Kommentar: Der txtr Reader, Versuchskaninchen, Mutti und ein Fehlstart
Was sich in den vergangenen zwei Wochen seit dem Bestellstart am 1. Dezember schon abgezeichnet hat, wurde gestern durch eine offizielle Stellungnahme seitens txtr endgültig bekräftigt: Nur eine sehr begrenzte Anzahl an txtr Readern wird es rechtzeitig unter die Weihnachtsbäume schaffen.
Im offiziellen Blogeintrag heißt es dazu:
Leider müssen wir all denen, die bisher noch keinen Bestell-Link bekommen haben sagen, dass das wohl nichts mehr bis Weihnachten wird. Wir haben in den letzten Wochen alles probiert, damit wir möglichst viele Reader in der Geschenkeverpackung liefern können, aber dann kam alles ein wenig anders, als geplant.
Als Grund für die Verzögerungen gibt txtr Probleme im Produktionsprozess an. So soll ein wichtiges Bauteil für die Stromversorgung nicht den Spezifikationen entsprochen haben. Bei der Beschaffung von entsprechenden Ersatzbauteilen kommt es nun zu Engpässen:
Leider stellte sich heraus, daß genau dieses Bauteil nirgendwo auf der Welt kurzfristig in den benötigten Stückzahlen zu beschaffen ist. Wir haben Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt, aber wir werden die Teile nicht rechtzeitig bekommen.
Die Auswirkungen dieser Bauteil-Engpässe auf die gegenwärtigen Vorbestellungen erläutert txtr ebenfalls:
Wir haben uns aber schon früh dafür entschieden, daß wir nur so viele Bestellinks für txtr-Reader verschicken, wie wir auch sicher ausliefern können. Das heißt: Jeder, der uns Geld gibt, wird auch sicher seinen Reader bekommen. Und: Wir nehmen das Geld erst, wenn wir den Reader in Berlin getestet und im Lager haben, also sicher sind, liefern zu können.
Damit ist auch geklärt, warum es bisher nur derart wenige Mails mit endgültigem Bestell-Link zu geben scheint. Wer doch einen entsprechenden Link erhalten sollte, kann dafür mit einer zeitnahen Lieferung rechnen.
Ein weiteres Kapitel im txtr Reader – Fehlstart?
Die nun zugegebenen Lieferschwierigkeiten – ob selbst verschuldet oder nicht – reihen sich aus Kundensicht in eine Kette von Enttäuschungen ein, die die bisherige Markteinführung des txtr Readers begleiten. Die erste Enttäuschung war die Release-Ankündigung für die Frankfurter Buchmesse, für die viele schon mit einem direkten Verkaufsstart gerechnet hatten.
Darauf folgte die überraschende Ankündigung, auf WLAN zu verzichten, nur einen Tag vor dem offiziellen Bestellstart. Letzterer wiederum verwirrt die Interessenten mit einem undurchsichtigen Vorbestellprozess und den ausbleibenden Bestätigungen für wirklich erhaltene Mails mit Bestell-Link.
Was ist nun im Sinne einer konstruktiven Kritik als Hauptursache für diesen Fehlstart zu sehen – denn als solcher wird er aus der Sicht vieler potentieller Kunden bisher wahrgenommen? Der Schlüssel für die Antwort auf diese Frage steckt im Wort “Enttäuschung” selbst: Viele Interessenten fühlen sich nämlich schlichtweg ge”täuscht”. Und warum fühlten sie sich getäuscht? Am Ende aufgrund der mangelhaften Kommunikation von txtr mit seinen zukünftigen Kunden.
Hätte man von Anfang an die Möglichkeiten der im Web 2.0 gegebenen Kommunikationsmöglichkeiten genützt, hätte man schon vor der Frankfurter Buchmesse Hoffnungen zerstreuen können, der txtr Reader könnte schon dort erscheinen. Hätte man den eigenen Entscheidungsfindungsprozess bezüglich des WLAN-Moduls angedeutet, wäre die interessierte Community darauf gefasst gewesen, nicht alle Bauteile als 100% gesichert anzusehen. Hätte man schon vorzeitig deutlicher angekündigt, dass mit nur eher wenigen fertigen Geräten vor Weihnachten zu rechnen sei, hätten sich bestellwillige Kunden, die sich schon glücklich mit dem txtr Reader unter dem Christbaum sahen, entsprechend darauf einstellen können.
Ergo: Durch einen rechtzeitigen, offenen Austausch mit der Community hätte die ein großes Maß der Enttäuschung unter den Interessierten – zu diesem Zeitpunkt größtenteils Early Adoptern – begrenzt werden können. Auch wenn Faktoren wie zu teure oder nicht lieferbare Bauteile nicht in der Hand eines Unternehmens liegen, die Kommunikation tut es. Gerade dadurch, dass sich txtr in Bezug auf die eigene Hard- und Software zur Offenheit bekennt und mit txtr.com als Web-2.0-Unternehmen aufgestellt ist, liegt eine entsprechend offene Kommunikationskultur nahe.
txtr reloaded
Dass dieser enorme Nachholbedarf in der Kommunikation bestand, hat txtr begriffen und mittlerweile in den letzten Tagen auch reagiert. Wie der erste Blog-Post von Birte Huizing andeutet scheint es nicht wie bisher weiterzugehen, sondern man hat wortwörtlich “txtr reloaded” und tritt der Community gegenüber künftig offener und vor allem aufmerksamer entgegen. So folgte auf die gesteigerte Aktivität im offiziellen Blog und dem Twitter-Kanal jüngst die Einrichtung eines neuen offiziellen txtr Forums.
Damit sind die Voraussetzungen geschaffen, für einen Austausch zwischen txtr und seinen (künftigen) Kunden, der für beide Seiten gewinnbringend ist. Die Entwickler erhalten Feedback, Verbesserungswünsche und Ideen der Kunden, diese wiederum erhalten am Ende ein besser auf sie abgestimmtes Gesamtprodukt. Und natürlich nicht zu vergessen: Künftige Enttäuschungen können nun verhindert werden.
Das sind positive Voraussetzungen für den großflächigen Start des txtr Readers im nächsten Jahr. Dann wird der Reader aufgrund größerer Stückzahlen direkt bestell- und lieferbar sein und wahrscheinlich auch in Buchhandlungen ausgestellt und verkauft werden. Eventuell sind bis dahin auch die angekündigten Zeitungsabonnements bereit (Q1 2010).
Mutti und die Versuchskaninchen
Auch wenn das bisherige Vorbestellungsprozedere sich den Vorwurf eines Fehlstarts gefallen lassen muss, ist die Marktpremiere des txtr Readers im Gesamten natürlich noch nicht zu bewerten. Denn wenn in einem Jahr Mutti nach einem Besuch bei Hugendubel verkünden sollte: “Hab’ mir heute auch so ein elektronisches Lesegerät gekauft hat. Das hat so einen unaussprechlichen Namen, Texter oder so. Sieht aber schick aus und ist kinderleicht zu bedienen.” – dann hat man bei txtr trotz der jetztigen Startschwierigkeiten seine Sache gut gemacht.
So gesehen, lässt sich dem jetztigen Fehlstart auf langfristige Sicht auch Positives abgewinnen: Besser treten derartige Fehler in einem so frühen Stadium auf, als später, wenn sie nicht mehr so leicht zu korrigieren sind und am Ende das Projekt als ganzes bedrohen. Zumal gerade im Fall eines so kleinen und jungen Unternehmens wie txtr, das noch dazu mit seinem ersten Produkt auf den Markt geht, derartige Startschwierigkeiten, wie sie nun aufgetreten sind, nicht immer zu vermeiden und letztendlich als Teil des Entwicklungsprozesses zu bewerten sind.
Das hört man natürlich als Early Adopter nicht gerne, ist man doch Hauptleidtragender gerade dieser Startschwierigkeiten. Aber als ein solcher Early Adopter ist man eben nicht nur Vorreiter in Sachen neues “Spielzeug”, bevor der breite Markt darauf aufmerksam wird, sondern immer auch Versuchskaninchen für die Startschwierigkeiten eines solchen Produkts. Das ist das Risiko für jeden Early Adopter – aber wie heißt es so schön: no risk, no fun.











Naja, es geht ja nicht darum, dass Early Adopter Versuchskaninchen sind, sondern darum, dass es sehr, sehr wichtig ist, die Early Adopter von einem Produkt zu überzeugen, damit sie alle ihre nicht-so-early-adoptenden Freunde mitreißen, wenn sie ihr neues Spielzeug mitbringen.
Wenn Ihr Early Adopter als Versuchskaninchen degradiert, braucht Ihr Euch über den Unmut in der Community nicht zu ärgern. – Besser also nochmal über die Rhetorik nachdenken!
Erstmal ein kleiner Hinweis am Rande, mir scheint ein wenig du hast das falsch verstanden: Dies hier ist nicht das offizielle Blog von txtr (http://blog.txtr.com) sondern ein inoffizielles Communityblog
Den Mitreißfaktor den Early Adopter stelle ich hier auch keineswegs in Frage. Ich habe nur analysiert, warum es zu eben jenem “Unmut in der Community” gekommen ist. Und das ist nicht deshalb gekommen, weil der txtr Reader von heute auf morgen unattraktiv geworden wäre, sondern meines Erachtens hauptsächlich aufgrund der oben genannten Kommunikationsschwierigkeiten.
Zur “Degradierung” der Early Adopter zu Versuchskaninchen: Ich denke, dass viele Early Adopter sehr gerne das Versuchskaninchen spielen – siehe etwa der Erfolg von Beta-Versionen wie Google Wave etc.
Ich würde gern endlich mal einen Testbericht über so ein Gerät lesen. Wenn morgen die Geräte an Endkunden rausgehen sollen, dann müssten doch eigentlich auch welche an Journalisten gehen. Spätestens dann.
Nach meinen (zugegeben noch nicht sehr langen) Erfahrungen mit Kindle kann ich mir (leider) kaum vorstellen, wie man damit angesichts der eingeschränkten Bedienungselemente vernünftig zurecht kommt. Ok, blättern wie im Papierbuch wird schon klappen. Aber für so eine Basisfunktion sind 300 Euro ein bisschen heftig.
Ein Presse Sample wurde mir in Aussicht gestellt. Sobald ich dieses erhalte, werde ich hier dementsprechend ausführlich berichten.
Die “eingeschränkten” Bedienungselemente – wenn du damit das Fehlen einer Tastatur meinst – sind beim txtr reader ja als Feature gedacht. Das steht und fällt natürlich damit, dass das Bedienkonzept mit dem Touchpad leicht zu erlernen ist und alle nötigen Funktionen ermöglicht. Wenn es Erfolg hat, ist es meines Erachtens allerdings einer Tastatur eindeutig überlegen – vorausgesetzt es steht beim Nutzer auch wirklich das Lesen im Vordergrund.
Selbst “nur” Lesen kann schnell einen multfunktionalen Aspekt bekommen, wenn man z. B. einen fremdsprachlichen Text liest und auf Begriffe stößt, die einem nicht geläufig sind. Bei Kindle: einmal ein Wörterbuch kaufen, als Standard-Dictionary einrichten (ein Befehl, kann jederzeit geändert werden), mit dem Cursorkreuz vor das Wort, weiter nichts tun, Übersetzung erscheint unten am Bildrand. Das geht alles blitzschnell und intuitiv. Stößt man dabei auf einen Begriff, den das Wörterbuch nicht beinhaltet (soll ja vorkommen), kann man auf Wikipedia (englisch) und im Internet (etwas komplizierter, aber eingeschränkt möglich) weitersuchen.
Da steht immer das Lesen im Vordergrund, und zwar eine Art zu Lesen, die erst durch einen eBook-Reader möglich wird und Spaß macht. Ohne Ebook-Reader braucht man dazu ein Buch, noch ein Wörterbuch, und schlimmstenfalls noch einen Computer.
Wie macht man sowas ohne Cursorkreuz, ohne Touchscreen, ohne Tastatur? Spannende Frage.
Also die Jungs von Pocketbook beispielsweise haben das beim 360° wirklich sehr clever gelöst – auch ohne Tastatur. Daher denke ich, sollte das auch auf dem txtr reader möglich sein. Ob das erst mit Firmwareupdate kommt oder vom Start weg verfügbar sein wird, lässt sich bisher natürlich sagen. Notfalls gäbe es ja auch noch die Möglichkeit über freie Entwickler.
Bei txtr liegen wohl die Nerven blank. Ganz offensichtlich selbstgetrickte Jubelkommentare zur kommunikativen Offenheit und Löschen bzw. Nichtfreischalten kritischer Stimmen.
So liebe ich mir IrgendwasmitMedien-Leute aus Berlin. Wenns mal nicht so läuft, läuft man schnell Amok.
Nicht alles sind “Jubelkommentare” – wer etwa K-Thom aus dem MobileRead-Forum kennt, wird in seinem Kommentar deutlich die Ironie sprechen sehen
Nichtsdestotrotz hast du recht: Man scheint im Moment im Blog bei txtr darauf bedacht zu sein, nur noch konstruktive Kritik zuzlassen. Wenn man allerdings einige der Kommentare zu den Blog-Artikeln zuvor gesehen hat, bevor die Moderationsfunktion eingeschaltet wurde, dann kann ich auch verstehen, dass man bei txtr im Moment etwas gereizt reagiert und sich nicht mehr alles gefallen lässt. Was sich da manche im Schutze der Anonymität erlaubt hatten, war wirklich nicht mehr feierlich.
Wie es in den Wald hineinruft, so schallt es heraus. Wer meint, seine treue Fangemeinde verarschen zu können, dem wird kräftig eingeschenkt. Aber txtr ist nicht die einzige Firma, die Kommunikation mit Kunden nur solange gut findet, wie sie positiv ist. Und wenn es keine positiven Kommentare gibt, schreibt man sich halt selbst welche. Gott ist das widerlich.
Ich habe mir doch tatsächlich heute per Kindle App auf dem iPhone das erste Ebook gekauft. Liest sich besser als gedacht.
@dirk: so ganz verstehe ich dich nicht. Da schreibt doch gar keiner mehr, bzw. wahrscheinlich sind die Threads zum Thema Lieferbarkeit und Produkteigenschaften geschlossen. Letzte Beiträge vom 10.12.09, 11.12.09 bzw. 14.12.09. Kein Jubel, auch nicht darüber, dass nun die Lieferungen beginnen.
Aber mal was Positives: du hast ja nun keinen txtr-Reader, aber jedenfalls den Kindle-Reader auf dem iPhone (tatsächlich iPhone oder iPod touch?). Wie ist denn das Lesen auf dem iPhone, was Darstellung und Bedienung betrifft? Wie lange hält eine Akkuladung? Hast du einen Kindle zum Vergleich? Warum hast du die Kindle-Applikation (=Amazon-DRM) vorgezogen, und nicht die txtr-Applikation (=EPUB mit Adobe-DRM)?
Unter dem Artikel “Wenige Reader” unterm Baum lese ich Kommentare wie: “Endlich wieder Transparenz, Danke. Das wird schon.” – Wenn das ein echter Beitrag eines echten Users sein soll, dann heiß ich Fred.
Die Frage txtr- oder Kindle-App entschied sich einfach nach dem Buch, dass ich lesen wollte. Ich lese auf dem iPhone und finde die Bedienung einfach und übersichtlich. Wie lange der Akku fürs Lesen hält, kann ich nicht sagen. Ich lese z.Zt. immer so 30 Minuten in der S-Bahn. Ich denke auch, dass es kein Ersatz für einen richtigen Reader oder Tablet ist, aber eine angenehme Zwischenlösung.
@dirk
Um lediglich in den Genuss eines eInk-Displays zu kommen, um ebooks ermüdungsfrei lesen zu können muss man nicht auf txtr warten. Es gibt inzwischen ja ettliche (lieferbare) ebook-reader auf dem Markt – und um das early-adopter-tauglich zu gestalten kannst du dir auch ein in D nicht erhältliches Gerät zulegen. Machs wie ich und besorg dir nen Sony Reader pocket edition (PRS-300). Der ist neu, ein Nachfolger des seit mehr als 2 Jahren erhältlichen PRS-505 und für unter € 200 zu haben.
Sorry, möchte hier niemanden abwerben und bin auch nicht bei Sony beschäftigt.
Interessant finde ich ja, dass Onyx Boox 60 alles (und noch mehr) hält, was txtr so verspricht – und das auch noch lieferbar. WLAN, nettes Design, angeblich ordentliche Verarbeitung und sogar Textanmerkungen/Skribblefunktion.
Zudem gibt es ein SDK – siehe http://www.onyx-international.com/node/59 und eine rudimentäre Developercommunity – siehe hier http://www.onyxcommunity.com/developers
Sieht ganz gut aus
Naja, wenn ich so im Internet suche, dann scheint Onyx auch noch nicht ganz fertig mit der Firmware zu sein. Allerdings hat das Gerät (soweit ich sehen kann) kein GPRS/UMTS-Modul, so dass die wesentliche Funktion des Shop-Zugangs von unterwegs (wie bei Kindle, Nook und theoretisch txtr) nicht gegeben ist.
Aber im übrigen ist die Ausstattung und das Bedienkonzept des Onyx beeindruckend. Man wird sehen, ob sich ein solches Gerät bei > 300 € auf dem Markt positionieren kann. txtr sagt nein (ohne es überhaupt zu versuchen), Onyx versucht es.
Ich sehe nur generell ein Problem: Die derzeitigen eInk-Displays taugen weder richtig als Webbrowser noch als wirkliches Arbeitsgerät.
Deswegen sehe ich für diese Multifunktionsanforderungen den Tablet-Ansatz als vielversprechender an. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis es auf diesem Gebiet entsprechende Geräte gibt. Sehr interessant ist etwa das von Notion Ink vor kurzem via Slashgear angekündigte smartpad, das dank PixelQi-Display auch als wirklich brauchbarer eBook Reader taugen könnte (vgl Diskussion bei MobileRead | Infos bei Slashgear). Es soll auf der CES im Januar erstmals live präsentiert werden. Die angepeilte Feature Liste liest sich schon jetzt wie der Wunschzettel eines Gadgetliebhabers. Ein kleiner Auszug:
- Android
- GPS, WLAN, UMTS, BT, USB, Kompass
- 10.1 ” PixelQi-Display mit Touchscreen (1024×600)
- 1080p Full HD Wiedergabe
- 15 / 32 GB SSD, SD Card Slot
- …
Das ist natürlich noch mit Vorsicht zu genießen – Stichwort Vaporware. Aber die Geschichte um das Crunchpad und die dauernden Apple-Gerüchte machen deutlich, dass es mittlerweile die Hardware zu geben scheint, um solche Konzepte auch sinnvoll umzusetzen. Die Frage ist am Ende aber, ob ein Tablet eine wirklich angenehme Lektüre bietet, wenn es dann um Romane etc. geht. Mal sehen, was etwa die Käufer der neuen Archos-Tablets berichten.
Leider sieht das Teil wie eine Küchenwaage aus
@Manuel: hast du die Wikipedia-Fähigkeiten des Kindle mal ausprobiert? Das ist zwar nur ein Teilaspekt der Internet-Nutzung, aber aus meiner Sicht für ein Lesegerät der wesentliche Ansatz: Informationen im Internet nachschlagen. Dafür braucht man kein videofähiges Buntdisplay.
Geräte wie das smartpad spielen da in jeder Weise in einer anderen Liga, auch bei Größe und Gewicht – das Teil wiegt zwei bis drei Mal so viel wie ein typischer eBook-Reader. Und ob sowas für ein oder zwei Wochen Akkuladung mit sich bringt, ist auch zu bezeifeln.
Klar gibt es diese Anwendungszwecke wie Wikipedia und RSS-Feeds, bei denen sich auch ein eInk-Display sehr gut eignet. Auch wieder, weil bei diesen Anwendungszwecken das Lesen im Vordergrund steht.
@Acid Burn
Man muss beachten, dass das bisher nur Render-Bilder sind – die ersten live Bilder sollen zur CES kommen. Die Konkurrenz in Form des ICD Ultra Android finde ich da weitaus hässlicher. Mal sehen wie Apple das design-technisch löst