txtr kooperiert mit Verlagen der Holtzbrinck-Gruppe
Wer in den letzten Tagen öfter einen Blick in den txtr store geworfen hat, dem wird aufgefallen sein: Da tut sich was. Auf der Startseite finden sich mittlerweile Bestseller wie Der Schwarm von Frank Schätzing oder Atemschaukel von Herta Müller und die Zahl der verfügbaren eBooks steigt immer weiter.
Zu verdanken sind die aktuellen Zuwächse, wie txtr heute in einer Pressemitteilung bekannt gab, neuen Vertriebsverträgen mit Verlagshäusern der Holtzbrinck-Gruppe, nämlich Droemer Knaur, Fischer, Kiepenheuer&Witsch (KiWi) und Rowohlt. Bis zum Start des txtr readers sollen bereits über 1000 eBooks aus deren Angebot auf txtr.com verfügbar sein. Neu erscheinende und nachträglich digitalisierte Titel werden folgen.
Die Verlage aus der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck reihen sich damit in die Liste der bereits bekannten Content-Partner Ciando, Libreka, Libri Digital und Ingram Digital ein. Zudem ist auch das englischsprachige Angebot mittlerweile auf über 3000 Titel angewachsen. Hierfür scheint man eine Kooperation mit dem New Yorker Verlag Simon & Schuster abgeschlossen zu haben (siehe das englischsprachige Angebot im eBook-Store und der Tweet von Ronnie Vuine).
Zwei Tage vor dem offiziellen Startschuss für den txtr reader auf der Frankfurter Buchmesse wird das eBook-Angebot des txtr stores noch einmal attraktiver. Wir dürfen gespannt sein, welche Überraschungen txtr noch für die Buchmesse bereit hält.












Alles schön und gut, aber 94 User (zur Zeit) ist nicht gerade viel. Das weist für mich auf einen eklatanten Mangel an Marketingpower hin. Genauso wie ich den txtrblog hier gerade erst entdeckt habe (und ich bin seit einigen Wochen etwas intensiver am Thema dran).
Zum Glück hat Amazon den Kindle jetzt für Deutschland angekündigt, so rückt das Thema etwas in den Fokus der Öffentlichkeit. Andererseits sieht Gartner möglicherweise das Ende des “Hypes” (http://www.e-book-news.de/e-books-im-tal-der-tranen-gartner-report-warnt-vor-dem-ende-des-hype-cycles/) – aber die quatschen auch berufsbedingt viel, wenn der Tag lang ist.
Wie auch immer, wollen wir mal hoffen, dass txtr nicht aufgrund mangelnden Marketings den Boom (der m.E. sicher stattfinden wird, aber wann ist logischerweise schwer zu sagen) gar nicht mehr mitbekommt, weil pleite.
Ich sach mal: Gut Hol(t)z!(brinck)
Das mit den 94 Usern ist ein Trugschluss, auf den ich auch schon reingefallen bin. Wenn man auf “Nutzer” geht, werden vermeintlich alle “94″ angezeigt. Das stimmt aber nicht (ich bin z.B. auch nicht dabei). Such einfach mal nach einzelnen Buchstaben. Bei der Nutzersuche “a” zeigt er mir beispielsweise 1000 Treffer an, ebenso bei der Suche nach “e” (1000 scheint also das Treffermaximum zu sein). In dem Punkt kann ich also beruhigen, es sind weit mehr als 94 Nutzer.
Wo ich aber rechtgeben muss – und darauf bin ich auch schon in meiner Bestandsaufnahme zu txtr.com eingegangen – man merkt nicht, dass es schon mehr als 94 Nutzer sind. Einfach deswegen, weil es keine organisierte öffentliche Interaktion in Gruppen, einem Forum oder ähnlichem gibt. Dafür muss man im Moment zu MobileRead gehen – dort wird es sicher ab dem 14. Oktober ein txtr reader Unterforum geben.
Zum Thema “Ende des Hypes”: Gut – schon der angekündigte Durchbruch ist ja Spekulation. Aber in den letzten Wochen und Monaten haben sich doch die Anzeichen verdichtet, dass der eReader aus seinem Nischenmarkt kommt, etwa die angekündigte Welle an Geräten, das wachsende Angebot an digitalisierten Texten von Verlagen, die Internationalisierung des kindle, der Google Books Streit oder auch Buchhandlungen, wie Hugendubel und Thalia, die nun vermehrt eReader in ihren Filialen verkaufen wollen. Das alles zeigt, dass der Markt ziemlich in Bewegung ist. Auch wenn ich mich bei meinen Kommilitonen so umhöre, ist das Interesse – ein ansprechendes Angebot vorausgesetzt – auch vorhanden.
Die nächsten Monate, und vor allem der Mittwoch (kann es kaum erwarten), werden es zeigen. Und wollen wir mal nicht hoffen, dass txtr die Pleite droht. Ich denke eher txtr spekuliert darauf, dass man sie unterschätzt – sie sind nämlich kein wirkliches Startup mehr (das vorige Projekt Gate5 wurde gewinnbringend an Nokia verkauft und bildet – so wie ich das verstehe – die Basis für das heutige Navigationssystem Ovi Maps. Siehe dazu den wirklich lesenswerten Artikel im TechnologyReview und folgende Heise-Meldung aus dem Jahr 2006).
Schon klar, dass die Jungs von txtr vorher etwas Geld gemacht haben. Aber das heisst ja nicht unbegrenzt Kohle in den Laden zu schiessen, auch wenn es nicht läuft.
Die Userdaten sehen für mich – im besten Fall – wie Testdaten aus. Da stehen nie im Leben echte User hinter und ich habe die letzten Jahre eine Menge Communities/Web2.0-Projekte gesehen. Organische Daten sehen einfach anders aus.
Der Hype ist sicher noch nicht zu Ende. In Deutschland hat er noch nicht mal angefangen. Txtr wird zeigen müssen wie konkurenzfähig das Gerät wirklich sein wird. Gerade beim Preis erwarte ich mir keine wirklichen Überraschungen und ich denke das er für die meisten zu hoch sein wird. Über 400€ wird wohl kaum ein Student für einen eReader ausgeben wollen. Da ist der Sony 505 für 199€ (gerade heute gesenkt) dann doch um einiges interessanter. Ich bin jedenfalls gespannt, glaube aber das der txtr eher einen Nischenmarkt bedienen wird.
Das Problem bei Sony ist (abgesehen davon, dass sie seit über 3 Jahren Reader auf dem Markt haben und sich trotzdem nicht durchsetzen konnten): Die sind ganz schön unsexy.
Das Auge liest ja mit (manchmal) und da ist gerade der Kindle 2/DX das Maß der Designdinge – so gesehen ist txtr schon auf dem richtigen Weg.
Wenn es noch gelingt eine Developer-Community zu etablieren (das ist viel schwieriger als es sich anhört, speziell wenn man davon keine Ahnung hat), dann könnte es funktionieren (Content und Vertriebswege dafür ist natürlich auch wichtig, klar – aber Content ist ja nicht der USP).
Wir werden sehen. Aber ich denke das gerade die Developer Community für die meisten normalen Nutzer ziemlich unwichtig ist. Sie wollen lesen und mehr aber auch nicht.
Beim Design sehe ich es ähnlich wie du. Leider spielt der Txtr bei der Tiefe des Gerätes nicht in der oberen Liga mit und wird mit 300g ziemlich schwer gewichtig sein.
Auf der anderen Seite hat der Txtr durch schneller umblättern einen Vorteil gegenüber den anderen Readern.
Leider kennen wir noch zu wenig genaue Details. Wir werden am Mittwoch dann mehr wissen. Im Marketing Bereich muss txtr auf jeden Fall mehr tun. Es wird nicht funktionieren, dass Gerät nur über virales Marketing zum Renner zu machen.
Die Developer Community könnte aber einen Kaufgrund für die Early Adaptors sein, die dann wiederum normale Nutzer anziehen können. Und nur Virales Marketing wird txtr denke ich nicht betreiben – allein schon durch die Verträge mit den Verlägen wird man den txtr reader bestimmt nicht nur auf txtr.com angeboten bekommen. Aber auch bei meinem letzten Besuch im Hugedubel etwa, war dort die Rede davon, dass der txtr reader ab Oktober zum Verkauf stehen wird.
Dennoch: Dass dem txtr der ganz große Durchbruch gelingt, halte ich auch für überzogene Erwartung – dafür gibt es einfach noch zu wenige potentielle Erstkäufer. Und die ganz großen Käuferschichten fehlen einfach noch, weil zu wenige Leute bis jetzt eInk in Aktion gesehen haben bzw. überhaupt entdeckt haben, welche Möglichkeiten ein eReader bietet, und dass man deswegen nicht gleich um das gedruckte Buch fürchten muss. Da besteht einfach noch viel Informationsbedarf.
Ich werde morgen (wenn mir keine technischen Probleme dazwischen kommen) direkt von der Pressekonferenz (12h) berichten. Bin schon sehr gespannt.
Ich bin ebenfalls gespannt und gewillt mir in den nächsten Tagen einen txtr zu kaufen.
(auch wenn ich in vielen Punkten noch nicht überzeugt bin, aber das optimale Gerät gibt es einfach noch nicht und wird es wohl nie geben)
Ich bin natürlich auch gewillt einen zu kaufen – sonst könnte ich ja auch mein Blog hier gleich wieder einstampfen
Zum “optimalen Gerät”: Ich denke man muss sich einfach zum Vergleich die Entwicklung der MP3-Player anschauen: Vergleicht einen iPod der ersten Generation mit dem heutigen neuesten iPod touch. Und selbst letzterer ist meiner Meinung noch nicht das “optimale Gerät”. Im Moment warten wir sozusagen noch auf den ersten eBook-iPod. Dass der txtr (vor allem beim Bedienkonzept und beim Gehäuse) so in Richtung iPod classic geht, ist da auch kein Zufall.
Hugendubel ist ja schon mal super. Für mich leider nicht so interessant, da ich aus dem Ruhrgebiet komme. Hier sind Mayersche und Thalia mit einer ganz guten Filialabdeckung vertreten. Also ruhig auch mal den größten Ballungsraum in Europa erschließen
Die iPod-Position im Reader-Bereich hat z.Z. wohl der Kindle 2/DX – da muss man erstmal hinkommen.
@android-user
Same here, wenn er nicht zu teuer wird hol ich mir einen…
@Acid Burn
Das kann ich so auch nur unterstreichen. Beim iPod gab es vorher noch keine nennenswerten Geräte. Mit dem Kindle ist aber schon ein Endgerät auf dem Markt was sehr gut angenommen wurde (wenn auch nur in den USA) und damit schon eine gewisse Grundhaltung vorhanden ist, was Features und Design angeht. Diesen Grundanforderungen kann ich mich auch nicht gänzlich entziehen, deswegen war ich auch erstaunt über das höhere Gewicht und die Tiefe des Txtr.
Interessant zur Marktentwicklung ist dieser Bericht bei buchreport.de (von heute)der Unternehmensberater Kirchner + Robrecht.
Zum deutschen Markt heißt es da:
Keine allzu überschwinglichen Aussichten. Ob man da schon den Einstieg von Amazon mit einberechnet hat?
Außerdem gibt es dort noch Datenblätter zu den verschiedenen Geräten. Der txtr reader wird dort komischerweise mit 260g ausgewiesen – Fehlinformation oder Insiderwissen?
Und laut Datenblatt ist er auch nur 8mm dick…
Aber 400 Euro wären ein bisschen viel für meinen Geschmack…
Diese Information stammt wohl noch aus dem Q1 2009. Dort war der Reader auch überall mit dem Gewicht angegeben. Das hat sich aber anscheinend geändert und die Information wurde auch auf der Produktseite des txtr korrigiert.
Ja scheint so – die letzten offiziellen Daten sind meines Erachtens die von http://reader.txtr.com: 151mm x 131mm x 12mm, 300g (Stand: 28. August 2009). Spricht nicht gerade für die Aktualität und Aussagekraft der “Marktanalyse”.
Zum Preis hat noonscoomo (ein txtr Mitarbeiter) bei MobileRead mal folgende Aussage gemacht:
Da txtr an anderer Stelle beteuert hat, dass man den Preis auch an der aktuellen Konkurrenz festmachen will (was wohl der Hauptgrund war, warum man bis jetzt noch keinen Preis bekannt gegeben hat), hoffe ich auf die Preisregion 300 – 350 €.
Naja warten wir bis morgen ab, vielleicht sehen wir ja eine Überraschung was Gewicht und Tiefe angeht. Ich würde es hoffen.
Habe mir eben mein erstes kostenloses Buch bei Libreka geholt. (und ich hasse schon jetzt das DRM) Nun kann der Reader kommen.
Dito.
txtr scheint selbst ungeduldig zu sein: Gerade gab wurde Folgendes von der “Tools of Change”-Konferenz in Frankfurt getwittert:
Wir werden uns also wohl noch ein wenig gedulden müssen
Zu der Studie: Erstmal abwarten.
Ich glaube allerdings auch nicht, dass man Reader in der breiten Masse mittelfristig über Bücher etabliert bekommt. Meines Erachtens sind Magazine und vor allem Tageszeitungen dafür viel geeigneter (und die sicher aufkommende Piraterieproblematik – DRM hin oder her, ADEPT hat schon seine Schwächen offenbaren müssen – fällt dort nicht so in’s Gewicht).
Da ist txtr mit seinem Taschenbuchformat allerdings nicht ganz so gut aufgestellt (und Plastic Logic wird wahrscheinlich etwas zu teuer werden). Die Lücke (der Wettbewerb hat ja erstmal auch nix auffer Pfanne) könnte der Kindle DX schließen.
Aber: Erstmal abwarten
Naja, an der Stelle kann ich nur von mir ausgehen, und bei mir wird es einen recht schnellen Siegeszug geben. Ich hab einfach keine Lust mehr auf das ganze “Altpapier”, das mittlerweile in meinem Keller lagert, ich hab einen recht hohen “Durchsatz” an Büchern, da gehen schon mal 250 Seiten am Tag über den Tisch, und die ganzen Kisten und Kartons stören doch gewaltig, aber wegwerfen will man auch nicht… Wenn das in Zukunft alles auf einer winzigen Speicherkarte Platz findet dann bin ich doch sehr dafür und auch sehr schnell dabei.
Aber das Thema Piratenproblem wird auf jeden Fall noch ein recht Großes werden, solange eBooks so teuer sind wie aktuell, gerechtfertigt oder nicht, das wird ein Gejammer werden wie von der Musikindustrie. Und das wird sich, wie bei den MP3s auch, erst zu dem Zeitpunkt legen, wenn eBooks günstig und maximal mit Wasserzeichen versehen zu haben sein werden, und auch das wird kommen. Die ganzen kleinen Buchhandlungen tun mir allerdings jetzt schon Leid.
Statt Oktober wird es nun Dezember. Das ist wirklich dumm, sehr dumm sogar.
Diese Verschiebung wird mich dann wohl oder übel zwingen einen anderen Reader vorzuziehen. Ich hätte wirklich sehr gerne sofort zugeschlagen und nochmal einen Monat abzuwarten ist einfach nicht mehr drin.
Schade!
Weihnachtsgeschäft adé, sehr unglückliches Timing von txtr.
Ich tippe mal darauf, dass es dieses Jahr nichts mehr wird. Das spielt aber auch keine Rolle mehr, wenn man das Weihnachtsgeschäft vergeigt. Diese ganze kostenlose PR überall (Artikel wie z.B. “Die tollsten Weihnachtsgeschenke” etc.) bekommen jetzt halt andere.