Sommerpause

“Nachdem ich mein zweites Paar Gummischuhe in diesem Jahr verschlissen hatte, eine Grippe, eine Gesichtsrose und zwei Influenzaanfälle überstanden hatte, erwachte in mir mit aller Macht die alte germanische Sehnsucht nach dem sonnigen Süden, dem ewig blauen Himmel Italiens”

- Hermann Harry Schmitz  ”Als ich gen Italien fuhr” (1909)

Glücklicherweise von Krankheiten verschont, heißt es auch für mich in den nächsten zwei Monaten: “Ab in den Süden”. Nach der Ruhe der letzten Wochen hier bei txtrblog – bedingt einerseits durch die Nachrichtenflaute zum Thema, andererseits aber vor allem durch meine Abschlussprüfungen – folgt nun eine urlaubsbedingte Sommerpause.

Ob der Release des txtr Readers nun genau in diese zwei Monate fallen wird? Darüber lässt sich weiterhin nur spekulieren. Ab Ende August wird es hier mit Nachrichten und Tipps rund um txtr weitergehen. Bis dahin empfehle ich als Informationsquellen Johannes mit lesen.net und natürlich das deutsche MobileRead-Forum.

Sommer, Sonne, Reisezeit

Für alle die literarisch auf Reisen gehen wollen – egal ob in Balkonien oder am südländischen Badestrand – habe ich den txtr-Ordner “Sommer, Sonne, Reisezeit” mit kostenlosen Klassikern der Reiseliteratur angelegt:

Viel Spaß beim Lesen und eine gute Reise!

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  1. FR
    29. Juli 2010, 10:07 | #1

    Sommerpause: Txtr hat inzwischen seinen ungarischen Shop mit englischen Büchern vollgestopft, auf ungarisch gibt es so um die 300 Titel. Währenddessen kündigt Amazon die dritte Generation des Kindle an, mit WiFi ab 139 Dollar, lieferbar ab 27. August. Der Preis für gut ausgestattete Einstiegsmodelle nähert sich damit weiter zielstrebig der 100-Euro-Marke.

    Dass Txtr da jemals mit einem eigenen Gerät noch ein Bein auf die Erde bekommen wird, scheint nahezu ausgeschlossen. Seit April (?) hat man wohl auch kein Wort mehr dazu verlauten lassen. War wohl nichts als Hype und Berliner Großspurigkeit, verbunden mit dreisten Lügen und Irreführung der Kunden.

    Liest Txtr hier noch mit? Dann warte ich schon gespannt auf die erregte Gegendarstellung mit den heftigen Vorwürfen des Herrn Steinhauser und seiner Mitstreiter, wie man sich erdreisten könne, solche unhaltbaren Vorwürfe über die ehrbare Firma Txtr zu verbreiten. Und mit der Mitteilung, dass man nun aber intern einen verbindlichen Zeitplan habe und das eigene Gerät “bald” der staunenden Öffentlichkeit ausgeliefert werde, über die zahlreichen inzwischen im In- und Ausland gewonnenen Vertriebspartner.

  2. dirk
    30. Juli 2010, 07:56 | #2

    Es ist doch mittlerweile vollkommen klar, dass das Gerät so niemals auf den Markt kommen wird. Der neue Kindle-Preis ist der Todesstoß für alle anderen Geräte dieser Klasse und erst recht für solche, die noch gar nicht auf dem Markt sind, aber seit 2 oder wieviel Jahren angekündigt werden. Ok, sie könnten den Txtr, sollte er jemals fertig werden, für 49 Euro verramschen.

    Es kam wie es kommen musste. Eine Berliner Firma mit viel Geld und ein paar Hohlköpfen, die meinten sie könnten mit ihrem Dilletantismus Firmen wie Amazon oder Apple ans Bein pinkeln. Was haben wir gelacht. Nichts zustande gebracht, außer ein paar Prekariatsjobs für eine PR-Maus und einem “Head of User Experience”.

  3. 30. Juli 2010, 14:25 | #3

    Na gut. Der Kindl macht einen guten Eindruck. Aber was will ich mit dem Ding, wenn es bei Amazon keine deutschen Bücher dafür gibt?? So setzt sich der Kindl in Deutschland auch nicht durch.

  4. FR
    30. Juli 2010, 19:17 | #4

    @Alex:

    1. Die Welt besteht nicht nur aus Deutschland. Amazon verkauft weltweit. Txtr verkauft garnichts, jedenfalls keine Reader. Die Mitbewerber von Amazon können sich doch freuen, dass es NOCH keine deutschsprachigen Inhalte von Amazon gibt. Sonst würde Amazon den deutschen Markt ja auch völlig aufrollen.

    2. Amazon gibt weltweit den Preis-/Leistungspunkt vor. DAS war mein Thema. Und das werden wir (hoffentlich) auch in Deutschland spüren, was für uns Anwender ja nur positiv sein kann. Für den Txtr-Reader dürfte das allerdings nicht sehr positiv sein, sondern eher der Todesstoß für eine ohnehin erkaltende Leiche.

    3. Außerdem gibt es Inhalte nicht nur von Amazon. Deutschsprachige Inhalte für Kindle gibt es durchaus, allerdings ist das Angebot derzeit unbefriedigend klein. Vor allem gibt es leider keine Kindle-kompatiblen ausleihbaren Inhalte bei den Leihbibliotheken, was ich persönlich schade finde.

    Zusatzfrage zu 3.: weiß eigentlich jemand, wie es mit elektronischen Leihbüchern im Ausland aussieht?

  5. 30. Juli 2010, 19:26 | #5

    Mir war durchaus klar das Amazon erfolgreich weltweit den Kindle vertreibt. Für den gemeinen deutschen Kunden ist der Kindle auf Grund des schlechten deutschen (!) Angebotes noch nicht interessant.

  6. Timmorn
    27. August 2010, 12:11 | #6

    Also ich kenne niemanden, den so eine Technik interessiert, der ein Problem damit hätte, sich sein eBook per USB oder Wlan auf den Reader zu laden. Unter diesen Umständen ist der Kindle mindestens genauso gut zum lesen im deutschsprachigen Rauch geeignet wie jeder andere Reader.

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