, vor allem sind diese bereits auf dem Markt und haben sich etabliert.

    Die Frage, die sich mir als Entwickler natürlich stellt, ist, wieweit kann ich mit dem API eigene Anwendungen erstellen. Ich könnte mir vorstellen, dass man den txtr reader z.B. als programmierbares Control Panel verwenden könnte, wenn das das API hergibt. Letztlich ist doch der reader ein monochromer Linux Tablet PC. Wird es z.B. auch eine Art Apps Store geben, ähnlich Apple, auf den man eigene Anwendungen hochladen bzw. erwerben kann ? Ich denke schon, dass die Möglichkeiten einer offenen Plattform stärker hervorgehoben werden sollten. Ansonsten ist der txtr Reader nur ein eBook reader unter vielen.

  26. 15. Oktober 2009, 13:22 | #26

    @Karsten Krumrück
    Uups der Link war wohl falsch. Hier der richtige zum Internet Tablet http://www.golem.de/showhigh2.php?file=/0909/69872.html

  27. 15. Oktober 2009, 13:23 | #27

    Karsten Krumrück :

    @Manuel Medicus
    Trotzdem finde ich den Preis für ein Gerät, mit dem man “nur lesen” kann zu hoch.

    Klar sind die Preise (bei eReadern allgemein) noch viel zu hoch. Ich denke aber nicht, dass man txtr da einen Vorwurf machen kann – die werden gut daran getan haben, den Preis so niedrig wie möglich zu bekommen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Das Gerät ist seine paar Euro mehr aufgrund der guten Verarbeitung und der enthaltenen Hardware aber meines Erachtens auch wert – im MobileRead-Forum ist der Preis im Vorfeld auch eher höher erwartet worden.

    Karsten Krumrück :

    @Manuel Medicus
    Die Frage, die sich mir als Entwickler natürlich stellt, ist, wieweit kann ich mit dem API eigene Anwendungen erstellen. Ich könnte mir vorstellen, dass man den txtr reader z.B. als programmierbares Control Panel verwenden könnte, wenn das das API hergibt. Letztlich ist doch der reader ein monochromer Linux Tablet PC. Wird es z.B. auch eine Art Apps Store geben, ähnlich Apple, auf den man eigene Anwendungen hochladen bzw. erwerben kann ? Ich denke schon, dass die Möglichkeiten einer offenen Plattform stärker hervorgehoben werden sollten. Ansonsten ist der txtr Reader nur ein eBook reader unter vielen.

    Genau auf diese Punkte werde ich in meinem Interview morgen eingehen, denn ich denke, dass txtr den Wert der Community noch unterschätzt bzw. noch zu wenige offizielle Anlaufpunkte bietet.

    Was ich bereits erfahren habe, ist, dass bereits Kontakte zu unabhängigen Entwicklern bestehen. Interessierte Entwickler sollten sich also einfach mal über die Developer Pages bei txtr melden – ich bin mir sicher, dass man dort bereits Auskünfte bekommt.

  28. android-user
    15. Oktober 2009, 17:13 | #28

    Mal im Ernst ihr wollt doch nicht wirklich einen LCD Display, das Apple Tablet und die angesprochenen Netboks haben, mit einem eInk Display vergleichen. Wenn es nach dem ginge könnte man auch auf einem Notebook lesen. Leider strengen iPhone Display als auch Notebook Display (beides LCD) die Augen so stark an, dass es unmöglich ist Romane darauf zu lesen.

    Was den Preis angeht sind LCDs um Welten billiger als eInk Displays. (auch weil es bei eInk nur einen Hersteller gibt) Der txtr ist mit seinen Features (Wlan, BT, Nahfeld Funk etc.) dem Kindle 2 ebenbürtig und im Endeffekt fast gleich teuer. (296€ vs. 311€) Es wäre auch toll wenn manche Leser hier begreifen würden das ein eReader KEIN Netbook und auch kein Mobiltelefon ist. Surfen und anderer Schnick Schnack sind nicht das Augenmerk von eInk Displays. Dazu sind sie zu langsam und eigentlich auch nicht gedacht.

    Außer dem späten Liefertermin ist der txtr ein super Angebot für den deutschen Markt.

  29. Josch_91
    15. Oktober 2009, 17:45 | #29

    Hier ein Post im internationale Teil des Mobileread Forums von einem der txtr Entwickler.

    http://www.mobileread.com/forums/showpost.php?p=626282&postcount=18

    Fast das Ganze Gerät scheint also für Entwickler offen zu stehen. :) Meiner Meinung nach ein ganz großer Pluspunkt.

    Kann man eigentlich auch als Normal-Besucher auf der Messe den txtr anschauen oder gilt dass nur für Fachbesucher?

  30. 15. Oktober 2009, 19:08 | #30

    @Josch_91
    Ah, noonscoomo hat mal wieder etwas von sich hören lassen – und auch noch gute Nachrichten. Ich vermute mal stark der nicht freigegebene Grund ist genau die Technologie, die den Seitenaufbau beim Reader so schnell macht. Wären sie auch blöd, wenn sie die für umme weitergeben würden, nachdem sie so viel Zeit in sie investiert haben.

    Die Offenheit ist für mich auch ein, wenn nicht der überzeugendste Pluspunkt. Ich hoffe nur die potentiellen Entwickler sehen das auch so ;)

  31. dirk
    16. Oktober 2009, 09:57 | #31

    Der heutige Bericht in der Berliner Zeitung weist genau auf das Problem hin, was ich gestern angesprochen habe. Txtr-Chef Maire wird mit den Worten zitiert: “Ich kenne viele, die ein iPhone haben und dann noch ein Handy. Mit dem iPhone telefoniert doch niemand.” – Wie kann man nur so dummes Zeug reden?

  32. android-user
    16. Oktober 2009, 10:19 | #32

    Leider muss ich an dem Punkt zustimmen. Das ist wirklich Blödsinn. :)

  33. Acid Burn
    16. Oktober 2009, 10:54 | #33

    Schon mal mit jemandem telefoniert, der ein iPhone über Bluetooth-Headset nutzt? Die Sprachqualität ist unter aller Sau – zum Telefonieren wurde das Teil nicht gebaut ;-)

  34. topdog
    16. Oktober 2009, 14:33 | #34

    Der txtr Reader ist ein wirklich interessantes Produkt!

    Mich würde aber mal interessieren, ob er eine Volltextsuche bietet. Denn das ist doch gerade einer der Vorteile von eBooks gegenüber gedruckten Büchern, daß man im Buch nach einem bestimmten Begriff suchen kann.

  35. topdog
    16. Oktober 2009, 14:39 | #35

    Mir ist noch eine Frage eingefallen :-)

    Ist die Übertragung kostenloser Texte von txtr.com auf den Reader per EDGE/GSM auch kostenlos oder muß man dafür eines der kostenpflichtigen Abos abschließen?

  36. Josch_91
    16. Oktober 2009, 17:49 | #36

    @topdog
    Ich zitiere mal den obigen Beitrag:
    # Der Zugriff auf den txtr store per Mobilfunk (EDGE) sowie der Download der über ihn gekauften eBooks ist kostenlos.
    # Wer unterwegs über Mobilfunk (EDGE) seine auf txtr.com gesammelten Dokumente mit dem Reader synchronisieren will, der hat dafür die Wahl zwischen zwei Preismodellen: 12,99€ / Monat auf eine Laufzeit von 12 Monaten oder 14,99 € für eine Laufzeit von 3 Monaten. Über WLAN oder USB ist die Synchronisation natürlich kostenlos.

  37. topdog
    18. Oktober 2009, 17:53 | #37

    Ok danke!

    Um nochmal auf meine erste Frage zurück zu kommen: Hat der txtr Reader eine Volltextsuche?

    MfG,
    topdog

  38. 19. Oktober 2009, 11:18 | #38

    @topdog
    Eine Volltextsuche wird meines Wissens nach möglich sein, es ist nur nicht sicher, ob sie schon bei den ersten Geräten integriert sein wird, oder erst per Softwareupdate nachgeliefert wird. Generell ist das aber vom Programmieraufwand eine leicht zu lösende Aufgabe.

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