Termin in Berlin: Besuch bei txtr
Seit der letzten Stellungnahme zu den Produktionsschwierigkeiten im Januar herrscht beim txtr Reader Nachrichtenflaute – darüber konnte auch die Ankündigung des iPads und der entsprechenden txtr-App nicht hinwegtäuschen. Die Auslieferung des Lesegeräts ist mittlerweile auf ein unbestimmtes “When it’s done” datiert.
Für nächste Woche ist jedoch wieder mit Neuigkeiten zu rechnen: Auf Einladung von txtr werde ich am Donnerstag zu Gast im Firmensitz in der Berliner Innenstadt sein und dort für euch einen Blick hinter die Kulissen werfen, Interviews mit Entwicklern und Verantwortlichen führen und die Fortschritte beim txtr Reader in Augenschein nehmen. Der letzte persönliche Kontakt mit Gerät und txtr-Team auf der Frankfurter Buchmesse liegt nun ja schon wieder fast ein halbes Jahr zurück.
Euch Lesern möchte ich bei dieser Gelegenheit wieder die Möglichkeit geben, mir eure Fragen zu txtr, txtr.com und dem txtr Reader mit auf den Weg zu geben. Schreibt sie in die Kommentare und ich werde dann – soweit möglich – die Antworten liefern.












Na hoffentlich kommt etwas bewegung in die Sache …
Frage:
Rückt durch die Verzögerung ein Reader mit WLAN in die nähere Zukunft oder ist ein solches Gerät abgeschrieben?
Ist notiert
Hey Klasse Manuel – das nenne ich investigativen Journalismus
Frage 1: Wann wird es ein Benutzerhandbuch zum txtr zum Download geben? Man hatte mir letztes Jahr per Email mitgeteilt, dass das “bald” der Fall sein würde.
Frage 2 für die Zwischenzeit, in der das Handbuch noch nicht verfügbar ist: wird es auf dem txtr eine Funktionalität zur Volltextsuche in allen Büchern geben?
Frage 3: Wann wird die API zum txtr Reader publiziert? Doku würde vorab reichen. Die Publikation der Libraries wäre natürlich wünschenswerter. Wird es eine spezielle Enwicklungsumgebung geben? Wird es einen “txtr Simulator” als Teil der Entwicklungsumgebung geben? Wie können txtr Applikationen publiziert werden – wird es einen App-Shop geben?
Frage 4: Wird es für den txtr Reader eine Notizfunktion geben? Wenn ja: wie kann man Texte eingeben: per Bildschirmtastatur? Wie werden die Notizen gespeichert werden: im EBook oder als separate Datei?
@CuriousDev:
Bildschirmtastatur? Wie soll das gehen, ohne Touchscreen? Verwechselst du da was mit dem Iphone? Oder gar Ipad? Oder habe ich was übersehen, und nun wird es einen txtr Reader mit Touchscreen geben? Wäre nach der langen Verzögerung ja irgendwie logisch, wenn neue Features kämen. WLAN z. B. wäre auch gut.
Ich bin euch noch Antworten schuldig. Da das mit den Interviews länger als geplant dauert, hier schonmal die vorläufige Antwort auf eure Fragen:
@psy-R
Nein, näher gerückt ist es nicht. Im Moment will man erstmal den Release des aktuellen Modells bewerkstelligen. Abgeschrieben ist ein solches Gerät jedoch noch nicht. Wenn der Erfolg beim EDGE-Reader stimmt, will man sich Gedanken über eine Edition mit WLAN machen.
@CuriousDev
Danke, aber ich wurde ja eingeladen. Insofern würde es Invitationsjournalismus vielleicht besser treffen
Ein wenig “investigiert” habe ich dann natürlich auch.
Investigativ?
Zu deinen Fragen:
Birte Huizing hat mir zugesichert, dass sie das nicht vergessen hat. Auf dem Prototypen, den ich in Berlin in der Hand hatte, war auch bereits ein Tutorial geladen. Das Benutzerhandbuch soll hochgeladen werden, sobald Birte von der Grafikabteilung das OK erhält, dass die Version auch final ist.
Die Funktion wird es geben, aber wohl noch nicht von Anfang an.
Hier muss ich dich vertrösten: txtr will “demnächst” weitere Informationen für Entwickler herausgeben. Ein erster Schritt in die Richtung war ja zuletzt die Ankündigung des txtr App Stores.
Eine Bildschirmtastatur (OnScreen-Tastatur) wird es geben. So wie ich das verstanden habe, kommt sie dann im Verbund mit der Volltextsuche (naheliegenderweise). Eine Notizfunktion wäre darüber grundsätzlich möglich, aber wahrscheinlich nicht sehr komfortabel. Deswegen steht auch noch nicht fest ob sie implementiert wird.
Hallo Manuel,
danke für die Antworten auf meine Fragen. Noch eine Zusatzfrage: ich unterstelle mal, dass es die OnScreen-Tastatur erst mit dem 10″ txtr Reader (mit Touchscreen) geben wird. Eine OnScreen-Tastatur, die mit dem kapazitiven Slider und/oder den wenigen Buttons zu bedienen ist, wäre wohl etwas zu umständlich.
Obwohl … Millionen von Menschen haben sich auch nicht vom SMS-Schreiben abhalten lassen, obwohl das mit einem Zehner-Tastenblock auch extrem nervig ist
Nein, es ist schon eine Tastatur geplant, die sich über das Touchpad bedienen lässt. Klar wird das nicht super-komfortabel, weil es halt einfach nur wenige Buttons gibt. Aber zB Pocketbook hat gezeigt, dass es durchaus möglich ist vgl. Screenshot zB hier. Und bei den Pocketbook-Geräten hat man auch nicht mehr Knöpfe zur Verfügung. Also ich denke es wird umständlich, aber möglich. Aber ich denke man wird 95% der Zeit eh mit Lesen und Blättern verbringen – wer ein Gerät zur Textbearbeitung etc. sucht ist mit dem txtr Reader falsch beraten.
Pocketbook hat doch wohl ein Cursorkreuz.
Hat der txtr Reader ein Cursorkreuz? Ich lese immer nur “Slider”. Das wäre eindimensionale Positionierung, ein Cursorkreuz ist zweidimensional. Leider kann man sich keine Bedienungsanleitung ansehen, die Firma hat es ja innnerhalb von zweieinhalb Monaten nicht geschafft, eine ins Internet zu stellen, obwohl die Software angeblich seitdem fertig ist, die Anleitung folglich auch. Angeblich.
Ja, der txtr Reader hat ein “Touchpad-Kreuz” und dazu überhalb und unterhalb 2 Touchpad-Buttons. In der Mitte des Touchpad-Kreuzess befindet sich auch ein Button. Von daher ist das mit dem Pocketbook durchaus vergleichbar.
Na, jedenfalls mal EINE konkrete Aussage. Lässt ja hoffen, Hauptsache, Firma txtr ändert das nicht noch.
Ich kaufe nach dem vorangegangenen und noch anhaltenden Desaster trotzdem frühestens einen txtr-Reader, wenn ich a) mit Nook (o. ä.) und b) mit iPad selbst vergleichen kann. Ob dann allerdings überhaupt noch jemand ein Gerät mit der txtr-Funktionalität für mehr als 200 Euro kauft, da habe ich mittlerweile Zweifel. Das würde wohl nur klappen, wenn mindestens 3M draufsteht und damit eine gewisse Sicherheit für das Überleben des Lieferanten gegeben ist.
Erstmal habe ich einen Kindle gekauft (sehr zufrieden damit!). Das wird nicht der einzige E-Book-Reader im Familienkreis bleiben, so ein bis zwei stehen dieses Jahr noch an – aber nur von Herstellern, wo ich langfristige Produktsicherheit voraussetzen kann. Bücher kauft man schließlich für’s Leben, da sollte der Reader jedenfalls ein paar Jahre aktuell sein.