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	<title>txtrblog.de - Das inoffizielle Blog zum txtr reader und txtr. com - News, Tipps und Downloads &#187; Manuel Medicus</title>
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	<description>Das inoffizielle Blog zum txtr reader und txtr. com - News, Tipps und Downloads</description>
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		<title>Vertriebsvertrag mit Random House: eBooks von Heyne, Goldmann &amp; Co für den txtr Store</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Apr 2010 11:49:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Manuel Medicus</dc:creator>
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Wie txtr am Mittwoch bekannt gab, wurde mit der Verlagsgruppe Random House einen Vertriebsvertrag abgeschlossen. Für den Kunden heißt das, dass in Kürze eBooks des mehr als 40 Verlage zählenden Schwergewichts im txtr Store erhältlich sein dürften. Eingeschlossen in den Deal sind damit unter anderem die Verlage Heyne, Goldmann,  C.  Bertelsmann, DVA und [...]]]></description>
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<dl id="attachment_1193" class="wp-caption  alignleft" style="width: 190px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.txtrblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/04/RandomHouseBertelsmann-Logo.png" rel="lightbox[1191]"><img class="size-full wp-image-1193" title="Random House Bertelsmann " src="http://www.txtrblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/04/RandomHouseBertelsmann-Logo.png" alt="Random House Bertelsmann " width="180" height="101" /></a></dt>
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</div>
<p>Wie txtr am Mittwoch bekannt gab, wurde mit der <a href="http://www.randomhouse.de" target="_blank">Verlagsgruppe Random House</a> einen Vertriebsvertrag abgeschlossen. Für den Kunden heißt das, dass in Kürze eBooks des mehr als <a href="http://www.randomhouse.de/randomhouse/index.jsp" target="_blank">40 Verlage </a>zählenden Schwergewichts im txtr Store erhältlich sein dürften. Eingeschlossen in den Deal sind damit unter anderem die Verlage <a href="http://www.randomhouse.de/heyne/topics.jsp?men=506&amp;top=FANTASY" target="_blank">Heyne</a>, <a href="http://www.randomhouse.de/goldmann/" target="_blank">Goldmann</a>,  <a href="http://www.randomhouse.de/cbertelsmann/" target="_blank">C.  Bertelsmann</a>, <a href="http://www.randomhouse.de/dva/" target="_blank">DVA </a>und <a href="http://www.randomhouse.de/knaus/" target="_blank">Knaus</a>.</p>
<p><strong>Bestseller, Longseller und Klassiker</strong></p>
<p>Das &#8220;umfangreichste deutschsprachige  EPUB-Angebot&#8221; im txtr Store erhält mit dem Vertragsabschluss attraktiven Zuwachs. Ein Blick auf das <a href="http://www.randomhouse.de/topic.jsp?men=1401&amp;topic=RHEBOOKS" target="_blank">eBook-Repetoire von Random House</a> zeigt, dass die Leser vor allem aktuelle Titel erwarten können, darunter auch zahlreiche Bestseller wie etwa die erfolgreichen Krimis von Stieg Larsson. Bisher sind 2400 Titel aus dem umfangreichen Katalog von Random House digital erhältlich. Da neben den Neuerscheinungen auch die Backlist digitalisiert werden soll, dürfte das Angebot beständig um Longseller und Klassiker ergänzt werden.</p>
<p>Der direkte Vertriebsvertrag mit der Verlagsgruppe Random House ist ein weiterer Schritt von txtr, eine Stellung als das führende deutschsprachige eBook-Angebot aufzubauen.  Dies betonte auch Ulrik Deichsel, New Business Developer bei txtr, anlässlich des Vertragsabschlusses und stellte die Bedeutung derartiger Partnerschaften für txtr heraus:  <em>„[...] nur wer in Zukunft die  besten  Inhalte  für  möglichst  viele  unterschiedliche  Endgeräte  anbietet,  hat  in  diesem  Geschäft ausgezeichnete Chancen.“</em></p>
<p>Die Einigung mit Random House ergänzt die bereits bestehenden Kooperationen, etwa mit den <a href="http://www.txtrblog.de/2009/10/txtr-kooperiert-mit-verlagen-der-holtzbrinck-gruppe/" target="_blank">Verlagen der Holtzbrinck-Gruppe</a>, dem <a href="http://blog.txtr.com/?p=414" target="_blank">Berlin Verlag</a> und den Content-Partnern <a href="http://www.ciando.com/" target="_blank">Ciando</a>, <a href="http://www.libreka.de/" target="_blank">Libreka</a>, <a href="http://www.libri.de/" target="_blank">Libri Digital</a> und <a href="http://www.ingramdigital.com/" target="_blank">Ingram Digital</a>. Noch nicht offiziell angekündigt wurde der von <a href="http://www.txtrblog.de/2010/03/zeitungen-mobilfunk-deals-und-overdrive-interview-mit-ulrik-deichsel-head-of-business-development-bei-txtr/" target="_blank">Ulrik Deichsel im Interview bereits angedeutete </a>Vertragsabschluss mit dem großen amerikanischen Aggregator Overdrive, der für eine erhebliche Erweiterung des englischsprachigen Angebots sorgen soll.</p>
<p><strong>Baustelle txtr Store </strong></p>
<p>Entgegen der Ankündigungen über neue Vertragsabschlüsse im Content-Bereich viel der Zuwachs an neuen eBooks im <a href="http://txtr.com/#store" target="_blank">txtr Store </a>zuletzt verhalten aus &#8211; zumindest wenn man die Entwicklung der dort angegebenen Zahlen verfolgt. Auch sonst zeigt der eBook-Shop weiterhin Kinderkrankheiten: Die Kategorisierung ist derzeit etwa noch nicht fehlerfrei und führt zum Teil  englischsprachige Titel auch in den eigentlich deutschsprachigen Kategorien auf. Die Kategorien selbst verfügen zudem über keine Permalinks.</p>
<p>Ebenso fallen immer wieder unvollständig eingepflegte Titel mit fehlenden oder ungenügenden Angaben auf (siehe etwa in der Kategorie &#8220;Geisteswissenschaften&#8221;; <a href="http://txtr.com/#text/bb1wz9" target="_blank">Beispiel</a>). Auf der <a href="http://txtr.com/#store" target="_blank">Frontseite des Stores </a>werden Titel und Inhaltsangaben unschön abgeschnitten. Auch versprochene Features wie etwa eine Wunschlistenfunktion oder Gutscheine lassen weiter auf sich warten. Man wird sehen, ob derartige Schwächen bis zum Release des laut der aktuellen Pressemitteilung &#8220;bald erscheinenden&#8221; txtr Readers ausgemerzt sein werden.</p>
<p><strong>Eine Ankündigung von vielen</strong></p>
<p>Der eBook Reader ist nicht die einzige Ankündigung, auf die txtr noch Taten folgen lassen will:  So wird im Moment <a href="http://www.facebook.com/pages/txtr/44720663212?v=wall&amp;story_fbid=114309921925547&amp;ref=mf" target="_blank">an einer einer neuen Version der txtr-iPhone-App gearbeitet</a>, die wohl die angekündigte iPad-Unterstützung mit sich bringen wird.  Zur ebenfalls angekündigten Android-App waren<a href="http://www.txtrblog.de/2010/02/techcrunch-mobile-2010-prasentation-von-txtr-ceo-christophe-maire/" target="_blank"> im Rahmen des Mobile World Congress bereits  erste Screenshots zu sehen</a>.  Und dann waren da noch Details zum <a href="http://www.txtrblog.de/2010/02/txtr-kundigt-eigenen-app-store-an/" target="_blank">txtr App Store</a>, die Unterstützung für Developer und zuletzt <a href="http://txtr.hu/" target="_blank">txtr.hu</a>. Angesichts dieser Anzahl von Baustellen wird in den Berliner txtr-Büros in jedem Fall keine Langeweile aufkommen.</p>
<h3  class="related_post_title">Mehr zum Thema:</h3><ul class="related_post"><li><a href="http://www.txtrblog.de/2010/04/social-drm-google-books-und-vaporware-interview-mit-birte-huizing-von-txtr/" title="Social DRM, Google Books und Vaporware: <br /> Interview mit Birte Huizing von txtr">Social DRM, Google Books und Vaporware: <br /> Interview mit Birte Huizing von txtr</a></li><li><a href="http://www.txtrblog.de/2010/04/drm-zukunftige-verlage-und-soziale-netzwerke-interview-mit-joscha-bach-von-txtr/" title="DRM, zukünftige Verlage und Soziale Netzwerke: <br /> Interview mit Joscha Bach von txtr">DRM, zukünftige Verlage und Soziale Netzwerke: <br /> Interview mit Joscha Bach von txtr</a></li><li><a href="http://www.txtrblog.de/2010/01/txtr-und-das-ipad/" title="txtr und das iPad">txtr und das iPad</a></li></ul>]]></content:encoded>
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		<title>Social DRM, Google Books und Vaporware:  Interview mit Birte Huizing von txtr</title>
		<link>http://www.txtrblog.de/2010/04/social-drm-google-books-und-vaporware-interview-mit-birte-huizing-von-txtr/</link>
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		<pubDate>Mon, 12 Apr 2010 09:15:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Manuel Medicus</dc:creator>
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Birte Huizing ist bei txtr in den Bereichen Social Media und Produktmanagement tätig. Nebenher arbeitet sie an ihrer Dissertation zum Thema „Buchmarkt 2.0“ an der Universität Hildesheim. Vor txtr hat sie beim Ullstein Verlag ein Volontariat abgeschlossen.
Birte war es, die mich im Februar nach Berlin  eingeladen hatte und mir die Interviewpartner organisierte, wofür ich [...]]]></description>
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<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.txtrblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/04/birte-huizing.jpg" rel="lightbox[1176]"><img class="size-full wp-image-1178   " title="Birte Huizing von txtr" src="http://www.txtrblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/04/birte-huizing.jpg" alt="Birte Huizingvon txtr" width="100" height="137" /></a></dt>
</dl>
</div>
<p><strong>Birte Huizing </strong>ist bei <a href="http://txtr.com/" target="_blank">txtr </a>in den Bereichen Social Media und Produktmanagement tätig. Nebenher arbeitet sie an ihrer Dissertation zum Thema „Buchmarkt 2.0“ an der Universität Hildesheim. Vor txtr hat sie beim Ullstein Verlag ein Volontariat abgeschlossen.</p>
<p>Birte war es, die mich im Februar nach Berlin  eingeladen hatte und mir die Interviewpartner organisierte, wofür ich mich an dieser Stelle noch einmal herzlich bedanken möchte. Am Ende stand auch sie mir noch für einige Fragen zur Verfügung:</p>
<p><strong>Den Hauptteil der Inhalte im txtr Store bezieht ihr über die großen Aggregatoren. Daneben schließt ihr mit ausgewählten Verlagen einzelne Deals ab. Du arbeitest bei txtr neben Social Media auch in diesem Bereich – kannst du uns einen kleinen Einblick geben?</strong></p>
<p><strong>Birte Huizing: </strong>Ich kümmere mich derzeit um die Independent Verlage. Das heißt, ich rede zum Beispiel mit <a href="http://www.keinundaber.ch/" target="_blank">Kein &amp; Aber</a>, <a href="http://www.voland-quist.de" target="_blank">Voland &amp; Quist</a> oder <a href="http://www.mairisch.de/" target="_blank">Mairisch</a>. Generell kriegen wir momentan sehr viele Anfragen von Verlagen, die bei uns vertreten sein wollen. Die Ausgangslage ist dabei ganz unterschiedlich –  einige haben bereits EPUBs, andere noch nicht.</p>
<p>Uns ist es wichtig, auch Titel ins Angebot zu bekommen, die literarisch interessant sind, aber vielleicht nicht gleich bei <a href="http://www.randomhouse.de/" target="_blank">Random House</a> erscheinen. In einer gut sortierten Buchhandlung findet man die und deshalb sollte man sie auch in einem gut sortierten eBook Store finden.</p>
<p>Die Aufgabe mit den Verlagen hat sich bei mir angeboten, weil ich ja direkt von einem Verlag gekommen bin. Außerdem habe ich auch privat einen größeren Verlagsbackground – mein Vater ist Schriftsteller, meine Mutter hat eine Buchhandlung. Die Verlagswelt ist mir also sehr vertraut.</p>
<p><span id="more-1176"></span></p>
<p><strong>Bei Libreka gibt es einige Titel mittlerweile ohne DRM – teilweise auch welche, die es ebenfalls im txtr Store gibt. Auf der Frankfurter Buchmesse hatte Ronnie auch O‘Reilly Titel ohne DRM in Aussicht gestellt. Wie steht es mit DRM-freien Titeln im txtr Store?</strong></p>
<p><strong>Birte Huizing:</strong> Generell finden wir <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Digitale_Rechteverwaltung" target="_blank">DRM </a>nicht gut – ich denke, das kann man einfach so sagen. Es liegt aber nicht in unserer Hand, darüber zu entscheiden, sondern das ist Sache der Verlage. Wenn es nach uns gehen würde, dann würden wir alle Titel ohne DRM anbieten, weil es einfacher in der Nutzung ist. Wir haben so häufig Probleme aufgrund des Kopierschutzes, weil Kunden die Inhalte nicht lesen können, dass es ohne DRM für uns wirklich entlastender wäre.</p>
<p>Von daher – wir würden das sofort machen, und ich versuche jetzt auch bei den Verhandlungen mit den Independent-Verlagen, das durchzukriegen. Dort ist man in der Regel ein wenig offener, was diese Thematik betrifft. Aber es gibt in den Verlagen einfach immer noch die Angst vor Raubkopien und darum lieben sie ihr DRM und verteidigen es.</p>
<p><strong>Barnes &amp; Noble hat für sein eBook-Angebot den DRM-Standard von Adobe um eine Verleih-Funktion erweitert. Wäre ein ähnliches Social DRM nicht auch für euch interessant?</strong></p>
<p><strong>Birte Huizing: </strong>Klar, ist das ein verlockendes Feature. Ich persönlich fände so etwas super, weil man das von Büchern so ja bereits kennt. Das heißt, das ist eine Kulturtechnik, die wir kennen und die man auch in ein anderes Format übersetzen kann. Aber es ist natürlich auch immer eine Frage von Ressourcen und dem, was gerade am wichtigsten ist – und ich glaube momentan ist am wichtigsten, dass erst einmal die Geräte ausgeliefert werden. Sobald das geschafft ist, werden wir die letzten sein, die sich auf ihren Lorbeeren ausruhen, sondern werden den Reader und die Plattform weiterentwickeln.</p>
<p><strong>Als eine Zielgruppe werden von euch immer wieder die „Serious Readers“ genannt. Wird es dahingehend besondere Contentangebote geben, etwa ein Blog mit Rezensionen oder eine aktive Unterstützung für Lesezirkel?</strong></p>
<p><strong>Birte Huizing: </strong>Das ist etwas, das ich momentan sehr stark forciere: Wir wollen auch mehr als Buchhändler auftreten. Ein erster Schritt sind jetzt bereits die drei Kategorien im <a href="http://txtr.com/#store" target="_blank">Store </a>– neu, populär und empfohlen. Wir haben auch geplant, künftig ein ausgewähltes Buch zu featuren. Insgesamt wollen wir näher mit den Verlagen zusammenzuarbeiten. Von Leseproben, über ein Blog bis hin zu Lesezirkeln ist da natürlich vieles möglich – welche Features es am Ende sein werden, ist noch offen.</p>
<p>Uns sind Schritte in diese Richtung aber in jedem Fall wichtig, denn hinter all dem steht immer die Überlegung: „Hey, wir wollen nicht nur verkaufen, sondern uns interessiert wirklich, dass das nicht das Ende des Buches und das Ende der Lesekultur ist, sondern dass das weitergeht“.</p>
<p><strong>Amazons Kindle Store zeigt, wie populär besonders auch kostenlose digitale Inhalte sind. Mit Gutenberg, Munseys und Manualsmania habt ihr ja bereits große Inhaltsquellen. Sind weitere Inhaltsquellen in Planung? Wie sieht es etwa mit Google Books aus?</strong></p>
<p><strong>Birte Huizing:</strong> Wie gesagt – einige haben wir ja bereits. Grundsätzlich ist das immer unsere Politik, dass wir solche Inhaltsquellen über Schnittstellen integrieren wollen, wenn möglich. <a href="http://books.google.de/" target="_blank">Google Books</a> ist da natürlich ein Angebot, das wir uns angeschaut haben, und es gibt bereits erste Überlegungen, wie eine Einbindung angegangen werden könnte.</p>
<p><strong>Noch eine Frage zu den kostenlosen Inhalten auf txtr.com – diesmal zu den Nutzer-Uploads: Eine offene Plattform für digitale Inhalte birgt ja immer auch die Gefahr der Urheberrechtsverletzung (siehe YouTube). Habt ihr besondere Maßnahmen, damit das auf txtr.com nicht passiert? Gab es schon Probleme?</strong></p>
<p><strong>Birte Huizing:</strong> Nein, bisher hat es noch keine Probleme gegeben. Wir bieten natürlich die Möglichkeit, Inhalte zu melden. Grundsätzlich vertrauen wir dahingehend also auf die Community und bieten die Möglichkeit, mit uns über verschiedene Kanäle zu kommunizieren und greifen dann ein. Wenn es jetzt massiv werden sollte, dann müssten wir uns natürlich noch einmal genauere Schritte überlegen.</p>
<p><strong>Für die mangelhafte Kommunikation bei der WLAN-Entscheidung und die undurchsichtige Release-Verzögerung habt ihr euch eine Menge Kritik und Enttäuschung eingehandelt. Habt ihr aus dem holprigen Start besondere Konsequenzen gezogen, was die Kommunikationspolitik betrifft?</strong></p>
<p><strong>Birte Huizing:</strong> Es kam natürlich sehr spät, dass auf Kommunikation größere Aufmerksamkeit gelegt wurde. Ich verstehe auch, dass die Leute deswegen teilweise sehr kritisch reagiert haben. Aber ich denke schon, dass mittlerweile zu beobachten ist, dass wir versuchen, offener zu kommunizieren – zum Beispiel daran, dass ich<a href="http://blog.txtr.com/?p=384" target="_blank"> genau gesagt habe, wo unsere Probleme liegen und das Video hochgeladen habe</a>. Das wurde zwar von vielen als Geschichte belächelt, hat aber einfach gestimmt.</p>
<p>Natürlich sind die Kunden enttäuscht, wenn sie fragen „Wann kommt das Gerät?“ und wir vertrösten von einem Termin auf den nächsten. Deswegen ist unsere Politik bezüglich des Releasetermins jetzt auch die, keine konkreten Angaben mehr zu machen, um genau das zu vermeiden. Auch wenn es dann immer wieder heißt, wir wären „<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Vaporware" target="_blank">Vaporware</a>“ – das sind wir aber definitiv nicht.</p>
<p>Generell kann ich immer nur wieder sagen, dass man jetzt mit uns sprechen kann und das auch nutzen sollte. Ich weiß, das ist neu und viele müssen sich noch daran gewöhnen, aber ich bin offen für alles Mögliche, ich höre mir gerne alle Vorschläge an und leite das auch in die entsprechenden Kanäle weiter.</p>
<p><strong>Das Angebot an Readern wächst beständig. Bleibt der txtr Reader trotzdem noch attraktiv?</strong></p>
<p><strong>Birte Huizing:</strong> Wir glauben nach wie vor, dass unser Angebot interessant sein wird und nicht einfach mit einem anderen Reader substituiert werden kann. Schließlich bieten wir ja eine der wenigen Lösungen, die nicht nur einen eBook Reader hat, sondern auch eine direkte Anbindung zu einem eBook Store und einer Dokumentenplattform.</p>
<p><strong>Zum Ende noch eine etwas allgemeinere Frage: Welche Auswirkungen wird die Digitalisierung auf die Literatur insgesamt haben? Wird bestimmte Literatur mehr Aufmerksamkeit bekommen? Werden neue Genres entstehen?</strong></p>
<p><strong>Birte Huizing:</strong> Ich denke, da sind verschiedene Entwicklungen im Gange. Bisher sind die Verlage sehr fixiert auf Neuerscheinungen und ich glaube, dass durch die Digitalisierung <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Backlist" target="_blank">Backlists </a>wieder interessanter werden. Man hat dadurch die Möglichkeit, wirklich tollen Büchern noch einmal die Aufmerksamkeit zu geben, die sie auch verdienen. Wir haben einfach durch die Flut an Neuerscheinungen eine so schnelle Rate, dass Bücher, die gerade auf dem Markt sind, mehr oder weniger nach drei oder vier Monaten schon veraltet sind – und das kann einfach nicht sein. Im digitalen Bereich sehe ich da ein großes Potential.</p>
<p>Ob sich bei den Genres selbst etwas verändern wird? Das ist schwieriger zu beurteilen. Ansätze etwa zur Hyperliteratur gab es ja schon, aber aus verschiedenen Gründen hat das bisher nicht wirklich funktioniert – etwa weil die Technik noch nicht so weit war oder weil die Autoren gleichzeitig Entwickler sein mussten. Heute ist das schon sehr viel einfacher.</p>
<p>Was es wahrscheinlich auch vermehrt geben wird, sind Gemeinschaftsprojekte. Wenn man sich etwa <a href="http://wave.google.com/" target="_blank">Google Wave </a>ansieht, dann ist klar, dass die technischen Grundlagen und Infrastrukturen mittlerweile soweit fortgeschritten sind, dass es wirklich einfacher geworden ist für Autoren, gemeinsam an einem Buch zu schreiben. Ich denke, da wird sich einiges tun in den nächsten Jahren.</p>
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<p class="MsoNormal"><strong><span>Birte Huizing</span> </strong>ist bei txtr in den Bereichen Social Media und Produktmanagement tätig. Nebenher arbeitet sie an ihrer Dissertation zum Thema „Buchmarkt 2.0“ an der Universität Hildesheim. Vor txtr hat sie beim Ullstein Verlag ein Volontariat abgeschlossen.</p>
<p class="MsoNormal">Birte war es, die mich im Februar nach Berlin<span> </span>eingeladen hatte und mir die Interviewpartner organisierte, wofür ich mich an dieser Stelle noch einmal herzlich bedanken möchte. Am Ende stand auch sie mir noch für einige Fragen zur Verfügung:</p>
</div>
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		<title>DRM, zukünftige Verlage und Soziale Netzwerke:  Interview mit Joscha Bach von txtr</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Apr 2010 12:38:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Manuel Medicus</dc:creator>
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Joscha Bach ist Mitgründer von txtr und derzeit vor allem für die Bereiche Content und Produktmanagement im Endkundenbereich verantwortlich. Vor txtr hat er Informatik und Philosophie studiert und am Institut für Kognitionswissenschaft der Universität Osnabrück promoviert. Im Anschluss daran gründete er zusammen mit Ronnie Vuine die Firma Bookpac und entwickelte Grundlagen für eine [...]]]></description>
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<dt class="wp-caption-dt"><strong><strong><a href="http://www.txtrblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/04/joscha_bach.jpg" rel="lightbox[1156]"><img class="size-full wp-image-1159" title="Joscha Bach (txtr)" src="http://www.txtrblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/04/joscha_bach.jpg" alt="Joscha Bach (txtr)" width="173" height="236" /></a></strong> </strong></dt>
</dl>
</div>
<p><strong>Joscha Bach </strong>ist Mitgründer von txtr und derzeit vor allem für die Bereiche Content und Produktmanagement im Endkundenbereich verantwortlich. Vor txtr hat er Informatik und Philosophie studiert und am Institut für Kognitionswissenschaft der Universität Osnabrück promoviert. Im Anschluss daran gründete er <a href="http://www.txtrblog.de/2009/10/interview-mit-ronnie-vuine-von-txtr-teil-1/" target="_blank">zusammen mit Ronnie Vuine die Firma Bookpac</a> und entwickelte Grundlagen für eine Dokumentenplattform, die sich heute unter der Oberfläche von <a href="http://txtr.com/" target="_blank">txtr.com</a> wiederfinden.</p>
<p>Bei meinem <a href="http://www.txtrblog.de/2010/02/ankundigungen-in-barcelona-eindrucke-aus-berlin/" target="_blank">Berlinbesuch im Februar </a>stand mir <a href="http://de.linkedin.com/pub/joscha-bach/7/677/634" target="_blank">Joscha Bach</a> freundlicherweise für einige Fragen zur Verfügung. Mit prüfungsbedingter Verspätung gibt es hier nun das Interview. Themen sind unter anderem die Problematik von DRM für eBook-Händler, zukünftige Verlage und die Social-Network-Ambitionen von txtr.com:</p>
<p><strong>Wie sieht es mit einer Desktop-App von txtr aus? Wird es ein Konkurrenzangebot zum nicht immer geliebten Adobe Digital Editions geben?</strong></p>
<p><strong>Joscha Bach: </strong>Ich glaube nicht. Das liegt daran, dass <a href="http://www.adobe.com/products/digitaleditions/" target="_blank">Digital Editions</a> ja nicht die einzige Lösung ist um EPUBs zu lesen und wir nicht denken, dass es sich lohnen würde, hier ein weiteres Konkurrenzangebot zu machen. Digital Editions mag zwar unbeliebt sein, aber es tut seinen Zweck. Im Augenblick ist es vor allem die Antwort auf das Bedürfnis Inhalte mit <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Adobe_Digital_Editions#Digital_rights_management" target="_blank">Adobe DRM</a> darzustellen.</p>
<p><strong>Adobe-DRM wird auch in euren EPUBs angewendet. Ist das eine zufriedenstellende Lösung?</strong></p>
<p><strong>Joscha Bach: </strong>Ich persönlich bin eher skeptisch, was die ökonomische Fähigkeit von Adobe DRM angeht. Sicherlich ist es eine Lösung, die gemessen an dem was technisch machbar ist, sehr weit vorne ist. Aber DRM an sich ist ein Problem. Dazu gehört vor allem, dass das Dokument an bestimmte Geräte gebunden wird. Diese Dokumente leben nun aber wahrscheinlich länger für den Kunden, als es dieses Gerät tut.</p>
<p>Für uns manifestiert sich das als ein Supportproblem. Das heißt, für so und so viele Dokumente mit Adobe DRM die wir verkaufen, haben wir so und so viele Kunden, die bei uns anrufen, weil sie Probleme damit haben, die durch das DRM bedingt sind. So ist etwa eine häufige Frage: „Ich habe hier dieses Dokument gekauft. Wie bringe ich es jetzt dazu, dass es auf meinem Gerät funktioniert?“.  Und dann geht es los: Wo gibt man die <a href="http://kb2.adobe.com/cps/167/tn_16721_ger_DE.html" target="_blank">Adobe ID</a> ein? Was ist eine Adobe ID? Wie ordnet man Dokumente der Adobe ID zu? Was wird da genau übertragen? Und so weiter. Es passieren also eine Reihe ziemlich hässlicher Sachen, bei denen man den Käufern erst einmal erklären muss, wie alles funktioniert.</p>
<p>Als Kunde bedenkt man nicht immer, dass dieses Erklären natürlich Geld kostet, weil wir jemanden bezahlen müssen, der das erledigt. Wenn man dann ökonomisch prüft, stellt man fest, dass man hier schnell mehr Geld ausgeben kann, als man mit dem Verkauf der Dokumente verdienen kann. Deshalb glaube ich nicht, dass die derzeitigen DRM-Technologien, die noch so supportbedürftig sind, auf Dauer für ein Unternehmen funktionieren. Da muss sich dringend etwas ändern.<br />
<br />
<span id="more-1156"></span></p>
<p><strong>Aus Kundensicht ist das ganze natürlich genauso problematisch – ich denke keiner ist besonders scharf darauf, extra beim Support anrufen zu müssen, nur um seine gekauften Inhalte lesen zu können. Sitzen also Kunden und Händler im gleichen Boot?</strong></p>
<p><strong>Joscha Bach:</strong> Das ist das andere Problem: DRM führt im Augenblick dazu, dass Kunden in die Tauschbörsen getrieben werden, was ja genau das Gegenteil von dem ist, was man eigentlich will. Ein DRM-geschütztes Dokument erlaubt es nicht, dass ich es so abspeichere, wie ich will &#8211; etwa damit ich es auch auf meinen späteren Geräten öffnen kann. Ich kann es nicht meiner Freundin geben. Ich kann nichts herauskopieren, um es etwa in einer wissenschaftlichen Arbeit zu verwenden. Ich kann nichts ausdrucken… Das sind aber alles Sachen, bei denen die Leute den Eindruck haben, dass sie legitimerweise möglich sein sollten, weil sie ein Papierbuch auch erlaubt. Das DRM bewirkt also gewissermaßen eine Verkrüppelung der Inhalte.</p>
<p>Wenn nun die Käufer Angst haben müssen, dass sie einen erworbenen Inhalt nicht mehr auf dem nächsten Gerät werden lesen können oder dass die zentrale DRM-Verwaltung irgendwann nicht mehr funktioniert, dann haben sie einen Grund, das Dokument vom DRM zu befreien – und für wirklich jeden Kopierschutz gibt es entsprechende Programme. Das macht aber Mühe und diese Mühe versuchen die Leute anschließend weiterzugeben, etwa indem sie die Dokumente, die sie mühsam geknackt haben, in Tauschbörsen hochladen, wo sie dann umgekehrt von der Mühe anderer profitieren können.</p>
<p>Das ist natürlich einerseits mangelndes Unrechtsbewusstsein, aber andererseits in gewisser Weise auch ein altruistischer Impuls, der hier dahintersteht. Häufig sind das Leute, die sehr wohl bereit wären, für die Inhalte Geld zu bezahlen. Aber wenn man derzeit das Dokument kauft, erhält man das schlechtere Dokument – nämlich das mit dem umständlichen DRM. Insofern ist es also nicht nur aus Sicht der Händler, sondern auch aus Kundensicht eine schlechte Sache.</p>
<p><strong>Ist DRM bei eBooks also grundsätzlich unangebracht?</strong></p>
<p><strong>Joscha Bach:</strong> Nein, es kann auch sein, dass dieser Adobe DRM-Schutz zu einem tragfähigen Modell führen wird. Wir wissen das derzeit jedoch noch nicht, weil der Markt wirklich noch sehr jung ist. Im Augenblick zumindest erhalte ich das Feedback von den Kunden und kann sehen, dass in dieser relativ frühen Anfangszeit noch Probleme mit der Technologie bestehen.</p>
<p>Was ich persönlich als Kunde wünschenswert finde und was sich ökonomisch als sinnvollste Variante durchsetzt, kann aber durchaus verschieden sein. Es gibt gewiss bestimmte Bereiche – sagen wir zum Beispiel Harry Potter oder ähnliches –, wo das Interesse eine Raubkopie zu machen, nicht nur da ist, weil der Inhalt teuer ist, sondern auch einfach weil die Durchdringung so groß ist, dass jeder jemanden kennt, der ein Original des Dokuments hat, und Raubkopien deswegen sehr schnell gemacht werden. Dann ist es ökonomisch gesehen wesentlich sinnvoller DRM zu haben. Welches Modell sich letztendlich durchsetzt, ist offen &#8211; das muss der Markt entscheiden.</p>
<p><strong>Warum beharren die meisten Verlage auf DRM?</strong></p>
<p><strong>Joscha Bach:</strong> Bei den Verlagen ist im Augenblick das Problem, dass sie sich einfach fürchten. Das ist auch verständlich, denn sie stehen unter dem Druck von Wirtschaftskrise und Medienwandel. Es ist eine Zeit von großen Umbrüchen und sie haben Angst, dass der neue Markt die etablierten Geschäftsmodelle zerstört.</p>
<p><strong>Inwiefern werden die etablierten Geschäftsmodelle durch eBooks bedroht?</strong></p>
<p><strong>Joscha Bach: </strong>Die etablierten Geschäftsmodelle gehen davon aus, dass man bestimmte Stückzahlen von Büchern zu möglichst hohen Preisen verkauft, um hohe Gewinnmargen zu erzielen. Wenn man nun den Preis der Bücher senkt, kann man zwar mehr verkaufen – aber nicht wesentlich mehr. Das liegt daran, dass der Zeitaufwand für den Konsum von Büchern höher ist als etwa bei Musik. Man kann einfach nicht so viele Bücher gleichzeitig lesen und man wird auch nur eine bestimmte Anzahl im Jahr lesen. Der Gedanke ist also der, dass die Kunden auf den Buchkauf verzichten, nicht weil der Preis zu hoch ist, sondern weil sie schon genug zu lesen haben.</p>
<p>Das führt zu einer ganzen Reihe von Strategien – zum Beispiel, dass man die Aufmerksamkeit gerne auf Bestseller richten will, weil sich da Aufwand und Werbekosten auf wenige Titel bündeln lassen. Aus diesem Grund ist es auch gut, nicht zu viele <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Backlist" target="_blank">Backlisttitel</a> im Regal zu haben, weil sie nur die Aufmerksamkeit von den Bestsellern ablenken und sich nicht so teuer und gewinnbringend verkaufen lassen.</p>
<p>Das ist natürlich eine ganz andere Strategie als im Internet, wo der Webspace im Vergleich zum Ladenraum so gut wie nichts kostet. Dort lassen sich die ganzen Inhalte, die früher gut gelaufen sind oder nur für kleinere Zielgruppen relevant sind, genauso präsentieren wie im Kaufhaus die Bestseller. Im Internet kann ich gewissermaßen das Regal genau auf den zuschneiden, der es sich ansieht, und so meine Inhalte in einem ganz anderen Auflösungsgrad präsentieren, als das in konventionellen Buchhandlungen möglich wäre.</p>
<p><strong>Aktuell wird auch die Diskussion über den angemessenen Preis von eBooks im Vergleich zu Papierbüchern geführt. Was ist der faire Preis für ein eBook?</strong></p>
<p><strong>Joscha Bach: </strong>Das muss sich erst noch herauskristallisieren. Ich vermute dass die Frage, was dieser faire Preis ist – also dieser Gleichgewichtspreis, bei dem die Verlage nicht weniger verdienen, als sie es heute mit Papierbüchern tun –, davon abhängt, wie stark die eBooks tatsächlich die Papierbücher kannibalisieren. Also: Wieviel nimmt ein verkauftes eBook vom Papierbuchmarkt weg? Im Augenblick ist das nicht viel – nicht zuletzt weil der eBook-Markt noch sehr klein ist. Deswegen werden in dieser Anfangszeit, in der der Markt aufgebaut wird, Kopierschutz und hoher Preis noch keine große Rolle spielen.</p>
<p>Langfristig kann ich mir aber gut vorstellen, dass ein ähnliches Modell entsteht, wie das, das es derzeit bei Apples App Store gibt, denn die Kosten, um ein Buch zu schreiben, sind durchaus mit den Kosten vergleichbar, um eine App zu entwickeln. Es könnte also sein, dass sich ein entsprechender Markt entwickelt, in dem nicht der Verleger das zentrale Element ist, sondern der Entwickler – also der Autor – und dazwischen nicht mehr der Handel steht, sondern der Aggregator.</p>
<p><strong>Welche Rolle spielen die Verlage in diesem „App-Store“-Modell?</strong></p>
<p><strong>Joscha Bach: </strong>Natürlich sind Verlage weiterhin wichtig, um eine Qualitätsauswahl zu treffen. Aber dabei ist die Rolle des Verlags nicht mehr die des Logistikers, der gedrucktes Papier herstellt und ausliefert, sondern es ist die Rolle von einer Marke bzw. von einem Label, das für eine bestimmte Art von Produkt steht. Die bestehenden Verlagsmodelle werden sich ändern. Genauso wie es Plattenlabel gibt, die ausschließlich aus Künstlern bestehen, wird es auch Verlage geben, die ausschließlich aus Autoren bestehen.</p>
<p><strong>In den USA gibt es dahingehend ja bereits <a href="http://www.e-book-news.de/direkt-publishing-mit-kindle-sony-reader-us-autoren-lassen-verlage-links-liegen/" target="_blank">erste Schritte</a>, etwa die Autoren des <a href="http://www.bookviewcafe.com/" target="_blank">Book View Cafe</a>. </strong></p>
<p><strong>Joscha Bach: </strong>Ja, zum Beispiel. Es ist natürlich immer ein Problem, wenn man ein Absatzgebiet hat, das von Künstlern und Kreativen dominiert wird, weil diese natürlich ein ganz anderes Geschäftsmodell haben als ein Händler. Der Händler sieht ein Publikum, das sich bestimmte Inhalte wünscht und auf der anderen Seite sieht er die Autoren, die bestimmte Inhalte anbieten. Dann fragt er sich, was von diesen Angeboten passt  zur Nachfrage und wie bringe ich das zusammen. Der Künstler dagegen sagt: „Ich habe genau dieses Angebot an die Welt und ich möchte, dass das alle haben wollen“ -  was natürlich viel problematischer ist. Als Künstler geht man also ein ganz anderes Risiko ein, wenn man alles auf diese Karte setzt. Das ist wichtig für die Kultur, aber kommerziell ganz ungünstig.</p>
<p><strong>Zum Ende hin noch einmal zurück zu txtr: Euer Konkurrent <a href="http://www.thecopia.com/" target="_blank">Copia</a> plant eine enge Verknüpfung von eBook Reader und Social Network. Eure Onlineplattform bietet ja ebenfalls einige Community-Features. Wird sich auch txtr zu einer Art Social Network für digitales Lesen entwickeln? </strong></p>
<p><strong>Joscha Bach: </strong>Ich sehe das kritisch, wenn man versucht, die Funktionalität von existierenden Sozialen Netzen zu duplizieren. Wesentlich sinnvoller finde ich es, dass man die bestehenden Sozialen Netze nutzt und in ihnen Widgets einführt, um die eigene Plattform einzubinden. Damit kann ich genau die Funktionalität hinzuzufügen, die in anderen Netzen noch fehlt. In der Regel sind die Leute ja schon in den Netzwerken und meist nicht daran interessiert, noch weiteren beizutreten. Für mich ist die Strategie also eher, nicht das <a href="http://www.facebook.com/" target="_blank">Facebook </a>für Bücher zu werden, sondern txtr an Facebook anzudocken – und genauso nicht das <a href="https://www.xing.com/" target="_blank">Xing </a>für Bücher zu werden, sondern für Xing maßgeschneidert eine txtr-Lösung zu bieten.</p>
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		<title>Zeitungen, Mobilfunk-Deals und Overdrive:  Interview mit Ulrik Deichsel (Head of Business Development bei txtr)</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Mar 2010 12:39:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Manuel Medicus</dc:creator>
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Ulrik Deichsel arbeitet unter dem Titel „Head of Business Development“ bei txtr und ist dort für verschiedene betriebswirtschaftliche Aufgabenfelder verantwortlich. Unter anderem hat er etwa den Dialog mit den Mobilfunkunternehmen und den ersten Content-Partnern geführt. Derzeit beschäftigt er sich vor allem mit dem Vertrieb der White-Label-Lösung. Bevor Ulrik Deichsel zu txtr kam, arbeitete er [...]]]></description>
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<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.txtrblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/03/ulrik_deichsel.png" rel="lightbox[1132]"><img class="size-full wp-image-1134      " title="Ulrik Deichsel, Head of Business Development bei txtr." src="http://www.txtrblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/03/ulrik_deichsel.png" alt="Ulrik Deichsel, Head of Business Development bei txtr." width="149" height="198" /></a></dt>
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</div>
<p><strong>Ulrik Deichsel</strong> arbeitet unter dem Titel „Head of Business Development“ bei <a href="http://txtr.com/" target="_blank">txtr </a>und ist dort für verschiedene betriebswirtschaftliche Aufgabenfelder verantwortlich. Unter anderem hat er etwa den Dialog mit den Mobilfunkunternehmen und den ersten Content-Partnern geführt. Derzeit beschäftigt er sich vor allem mit dem Vertrieb der White-Label-Lösung. Bevor Ulrik Deichsel zu txtr kam, arbeitete er für das Venture-Capital-Unternehmen <a href="http://www.wellington-partners.com/" target="_blank">Wellington &amp; Partners</a>.</p>
<p>Im Interview, das ich mit ihm in Berlin geführt habe, gibt er interessante Einblicke in das Großkundengeschäft und verrät vielversprechende Neuigkeiten im Bereich internationale Mobilfunk- und Content-Verträge:</p>
<p><strong>Das iPad wurde des Öfteren als Retter der Verlagsbranche tituliert. Stehen die Verlage seit der Ankündigung des iPads der Digitalisierung offener gegenüber?</strong></p>
<p><strong>Ulrik Deichsel</strong>: In den letzten Gesprächen die ich geführt habe, war spürbar, dass durch die immense Medienpräsenz natürlich noch einmal alle Beteiligten auf das Thema aufmerksam geworden sind &#8211; gerade Buchhändler und Mobilfunker. Außerdem ist es natürlich so, dass das iPad eine reine Apple-Geschichte wird. Das sehen viele meiner Verhandlungspartner auch als Antrieb, selbst etwas zu unternehmen – und das Angebot von txtr ist da sehr attraktiv.</p>
<p><strong>Für die meisten Interessenten seid ihr bisher hauptsächlich als Entwickler des txtr Readers und als Betreiber der Onlineplattform txtr.com in Erscheinung getreten.  Aber auch im Business-to-Business-Geschäft scheint txtr ja große Pläne zu haben – was kann man sich darunter konkret vorstellen?</strong></p>
<p><strong>Ulrik Deichsel</strong>: Es ist eine wichtige Geschäftsschiene, die wir anstreben, die txtr-Plattform in einem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/White_label" target="_blank">White-Label</a>-Szenario in Märkten in anderen Ländern zu verkaufen. Das Traumszenario ist dabei, dass man in einem Land eine Kombination aus einem starkem Buchhändler, etwa eine Verlagsgruppe, und einem Mobilfunkanbieter hat. Derzeit kann ich noch keine Details verraten, aber ich erkläre es einmal ein beispielhaft an einem Land, in dem wir nichts planen:</p>
<p>In Belgien etwa könnte man sich vorstellen, der größte Buchhändler und ein Mobilfunker tun sich zusammen und gründen ein Konsortium, um eine eBook-Lösung aufzubauen. Dort gibt es noch kein Amazon und belgische Bücher, die vermutlich sonst niemand im Angebot hat. Mit dem Telekommunikationsunternehmen wird dann ein Mobilfunk-Deal geschlossen, der auf einem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Revenue_Sharing" target="_blank">Revenue Share</a> basiert. Wenn dann fleißig Bücher digitalisiert werden, lässt sich mit der White-Label-Variante von txtr ein sehr günstiges Angebot auf die Beine stellen. Wir vertreiben also Lizenzen für unsere Plattform  &#8211; im Grunde genommen ein typisches Software-Lizenz-Modell, ergänzt durch eine Umsatzbeteiligung und eben einen Geräteverkauf.</p>
<p><strong>Ihr habt ja bereits Zeitungen- und Zeitschriften als Inhalte in Aussicht gestellt. Gibt es diesbezüglich schon Neuigkeiten zu erfahren?</strong><br />
<span id="more-1132"></span><br />
<strong>Ulrik Deichsel:</strong> Ja, das läuft im Moment auf Hochtouren. Das Zeitungsgeschäft ist sehr attraktiv, denn Nachrichten in irgendeiner Form liest in der Regel jeder. Jetzt ist es aber so, dass viele Zeitungen relativ starke Meinungen darüber haben, wie so ein Nachrichtenangebot auszusehen hat. Außerdem legen sie großen Wert auf einen engen eigenen Kundenkontakt und wollen daher auch entsprechend ausgerichtete Vertriebsmodelle. Um ein starkes Zeitungsangebot aufbauen zu können, ist es daher notwendig, mit viel Diplomatie all diese unterschiedlichen Ideen unter ein Dach zu bekommen.</p>
<p>Für uns heißt das einerseits, dass wir ein Abo-Modell anbieten müssen, mit dem die Zeitungen zufrieden sind und das sie flexibel gestalten können, das andererseits aber für die Konsumenten nicht zu unterschiedlich wird. Gerade bei größeren Zeitungen sind diese Verhandlungen natürlich nicht immer ganz leicht – noch dazu haben wir ja noch keine Geräte am Markt. Deshalb haben wir jetzt damit angefangen vor allem interessantere, kleinere Zeitungen zu aggregieren. Die Idee ist mit einem ganz ansehnlichen Bouquet aus deutschsprachigen Zeitschriften anzufangen.</p>
<p>Ein paar Einblicke:  Wir werden auf jeden Fall Einzelverkäufe anbieten, bei denen die Zeitung den Preis bestimmen kann. Die Zeitung soll auch einen ordentlichen Anteil daran verdienen: Wir streben eine Gewinnbeteiligung von mindestens 50% an. Bei Amazon Kindle bekommen Zeitungen nur 30% Revenue Share. Dazu soll es freie Preisgestaltung und ein relativ flexibles Abo-Modell geben. Das heißt, dass eine Zeitung selbst entscheiden kann, ob sie ein dreimonatiges Abo oder ein Jahres-Abo anbietet und ob sich dieses automatisch verlängert oder nicht .</p>
<p><strong>Wären diese Zeitungsabonnements dann auch automatisch auf dem iPhone oder iPad abrufbar?</strong></p>
<p><strong>Ulrik Deichsel:</strong> Das kann sich der jeweilige Anbieter aussuchen. Der Punkt ist, dass viele Zeitungen in diesem Bereich teilweise starke eigene digitale Strategien haben. Zum Beispiel haben die <a href="http://www.sueddeutsche.de/" target="_blank">Süddeutsche </a>oder das <a href="http://www.handelsblatt.com/" target="_blank">Handelsblatt </a>bereits eigene iPhone Apps, auf die sie stolz sind und in die sie bereits investiert haben. Daher werden sie nicht wollen, dass das eReader-Produkt die einzelnen Apps <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kannibalisierung" target="_blank">kannibalisiert</a>. Für die Zeitungsverlage wird es daher frei wählbar sein, ob sie dort verfügbar sein wollen oder nicht: Wir machen Multi-Device möglich, aber die Entscheidung bleibt letztendlich bei ihnen.</p>
<p><strong>Apropos Multidevice: Wie sieht es mit der Unterstützung der txtr-Plattform für Lesegeräte von anderen Herstellern aus?</strong></p>
<p><strong>Ulrik Deichsel</strong>: Wenn man sich das Setup anschaut, das wir eigentlich anstreben – also Buchhändler plus Mobilfunker, dann ist klar, dass es sich dabei um relativ große Konsortien handelt, die in der Regel nie auf eine One-Device-Strategie setzen werden. Genauso wie ein Mobilfunker jetzt auch nicht nur ein Handy anbietet, wird er bei eBook Readern nicht nur ein Gerät anbieten. Unser Angebot wird also immer stärker, wenn wir noch weitere Lesegeräte hinzufügen können.</p>
<p>Die Architektur unserer Plattform ist auch so gestaltet, dass eine Einbindung fremder Reader relativ einfach umgesetzt werden kann. Wir brauchen dafür Demo-Geräte und auf deren Basis wird dann der Software-Stack entwickelt. Am Ende wäre das Lesegerät dann Teil des Angebots. Wir sind bereits in Verhandlungen in diese Richtung – Details kann ich aber zum derzeitigen Zeitpunkt noch nicht verraten.</p>
<p><strong>Wenn wir gleich bei den Kooperationen bleiben: Wird es einen Verkauf des txtr Readers in Buchhandelsketten oder Elektronikmärkten geben?</strong></p>
<p><strong>Ulrik Deichsel: </strong>Natürlich streben wir mittelfristig auch einen großen Vertrieb in Deutschland an. Es wird nicht nur bei <a href="http://reader.txtr.com/" target="_blank">der direkten Bestellung über die txtr-Webseite</a> bleiben &#8211; am Anfang jedoch schon, weil das auf diese Weise noch viel einfacher handzuhaben ist.</p>
<p>Der Buchhandel selbst ist noch einmal etwas ganz besonderes, denn da gibt es sehr viele kleine Spieler und wir können administrativ einfach nicht mit 1000 Partnern verhandeln. Deswegen ist der Weg, den wir da anstreben, das alles über einen großen Zwischenhändler abzuwickeln. Das heißt, wir machen einen Vertrag mit diesem einen Partner, an dessen System unser Angebot angedockt wird. Auf diese Weise können einzelne Buchhändler dann über die White-Label-Shops der Zwischenhändler eBooks verkaufen und in kleinen Chargen auch Lesegeräte. Aber das wird erst eine ganze Weile nach dem Launch passieren.</p>
<p>Bei den großen Ketten &#8211; <a href="http://www.thalia.de/" target="_blank">Thalia </a>und der <a href="http://www.weltbild.com/" target="_blank">Weltbildgruppe </a>- ist das natürlich etwas anderes.  Zum einen haben die relativ spezielle Wünsche sowie eigene Lösungen. Zum anderen ist hier das mögliche Volumen so groß, dass es sich für uns lohnt den Schritt mit dem Zwischenhändler zu überspringen und direkte Geschäfte mit ihnen zu machen. Es gibt auch bereits Verhandlungen, aber es besteht logischerweise ein gewisses Konfliktpotential, weil wir ja selbst auch eBooks verkaufen. Wir werden sehen, ob dieser Vertriebskanal am Ende Sinn macht oder nicht.</p>
<p><strong>Für die Leser aus Österreich und der Schweiz: Ihr habt angekündigt, dass ihr auch dort ein eigenes Angebot auf den Markt bringen wollt. Gibt es da bereits Neuigkeiten zu berichten?</strong></p>
<p><strong>Ulrik Deichsel</strong>: Österreich und Schweiz sind als deutschsprachige Gebiete ein spezielles Thema. Wie gesagt, wir brauchen in einem anderen Land generell einen starken Buchhändler und dazu einen Mobilfunkpartner. In Österreich und der Schweiz trifft dieses Szenario nicht zu 100% zu, denn dort brauchen wir den Buchhandelspartner nicht, weil wir uns das Geschäft was die Inhalte angeht wie hier in Deutschland selbst zutrauen. Das heißt, wir könnten grundsätzlich auch dort nur mit einem Mobilfunkpartner launchen.  Wir sind auch schon seit längerem in Verhandlungen, aber so einen Mobilfunk-Deal abzuschließen ist nicht immer leicht.</p>
<p>Daher ist das wohl nichts, was in den nächsten paar Monaten zu erwarten ist, es sei denn – und das sind gute Nachrichten – es tut sich etwas an der „internationalen Front“.  Denn wir wollen natürlich auch nicht in jedem einzelnen Land eigene Verträge abschließen, sondern einen globalen oder beinahe globalen Mobilfunkpartner finden, wie ihn Amazon hat.  Auf diesem Gebiet sind wir stark auf der Suche nach Partnern und haben nun auch wirklich vielversprechende Verhandlungen. Sollte das glücken, könnte man relativ schnell international launchen.</p>
<p><strong>Stichwort „International“: Wird das Angebot an englischsprachigen Titeln im txtr Store noch wachsen?</strong></p>
<p><strong>Ulrik Deichsel</strong>: Ja, dazu kann ich eine interessante Nachricht preisgeben: Wir haben einen Vertrag mit <a href="http://www.overdrive.com/" target="_blank">Overdrive</a> unterschrieben, einem sehr großen eBook-Aggregator aus den USA, der hinter den Angeboten von <a href="http://www.barnesandnoble.com/" target="_blank">Barnes&amp;Nobles</a> und zum Teil auch <a href="http://www.amazon.de/" target="_blank">Amazon </a>und <a href="http://www.coolerbooks.com/" target="_blank">Cooler Books</a> steht. Bisher haben wir ja vom Angebot von<a href="http://www.ingramdigital.com/" target="_blank"> Ingram Digital</a> bisher an die 8000 Titel im txtr Store. Ingram hat offiziell über 100.000 Titel, davon sind aber viele DinA4-PDFs, die auf den gegenwärtigen 6“-Geräten schwer lesbar sind und deshalb von uns herausgefiltert wurden. Das Angebot von Overdrive liegt angeblich bei weit über 200.000 Titeln – und es werden täglich mehr. Damit hätten wir ein ziemlich komplettes, englischsprachiges Angebot.</p>
<p><strong>Overdrive bietet ja auch Ausleihsysteme für Bibliotheken an. Wird es die auch mit dem txtr Reader geben?</strong></p>
<p><strong>Ulrik Deichsel</strong>: Rein theoretisch wären derartige Kooperationen natürlich möglich, aber  wir müssen aufpassen, dass wir uns nicht verzetteln. Das Geschäft mit Bibliotheken ist ein mittelständlerisches B2B-Geschäft und würde einen enormen Installations- und Wartungsaufwand bedeuten, den wir derzeit nicht stemmen können. Noch dazu ist es mit Blick auf das Geschäftsmodell problematisch, da beim Verleihen von Büchern ja nur wenig Geld umgesetzt wird. So leid es uns tut, denn die Bibliotheken sind sehr offen und die Bibliothekare immer sehr gute Gesprächspartner.</p>
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		<title>txtr bald auch in Ungarn</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Mar 2010 18:39:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Manuel Medicus</dc:creator>
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Allem Anschein nach ist txtr auf der Suche nach Geschäftspartnern im Ausland fündig geworden. Auf txtr.hu gibt es eine erste Ankündigung, in der eine Kooperation von txtr mit ungarischen Buchhändlern bekannt gegeben wird.
Eine Übersetzung von txtr-hu mit Google Translate lässt vermuten, dass es sich bei den Partnern in Ungarn um die beiden Buchhändler Lira und [...]]]></description>
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<dl id="attachment_1118" class="wp-caption alignright" style="width: 218px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.txtrblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/03/txtr_ungarn.png" rel="lightbox[1117]"><img class="size-medium wp-image-1118   " title="txtr scheint vor einem Start in Ungarn zu stehen." src="http://www.txtrblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/03/txtr_ungarn-277x300.png" alt="txtr scheint vor einer Kooperation mit einem ungarischen Buchhändler zu stehen" width="208" height="225" /></a></dt>
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</div>
<p>Allem Anschein nach ist txtr auf der Suche nach Geschäftspartnern im Ausland fündig geworden. Auf <a href="http://www.txtr.hu/" target="_blank">txtr.hu</a> gibt es eine erste Ankündigung, in der eine Kooperation von txtr mit ungarischen Buchhändlern bekannt gegeben wird.</p>
<p>Eine<a href="http://translate.google.de/translate?u=http%3A//www.txtr.hu/&amp;hl=de&amp;langpair=auto|de&amp;tbb=1&amp;ie=ISO-8859-2" target="_blank"> Übersetzung von txtr-hu mit Google Translate</a> lässt vermuten, dass es sich bei den Partnern in Ungarn um die beiden Buchhändler <a href="http://www.lirakonyv.hu" target="_blank">Lira </a>und <a href="http://bookline.hu/" target="_blank">Bookline </a>handelt. Diese haben für das Projekt zusammen die Firma  &#8220;eKönyv Ungarn&#8221; gegründet (eKönyv = eBook). Neben txtr ist mit dem Verlagsdienstleister <a href="http://www.hgv-online.de/" target="_blank">hgv aus der Holtzbrinck-Verlagsgruppe</a> ein weiteres deutsches Unternehmen an der Schaffung des neuen ungarischen eBook-Portals beteiligt.</p>
<p>Die Verhandlungen mit den Mobilfunkanbietern scheinen noch nicht abgeschlossen zu sein. Der Start für txtr.hu ist aller Wahrscheinlichkeit für das<a href="http://www.bookfestival.hu/" target="_blank"> Budapest Book Festival </a>(22.-25. April) geplant.</p>
<p><strong>Achtung:</strong> Ich bin der ungarischen Sprache leider nicht mächtig. Bis eine Pressemitteilung von txtr selbst erscheint, sind die Informationen daher noch nicht 100% verifizierbar. Der Artikel wird ergänzt, sobald entsprechend weitere Details bekannt werden.</p>
<p><strong>Update 16.03.2010:</strong> Seit heute gibt es eine offizielle Pressemitteilung von txtr zum Engagement in Ungarn. Demnach ist man mit der größten ungarischen Verlagsgruppe<a href="http://www.lirakonyv.hu/" target="_blank"> Lira Könyv</a> (die unter anderem auch eine führende Buchhandelskette und einziger Buch-Großhandel in Ungarn ist) und dem Online-Buchhändler<a href="http://bookline.hu/" target="_blank"> bookline.hu</a> ein Joint Venture eingegangen, das den Namen eBook Hungary trägt.</p>
<p>Ab dem 30. März diesen Jahres soll auf<a href="http://www.txtr.hu/" target="_blank"> txtr.hu </a>dann eine ungarische Version des txtr Store zur Verfügung stehen. Der txtr Reader soll ab dem Sommer 2010 in Ungarn im Angebot sein. Die Verhandlungen mit einem Mobilfunkpartner sind derzeit noch nicht abgeschlossen. Hier die volle Pressemitteilung:</p>
<div class="mceTemp mceIEcenter">
<dl id="attachment_1154" class="wp-caption aligncenter" style="width: 222px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.txtrblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/03/PM_txtr-Ungarn_final_02.jpg" rel="lightbox[1117]"><img class="size-medium wp-image-1154" title="PM txtr Ungarn" src="http://www.txtrblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/03/PM_txtr-Ungarn_final_02-212x300.jpg" alt="PM txtr Ungarn" width="212" height="300" /></a></dt>
</dl>
</div>
<p>Wenn dort vom &#8220;ersten europäischen Ableger&#8221; von txtr die Rede ist, wirft das natürlich die Frage auf,  wo mit weiteren Joint Ventures zu rechnen ist. An Auswahl und Bedarf sollte es ja bei der derzeitigen Marktlage ja nicht mangeln.</p>
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		<title>Fjord zeigt Video zum &#8220;Vernetzten Lesen&#8221;</title>
		<link>http://www.txtrblog.de/2010/03/fjord-zeigt-video-zum-vernetzten-lesen/</link>
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		<pubDate>Thu, 04 Mar 2010 17:23:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Manuel Medicus</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Connected Reading]]></category>
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		<category><![CDATA[Mobile World Congress]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Zusammenarbeit von txtr und Fjord, die im Vorfeld des Mobile World Congress offiziell bekannt gegeben worden ist, trägt weiter Früchte. Nachdem bereits das neue txtr-Logo und das überarbeitete Layout von txtr.com aus der Kooperation erwachsen sind, hat Fjord heute im eigenen YouTube-Channel ein Video zur gemeinsamen Vision des &#8220;Vernetzten Lesens&#8221; gepostet.
In dem kurzen Clip [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Zusammenarbeit von <a href="http://txtr.com/" target="_blank">txtr </a>und <a href="http://www.fjordnet.com/" target="_blank">Fjord</a>, die im Vorfeld des Mobile World Congress<a href="http://www.fjordnet.com/" target="_blank"> </a><a href="http://www.txtrblog.de/2010/02/ankundigungen-in-barcelona-eindrucke-aus-berlin/" target="_blank">offiziell bekannt gegeben</a> worden ist, trägt weiter Früchte. Nachdem bereits das neue txtr-Logo und das überarbeitete Layout von txtr.com aus der Kooperation erwachsen sind, hat<a href="http://www.youtube.com/user/fjordnet" target="_blank"> Fjord heute im eigenen YouTube-Channel</a> ein <a href="http://www.youtube.com/watch?v=NgErJANk9FI" target="_blank">Video zur gemeinsamen Vision des &#8220;Vernetzten Lesens&#8221; </a>gepostet.</p>
<p>In dem kurzen Clip kommen Christian Lindholm (Managing Partner bei Fjord) und  Christoph Maire (CEO bei txtr) zu Wort und sprechen über die Möglichkeiten der Digitalisierung und dem Lesen in der &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Cloud_Computing" target="_blank">Cloud</a>&#8220;:</p>
<table><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="560" height="340" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/NgErJANk9FI&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="560" height="340" src="http://www.youtube.com/v/NgErJANk9FI&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></table>
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		<title>&#8220;Connected Reading&#8221;: Video zur Präsentation von Christophe Maire auf der TEDx Berlin</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Feb 2010 12:29:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Manuel Medicus</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Als kleinen Nachtrag zum Interview mit txtr-CEO Christophe Maire gibt es heute noch eine Videoaufnahme seiner Präsentation auf der TEDx in Berlin (Technology, Entertainment, Design), auf die ich bei YouTube gestoßen bin. Der Vortrag unter dem Titel &#8220;Connected Reading&#8221; ist zwar bereits einige Monate alt (November 2009), hat aber an Aktualität nichts verloren. Thematisch setzt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als kleinen Nachtrag zum <a href="http://www.txtrblog.de/2010/02/ipad-vaporware-und-das-neue-txtr-logo-kurzinterview-mit-christophe-maire-ceo-von-txtr/" target="_blank">Interview mit txtr-CEO Christophe Maire </a>gibt es heute noch eine Videoaufnahme seiner Präsentation auf der <a href="http://www.tedxberlin.de/?page_id=4" target="_blank">TEDx in Berlin</a> (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/TED_(Konferenz)" target="_blank">Technology, Entertainment, Design</a>), auf die ich bei YouTube gestoßen bin. Der Vortrag unter dem Titel &#8220;Connected Reading&#8221; ist zwar bereits einige Monate alt (November 2009), hat aber an Aktualität nichts verloren. Thematisch setzt sich die englische Präsentation mit der Entwicklung des digitalen, vernetzten Lesens und deren möglichen Auswirkungen auf das Papierbuch sowie die Gesellschaft im Ganzen auseinander:</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="344" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/QYu6JJ_mnQw&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/v/QYu6JJ_mnQw&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
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		<title>iPad, Vaporware und das neue txtr-Logo:  Kurzinterview mit Christophe Maire (CEO von txtr)</title>
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		<pubDate>Thu, 25 Feb 2010 21:29:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Manuel Medicus</dc:creator>
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Christophe Maire ist Chief Executive Officer von txtr und verfügt über eine Erfahrung von 15 Jahren als Gründer und CEO von Technologieunternehmen. Er gründete und leitete Gate5 (unter anderem zusammen mit txtr-CTO Andreas Steinhauser), eine Firma für Navigationssoftware, die 2006 nach 7 Jahren von Nokia übernommen wurde. Zuvor war er unter anderem geschäftsführender Direktor des [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="mceTemp">
<dl id="attachment_1069" class="wp-caption alignleft" style="width: 152px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.txtrblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/02/christophe-maire.png" rel="lightbox[1067]"><img class="size-full wp-image-1069   " title="Christophe Maire, CEO von txtr" src="http://www.txtrblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/02/christophe-maire.png" alt="Christophe Maire, CEO von txtr" width="142" height="189" /></a></dt>
</dl>
</div>
<p style="text-align: justify;"><strong>Christophe Maire </strong>ist Chief Executive Officer von txtr und verfügt über eine Erfahrung von 15 Jahren als Gründer und CEO von Technologieunternehmen. Er gründete und leitete Gate5 (unter anderem zusammen mit <a href="http://www.txtrblog.de/2010/02/von-produktionsproblemen-und-photonischen-displays-interview-mit-andreas-steinhauser-cto-bei-txtr/" target="_blank">txtr-CTO Andreas Steinhauser</a>), eine Firma für Navigationssoftware, die 2006 nach 7 Jahren von <a href="http://www.nokia.de/" target="_blank">Nokia </a>übernommen wurde. Zuvor war er unter anderem geschäftsführender Direktor des <a href="http://www.fx-center-babelsberg.de" target="_blank">FX.center Babelsberg</a>, einem Filmstudio für digitale Produktion und Visual Effects. Christophe Maire ist außerdem Partner beim Venture-Capital-Unternehmen <a href="http://www.atlanticventures.com" target="_blank">Atlantic Ventures</a>, das in verschiedene StartUp-Unternehmen <a href="http://atlanticventures.yolasite.com/engagements.php" target="_blank">investiert </a>(unter anderem <a href="http://www.soundcloud.com/" target="_blank">SoundCloud</a>, <a href="http://www.plista.com/" target="_blank">Plista </a>und auch txtr selbst) und bereits erfolgreich investiert hat (Gate5, <a href="http://www.plazes.com/" target="_blank">Plazes</a>, <a href="http://www.studivz.de/" target="_blank">StudiVZ</a>).</p>
<p>Während meines Besuchs bei txtr in Berlin hatte ich kurzfristig die Gelegenheit, Christophe Maire einige Fragen zu stellen – hier das Ergebnis des Kurzinterviews:<strong></strong></p>
<p><strong>Werden es eInk-Lesegeräte wie der txtr Reader nach der Einführung des iPads schwerer haben? Gibt es genügend Raum auf dem Markt für beide?</strong></p>
<p><strong>Christophe Maire:</strong> Hier wird man damit konfrontiert, was ich manchmal das „DDR-Argument“ nenne: Nur ein Auto. Die Realität im Bereich mobile Geräte ist jedoch eine ganz andere. Man muss sich nur ansehen, wie viele verschiedene Mobiltelefone Nokia anbietet. Es wird auf jeden Fall unterschiedliche Geräte für unterschiedliche Situationen geben. Das iPad ist von den Features her sicherlich eher ein Zeitschriften-Medium. Ein Buch werde ich auf dem Display nicht lesen &#8211; sonst würde ich das schon heute auf meinem Netbook oder Notebook tun. Dann ist es aber auch eine Frage der Preisentwicklung:  Warum sollte ich nicht ein Gerät für Bücher haben und ein anderes für Magazine? Ich denke, dass genau das bei vielen immer wieder zu enormen Missverständnissen führt, wenn sie zwanghaft nach einem Gerät suchen, das alles kann, es aber nicht finden.</p>
<p><strong>Wird es bei Lesegeräten so sein &#8211; wie etwa bei Fotokameras und Musikspielern zu beobachten -, dass sich viele Kunden mit Multifunktionsgeräten zufrieden geben und vorwiegend Profis auf dedizierte Geräte zurückgreifen?</strong></p>
<p><strong>Christoph Maire:</strong> Sicherlich ist heute in beinahe jedem Handy eine Musik- und eine Foto-Funktion integriert. Aber es gibt auch Beispiele wie die erfolgreichen Flip-Kameras, die zeigen, dass der Bedarf für Dedicated Devices auch im Low End Bereich besteht. Ich denke, dass wir eher eine Vielzahl von günstigen eBook Readern sehen werden, die beispielsweise bei einem Abonnement mitgeliefert werden, als tatsächlich Geräte, die „Alles-in-Einem“ versprechen.</p>
<p><strong>Zu den Produktionsproblemen: Es gab Befürchtungen,  dass der txtr Reader zu Vaporware würde. Besteht die Gefahr?</strong></p>
<p><strong>Christophe Maire: </strong>Nein, das ist nicht zu befürchten. Die Verzögerungen waren sehr frustrierend, für die Interessenten wie für uns. Wir haben versucht, die Probleme so transparent wie möglich zu behandeln. Aber ich denke, an sich ist das „Business as usual“ &#8211; wir kennen derartige Verzögerungen auch von vielen Mitbewerbern. Jetzt sind die Probleme gelöst.</p>
<p><strong>Seit kurzem gibt es ein neues offizielles txtr-Logo, das nun mehr den Schwerpunkt Lesen als die Web-2.0-Aspekte hervorhebt. Reagiert ihr damit auf eine Neuausrichtung von txtr oder hat das alte Logo einfach nicht gepasst?</strong></p>
<p><strong>Christoph Maire:</strong> Ja, das Logo hat nicht gepasst &#8211; es ist am Anfang sehr schnell entstanden. Auch wenn diese sozialen Elemente bei uns sehr wichtig sein werden, im Kern geht es um das Lesen. In der Broschüre für die Frankfurter Buchmesse haben wir bereits versucht, das stärker auszudrücken:  Es geht um die Reduktion auf das Wesentliche. Wir denken, dass es gerade die Macht der Konzentration ist, was uns auszeichnet. Auch für unsere Partner – ob das jetzt Verlage oder Mobilfunkpartner sind – ist unsere Spezialisierung ein Vorteil.</p>
<p><strong>Der „Serious Reader“ wird immer wieder als Zielgruppe für den txtr Reader genannt. Wird es auf txtr.com spezielle Angebote geben, um diesen Anspruch zu unterstützen?</strong></p>
<p><strong> Christoph Maire: </strong>Ja, wir haben einige Ideen: Zum Beispiel hoffen wir in Kooperation mit den Verlagen Leseproben anbieten zu können. Außerdem wollen wir den Nutzern eine Reihe von Werkzeugen in die Hand geben, um Bücher empfehlen zu können und ähnliches in diese Richtung. Es ist ja gerade die Chance des neuen Mediums, dass nicht nur neue Formen von Businness-Modellen sondern auch neue Formen des Konsums möglich werden – und das ist sehr spannend.</p>
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		<item>
		<title>Von Produktionsproblemen und photonischen Displays: Interview mit Andreas Steinhauser (CTO bei txtr)</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Feb 2010 14:35:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Manuel Medicus</dc:creator>
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Andreas Steinhauser ist CTO (Chief Technology Officer) bei txtr und einer der Gründer des Unternehmens. Unter anderem koordiniert er die Arbeit der verschiedenen Entwicklungsteams und behält sowohl die internen Forschungsprojekte als auch die technologischen Neuentwicklungen am Markt im Auge. Vor txtr war er einer der Gründer der Firma Gate5, die 2006 an Nokia verkauft [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong> </strong></p>
<div class="mceTemp">
<dl id="attachment_1053" class="wp-caption alignleft" style="width: 136px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.txtrblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/02/Andreas-Steinhauser.png" rel="lightbox[1030]"><img class="size-full wp-image-1053 " title="Andreas Steinhauser (CEO bei txtr)" src="http://www.txtrblog.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/02/Andreas-Steinhauser.png" alt="Andreas Steinhauser (CEO bei txtr)" width="126" height="168" /></a></dt>
</dl>
</div>
<p><strong>Andreas Steinhauser</strong> ist <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Chief_Technical_Officer" target="_blank">CTO</a> (Chief Technology Officer) bei txtr und einer der Gründer des Unternehmens. Unter anderem koordiniert er die Arbeit der verschiedenen Entwicklungsteams und behält sowohl die internen Forschungsprojekte als auch die technologischen Neuentwicklungen am Markt im Auge. Vor <a href="http://txtr.com/" target="_blank">txtr </a>war er einer der Gründer der Firma Gate5, die 2006 an <a href="http://www.nokia.de/" target="_blank">Nokia </a>verkauft wurde und deren Navigationssoftware den Grundstein für das heutige Nokia Maps gelegt hat.</p>
<p>Bei meinem Besuch in Berlin stand mir Andreas Steinhauser  freundlicherweise für ein Interview zur Verfügung:</p>
<p><br class="clear" /><strong>Die erste Frage gilt den Produktionsproblemen &#8211; konnten die mittlerweile gelöst werden?</strong></p>
<p><strong>Andreas Steinhauser</strong>: Ja, wir wissen mittlerweile, was das Problem gewesen ist und konnten es beheben. Ich will die Details ersparen: Im Großen und Ganzen hatten wir Schwierigkeiten mit dem Modem. Dort hatte sich beim Softwareupdate des Herstellers, das ursprünglich dazu diente, einen von uns gefundenen Fehler zu beseitigen, ein neuer Fehler eingeschlichen. Dieser führte wiederum dazu, dass das Modem nicht mehr zuverlässig die Verbindung zum GSM-Netzwerk herstellen konnte.</p>
<p>Das haben wir jetzt im Griff und die ersten Geräte der neuen Charge sind gerade in Barcelona auf dem Mobile World Congress, um das auch zu zeigen. Sobald sie dann unsere neuen Tests und auch die Mass-Production-Tests erfolgreich durchlaufen, geht es wirklich los mit der Produktion.</p>
<p><strong>In Bezug auf die Produktionsprobleme: Habt ihr euch im Nachhinein einmal Gedanken gemacht, dass es besser gewesen wäre, direkt in Deutschland zu produzieren &#8211; wie beispielsweise Plastic Logic?</strong></p>
<p><strong>Andreas Steinhauser</strong>: <a href="http://www.plasticlogic.com/" target="_blank">Plastic Logic</a> ist immer ein gerne genommenes Beispiel. So etwas kann man gut machen, wenn man 130 Millionen zur Verfügung hat. Dann kann man wirklich nach Dresden gehen und dabei den Staatshaushalt noch um ein paar Millionen erleichtern. Nein &#8211; wir sind natürlich völlig außer Stande eine eigene Produktionsschiene und Fabrik aufzubauen. Wenn man in Deutschland produziert – so leid mir das tut –, ist man preislich nicht in einem Bereich, der konkurrenzfähig ist.</p>
<p>Es gibt natürlich Hersteller und auch Bestücker in Deutschland die sehr, sehr gut arbeiten &#8211; die verlangen dann aber auch einen entsprechenden Preis. Bei den preiswerten Anbietern haben wir wiederum die Erfahrung gemacht, dass es qualitätsmäßig nicht besser ist. Im Gespräch waren Standorte wie Ungarn &#8211; AVM produziert zum Beispiel dort –, aber das gibt sich nicht viel. Die Entfernung zu China ist nicht das Problem. Man hat diesen halben Tag Zeitversetzung, aber damit kann man leben.</p>
<p><span id="more-1030"></span></p>
<p><strong>Auf der Frankfurter Buchmesse habt ihr festgestellt, dass viele Nutzer anfangs Probleme mit der Touchpad-Bedienung hatten. Auf den aktuellen Prototypen funktioniert die Bedienung merklich intuitiver. Was wurde geändert?</strong></p>
<p><strong>Andreas Steinhauser</strong>: Den Algorithmus, der die Berührungen des Touchpads auswertet, haben wir komplett neu geschrieben. Die vorherige Version, mit der gerade ältere Nutzer nicht gut klar kamen, bleibt als Expertenmodus erhalten. Wer ein wenig ein Gefühl für das Touchpad entwickelt hat, kann ihn dann optional einschalten –  man kann damit doch sehr viel schneller navigieren. Der Standardmodus ist intuitiver und bietet über Vibration auch ein Feedback zur Eingabe.</p>
<p><strong>Der Wegfall von WLAN hat viele Interessenten enttäuscht. Wird es eine Version des txtr Readers mit WLAN geben? </strong>(via <a href="http://www.txtrblog.de/2010/02/termin-in-berlin-besuch-bei-txtr/#comment-419" target="_blank">psy-R</a> &amp; <a href="http://www.mobileread.com/forums/showpost.php?p=777767&amp;postcount=7" target="_blank">Josch91</a>)</p>
<p><strong>Andreas Steinhauser</strong>: Vielleicht um da ein paar Sachen zu erklären &#8211; es heißt immer: „Jetzt habt ihr das WLAN-Modul wegen den 20 € rausgenommen“. Das sind nicht allein die Bauteilkosten, die das Gerät jetzt preiswerter machen, sondern die Kosten, die wir einsparen, überhaupt erst einmal die Treiber zu programmieren, zu testen und so weiter. Da hätten wir uns furchtbar auf die Hinterbeine stellen müssen, weil da ein Wi2Wi-Marvell-Chip mit einem ARM i.MX31 von Freescale kommunizieren müsste. Das ist nicht trivial und hätte immens großen Aufwand auf allen Seiten bedeutet – bei <a href="http://www.marvell.com" target="_blank">Marvell</a>, bei <a href="http://www.freescale.com/" target="_blank">Freescale </a>und bei uns. Natürlich ist es möglich, aber wir haben aus Kostengründen und auch aus Time2Market-Gründen gesagt: „WLAN stellen wir hinten an“.</p>
<p>Dazu kommt,  dass ein WLAN-Chip in so einem Gerät zwar ein schönes Feature ist, das mir als Freak auch viel Spaß machen würde, aber für den Normalsterblichen Nutzer de facto wenig Sinn macht. Wie will ich denn den WPA2-Key eingeben? Wie will ich mich denn solange das Gerät über keinen Webbrowser verfügt am Flughafen oder bei einem sonstigen Hotspot einloggen? Das ist dann wirklich primär für Nerds, die sich das so konfigurieren, dass sie, wenn sie nachhause kommen, direkt ins WLAN eingebucht sind. Ich schwöre, die kriegen das auch mit Bluetooth hin – ganz bestimmt.</p>
<p>Ich will nicht ausschließen, dass wir noch eine Nerd-Edition mit WLAN machen, wenn wir den Launch hier sauber über die Bühne gebracht haben, sich das Gerät gut verkauft und wir dann wieder entsprechende Kapazitäten und Ressourcen frei haben. Aber das ist jetzt noch eine ganze Menge Arbeit. Es ist einfach nicht damit getan zu sagen: „Liebe Community, hier habt ihr den WLAN-Chip, macht euch die Treiber selber“. So leicht ist es leider nicht, sonst hätten wir das ganz bestimmt getan.</p>
<p><strong>Wie sieht es mit den in Aussicht gestellten Nachfolgemodellen mit größeren Bildschirmen aus? Gibt es für diese mit dem Erscheinen des iPads überhaupt noch einen Markt?</strong></p>
<p><strong>Andreas Steinhauser</strong>: Es denken jetzt immer alle, das <a href="http://www.txtrblog.de/2010/01/txtr-und-das-ipad/" target="_blank">Apple iPad</a> räumt diesen Markt ab und es lohnt sich jetzt gar nicht mehr ein 10“-Gerät zu machen. Ich glaube nicht, dass das der Fall ist. Es gab bisher verdammt gute Gründe, weshalb eBook-Lesegeräte nicht funktioniert haben – und zwar, dass die Displays bei Sonne nicht lesbar waren und dass die Batterielaufzeit nicht ausreichend war, um im Urlaub drei Wochen zu lesen ohne das Gerät aufladen zu müssen. Beide Probleme löst das iPad nicht. Das hat der Newton nicht gelöst, das haben alle Geräte dazwischen nicht gelöst &#8211; das iPad löst es wieder nicht. Das Gerät ist für das Lesen nicht ideal &#8211; es hat eher einen Fokus auf Magazine, Videos und Games und es ist für zuhause.</p>
<p>Inwieweit jetzt Raum bleibt für ein 10“-Gerät &#8211; mit zum Beispiel eInk-Technologie, oder was uns die Zukunft da noch bringen wird -, das werden wir sehen. Ein 10“-Gerät hätte durchaus ein großes Potential bei Studenten und im Wissenschafts-Sektor. Gerade da könnte ich mir vorstellen, dass das iPad sehr beliebt sein wird. Wobei ich gespannt bin, wie hier der Touchscreen abschneidet. Denn wenn man von Touch redet, würde man sich vermutlich sowohl Finger als auch Pen wünschen. Das iPad wiederum liefert keine Eingabemöglichkeit für den kapazitiven Touchscreen mit. Das lässt sich sicherlich lösen, es ist aber die Frage, wie gut und wie präzise das dann sein wird.</p>
<p>Generell machen 10“-Geräte Sinn für „Professional Text Workers“, für Magazine… allgemein für alle Anwendungszwecke, bei denen ich tatsächlich viel auf einmal auf dem Bildschirm brauche. Ich glaube, da ist der Markt nicht zu. Gerade weil Apple so proprietär und closed ist, denke ich, dass genügend Raum für ein großes Gerät wäre, das open ist und auf Open-Source-Software basiert. Wir prüfen das eingehend &#8211; es steht auf dem Plan.</p>
<p><strong>Im Rahmen der CES wurde wieder viel über die Nachfolger der eInk-Technologie diskutiert, wie sie etwa von Qualcomm (Mirasol), PixelQi, Liquavista oder auch von PVI selbst entwickelt werden. Welche Technologie ist die vielversprechendste?</strong></p>
<p><strong>Andreas Steinhauser</strong>: Ja, vielversprechend sind sie alle und sie alle versprechen auch viel <em>(lacht)</em>. Ich halte die Mirasol-Displays für eine sehr gute Idee. Die Micro-Mirror-Technologie ist durchaus bekannt in der Industrie, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Digital_Micromirror_Device" target="_blank">weil sie in Beamern ja ständig eingesetzt wird</a><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Digital_Micromirror_Device"></a>. Das nun in dieser Größe zu machen, scheint man bei Qualcomm irgendwie gelöst zu haben. Das was ich gesehen habe ist aber immer noch nicht das, was man eigentlich will &#8211; es ist nicht die eierlegende Wollmilchsau. Gerade die Farbe wirkt noch sehr metallic.</p>
<p>Trotzdem ist Mirsaol von denen Technologien, die ich gesehen habe, momentan was Energiebedarf, Geschwindigkeit und Stabilität angeht die vielversprechendste – ob sie das Versprechen auch halten können, das werden wir sehen. Niemand weiß, ob sie jetzt genau ein Exemplar hingekriegt haben mit hunderten von Ausschuss und wie es mit dem Mass-Production-Prozess aussieht. Plastic Logic ist mit ihren flexiblen Polymer-eInk-Displays auch schon vor drei Jahren an den Markt herangetreten. Dann haben sie tatsächlich von dem Augenblick, als sie das erste Display gezeigt haben, bis zur Massenproduktion drei Jahre gebraucht.</p>
<p>Auch von eInk, die ja nun Prime View International gehören, habe ich Farbdisplays gesehen, die mich persönlich sehr beeindruckt haben. Ich bin sehr gespannt auf die <a href="http://www.sid.org" target="_blank">SID Display Week</a> im Mai. Mal sehen, wer da was zeigt. Wir freuen uns am Ende des Tages über alles, was gut ist und machen uns da ganz zum Anwalt des Lesers: Wenn man auf den neuen Displays gut lesen kann, wenn sie preiswert sind und die Kompromisse stimmen, dann bauen wir sie ein. Das ist einer der Gründe, warum wir die Hardware vollständig selbst kontrollieren: Wenn wir ein anderes Display wollen, dann nehmen wir ein anderes Display.</p>
<p><strong>Wie würde denn das „perfekte Display“ aussehen?</strong></p>
<p><strong>Andreas Steinhauser</strong>: Ich freue mich da auf photonische Displays, bei denen jeder Pixel wirklich elektro-chemisch eine beliebige Farbe annehmen kann und nicht mehr die Farbe aus den drei Grundfarben zusammengesetzt werden muss. Das dann am besten auch noch omnistabil, rattenschnell und mit einem Reflexionsgrad von nahezu 100% in der jeweiligen Wellenlänge. So etwas werden wir irgendwann in den nächsten 20, 30 Jahren sehen. Am besten ausdruckbar, so dass man große Tapeten damit herstellen kann. Ein schöner Traum.</p>
<p><strong>Wie werden sich eBook Reader in den nächsten Jahren entwickeln?</strong></p>
<p><strong>Andreas Steinhauser</strong>: Sie werden flacher, sie werden robuster und sie werden auf eine Art flexibel. Ich glaube nicht an Rolldisplays – das kommt mir komisch vor-, aber an mehr oder weniger flexible Folien. Stellen wir uns etwa eine Plexiglas-Scheibe vor, die in sich hermetisch ist. Die könnte man dann auf den Tisch knallen  und das macht ihr überhaupt nichts aus, man könnte sie mit fließendem Wasser abwaschen und so weiter. Die Displays werden auf jeden Fall farbiger, schneller… Es geht also durchaus in die Richtung von dem, was wir in Star Trek schon sehen, wenn sie dort ihre Plastikscheiben auspacken</p>
<p>Dann wird natürlich der Preis nach unten gehen. Dadurch werden wir mehrere solche Geräte haben – zum Beispiel auch weil sie beim Kauf anderer Produkte beiliegen. Beim Kauf eines Autos könnte etwa das Handbuch als eBook Reader einfach mit dabei sein. Klar ist auch, dass die Reader allesamt „connected“ sein werden. Alle Geräte werden irgendwo eine Mobilschnittstelle haben. Über die Größe des Displays und die Farbigkeit wird lediglich der Anwendungsfall entscheiden. Wenn es dann irgendwann photonische Displays gibt, wird nur noch die Größe von Bedeutung sein.</p>
<p><strong>Auch beim txtr Reader wird ja „Zukunftsmusik“ eingebaut &#8211; nämlich das NFC-Modul </strong>(siehe: <a href="http://www.txtrblog.de/2009/10/was-ist-eigentlich-near-field-communication-nfc/" target="_blank">Was ist eigentlich Near Field Communication?</a>)<strong>.  Es wurde angekündigt, dass ihr dafür anfangs noch keine Software integrieren wollt. Welche Anwendungsmöglichkeiten hattet ihr im Blick, als ihr euch entschlossen habt, das Modul mit einzubauen?</strong></p>
<p><strong>Andreas Steinhauser</strong>: Das NFC-Modul ist ein NF24 Funk Chip, der auf 2,4 Ghz funken kann und energiesparend ist. Der Chip hängt direkt an der Power-Management-Unit und hat auch Strom, wenn das Gerät an sich ausgeschaltet ist. NFC an sich ist natürlich erst einmal ein Nerd-Feature. Aber da der Chip so unglaublich preiswert ist, dass es überhaupt keinen Unterschied macht, ob wir ihn jetzt einbauen oder nicht, lassen wir ihn drin und sagen: „Na klar, spielt damit!“. Am Anfang werden wir dafür gar keine Software anbieten, nicht einmal Treiber &#8211; wir werden gerade einmal testen, dass er funktioniert.</p>
<p>Es gibt natürlich viele Ideen, wie man dieses „Spielzeug“ nutzen könnte. Mit einem Gerät, bei dem der Strom relativ lange hält, sind viele Wake-on-Remote-Anwendungen vorstellbar, bei denen der Reader reagiert, wenn ich irgendwo hereinkomme oder ich mich irgendetwas nähere. Sagen wir etwa, es kommt eine Paketlieferung. Ich gehe mit dem Gerät hin und kann sofort sehen, was der Inhalt ist, weil auf dem Display die Informationen angezeigt werden. Oder ich gehe in ein Restaurant und hab den Speiseplan auf meinem Gerät. Bis hin zu der Möglichkeit, dass ich zwei Geräte aufeinander lege, sie einmal schüttele und schon haben sie eine Connection miteinander aufgebaut.</p>
<p>Aber auch gerade im <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Business-to-Business" target="_blank">B2B</a>-Bereich macht NFC natürlich richtig Sinn, wenn es etwa darum geht, so ein Gerät in <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Vertikaler_Markt" target="_blank">Verticals</a> einzusetzen. Es gibt Maschinen, für die werden pro Jahr mehrere tausend Seiten Handbuch produziert. Wenn nun beispielsweise ein neues Ersatzteil kommen würde, könnte man sich über den Reader durch einfaches Hinhalten an das Gerät die nötigen Informationen anzeigen lassen. Oder Museen geben ihren Besuchern am Eingang so ein Gerät und die können sich dann zu jedem Ausstellungsstück etwas auf den Bildschirm rufen, ohne dass irgendeine Interaktion nötig ist.</p>
<p>So etwas lässt sich mit NFC realisieren und das hatten wir als Anwendungsmöglichkeiten im Sinn. Wir werden sicherlich auch etwas dafür entwickeln, aber nicht jetzt. Bis dahin ist der Chip einfach ein schönes Spielzeug. Das „Internet der Dinge“ wird kommen – das ist unser Beitrag dazu.</p>
<p><strong>Zum Abschluss noch eine Frage in Bezug zu einem Gespräch auf der Frankfurter Buchmesse: Dort habt ihr einen „Badewannentest“ mit dem txtr Reader angekündigt &#8211; hat der denn schon stattgefunden?</strong></p>
<p><strong>Andreas Steinhauser</strong>:<em> (lacht)</em> Nein, der Badewannentest hat noch nicht stattgefunden &#8211; aber er kommt noch. Zuletzt war der Gummi an der Oberseite des Gehäuses noch nicht so dicht, wie von uns gewünscht, und auch die Technik zum Trocknen des Plastikgehäuses musste noch einmal verfeinert werden. Das ist jetzt aber beides auch gelöst. Eines der finalen Geräte werde ich in die Wanne schmeißen und dann schauen wir, ob es hinterher noch geht. Das Ganze wird gefilmt – versprochen.</p>
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		<title>TechCrunch Mobile 2010: Präsentation von txtr-CEO Christophe Maire</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Feb 2010 16:17:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Manuel Medicus</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Im offiziellen Blog von txtr wurden heute die Präsentationsfolien von Christophe Maire (txtr CEO) veröffentlicht, die bei seinem Vortrag auf der TechCrunch Mobile 2010 im Rahmen des Mobile World Congress in Barcelona gezeigt wurden. Die Folien sind erfreulicherweise via Slideshare verfügbar und lassen sich hier komfortabler einbinden als noch die Präsentationsfolien für die Tools of [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.txtr.com/?p=431" target="_blank">Im offiziellen Blog</a> von txtr wurden heute die Präsentationsfolien von Christophe Maire (txtr CEO) veröffentlicht, die bei seinem Vortrag auf der TechCrunch Mobile 2010 im Rahmen des Mobile World Congress in Barcelona gezeigt wurden. Die Folien sind erfreulicherweise via Slideshare verfügbar und lassen sich hier komfortabler einbinden als noch die <a href="http://www.txtrblog.de/2009/11/txtr-reader-prasentation-von-der-tools-of-change-frankfurt/" target="_blank">Präsentationsfolien für die Tools of Change</a> kurz vor der Frankfurter Buchmesse:</p>
<p><img style="visibility: hidden; width: 0px; height: 0px;" src="http://counters.gigya.com/wildfire/IMP/CXNID=2000002.0NXC/bT*xJmx*PTEyNjY1MDY*NjM1MTUmcHQ9MTI2NjUwNjQ2NTc2NSZwPTEwMTkxJmQ9c3NfZW1iZWQmZz*yJm89NTVjNjlkZTBkYmQ1/NDU2MjhjMDY1YWU4ZDAwM2EwZTImb2Y9MA==.gif" border="0" alt="" width="0" height="0" /></p>
<div id="__ss_3217160" style="width: 425px; text-align: left;"><a style="font: 14px Helvetica,Arial,Sans-serif; display: block; margin: 12px 0 3px 0; text-decoration: underline;" title="txtr at TechCrunch Mobile 2010" href="http://www.slideshare.net/txtr/txtr-techcrunch-mwc">txtr at TechCrunch Mobile 2010</a><object style="margin: 0px;" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="355" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://static.slidesharecdn.com/swf/ssplayer2.swf?doc=txtrtechcrunchmwc-100218081729-phpapp02&amp;stripped_title=txtr-techcrunch-mwc" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed style="margin: 0px;" type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="355" src="http://static.slidesharecdn.com/swf/ssplayer2.swf?doc=txtrtechcrunchmwc-100218081729-phpapp02&amp;stripped_title=txtr-techcrunch-mwc" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<div style="font-size: 11px; font-family: tahoma,arial; height: 26px; padding-top: 2px;">View more <a style="text-decoration: underline;" href="http://www.slideshare.net/">presentations</a> from <a style="text-decoration: underline;" href="http://www.slideshare.net/txtr">txtr</a>.</div>
</div>
<p><strong>Gibt es Neuigkeiten?</strong></p>
<p>Durchblättert man die Folien, fallen einige Details ins Auge, die zum Spekulieren anregen. Zum einen sind erstmals Screenshots der Android-Version der txtr App zu sehen &#8211; inklusive der Unterstützung für Adobe  DRM (Folie 10). Die letzte offizielle Ankündigung diesbezüglich war, dass eine Android-Version geplant sei, man sich aber vorerst auf die Fertigstellung der iPhone App konzentrieren wolle. Die Bilder nun legen nahe, dass sich eine txtr App für Android bereits in der Entwicklung befindet.</p>
<p>Ebenfalls hervorzuheben ist ein Detail auf Folie 12. Dort heißt es:</p>
<blockquote><p>Full support for news business model such as various subscriptions in March 2010</p></blockquote>
<p>Erstaunlich, dass sich txtr &#8211; in Punkto Terminangaben in den letzten Wochen eher sparsam waren &#8211; hier zeitlich festlegt. Ergänzt man diese Ankündigung mit den Aussagen auf der Webseite des txtr Readers über die Verfügbarkeit von Zeitungsinhalten im 1. Quartal 2010, so scheint eine zeitnahe Integration des vielgewünschten Features der &#8220;Zeitunsabonnements&#8221; für den txtr Reader als möglich &#8211; vorausgesetzt das Lesegerät ist dann auch erhältlich .</p>
<p>Und dann sind da wieder die Lesegeräte in 10&#8243; und in Farbe (Folie 15) &#8211; Zukunftsmusik, die schon auf der Launch-Präsentation zur Frankfurter Buchmesse zu sehen war. Die genannten Releasetermine (2010-2011 bzw. 2011-2012) sollte man nach den derzeitigen Verzögerungen beim txtr Reader mit der nötigen Portion Vorsicht genießen. Allemal interessant ist jedoch, dass die Produktfamilie nicht unter dem Logo von txtr allein, sondern zusammen mit dem Logo von 3M präsentiert wird. Das lässt durchaus auf die Ausmaße der strategischen Partnerschaft mit dem Technologie-Multi schließen.</p>
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