Interview mit Ronnie Vuine von txtr – Teil 2
Hier folgt Teil 2 des Interviews mit txtr-Mitgründer Ronnie Vuine auf der Frankfurter Buchmesse. Während es im ersten Teil um txtr und den txtr Reader ging, stehen diesmal die Themen Developer und txtr.com im Mittelpunkt:
Warum habt ihr nicht Android als Betriebssystem gewählt, das wäre doch für die Entwickler bestimmt attraktiver gewesen?
Ronnie Vuine: Dazu muss man wissen, dass es eine ganz eine Zeit lang dauert, ein derartiges Gerät zu entwickeln. Als wir die Entscheidung über das Betriebssystem getroffen haben, war Android gerade angekündigt. Wir haben uns alles sehr gut angeschaut und dann festgestellt, dass es überhaupt nicht komplett offen war. Es gab wesentliche Teile von Android, die damals nicht Open Source waren und es glaube ich in Teilen immer noch nicht sind, auf die wir aber den Zugriff gebraucht hätten, weil Android für TFT-Bildschirme gedacht ist und nicht für Displays wie eInk, die Partial Updaten müssen. Um zum Ziel zu kommen, hätten wir also auf Teufel komm raus an Android vorbei wieder Zusätze programmieren müssen – die dann auch nicht funktioniert hätten, wenn man normale Applications installiert hätte. Daher haben wir uns für etwas eigenes entschieden. Das heißt aber nicht, dass das für immer so bleiben muss. Android ist mit Sicherheit eine interessante Plattform, die wir auch sehr gern mögen.
Könnte man Android rein theoretisch auf dem txtr Reader installieren?
Ronnie Vuine: Klar, wenn man ein Crack ist, kann das gehen. Man könnte auch OpenInkpot oder wenn man ganz wild ist Windows CE darauf installieren. Es gibt ein leichtes Verfahren, wie das Gerät von der SD-Karte bootet. Man müsste sich entsprechend eine SD-Karte basteln und die entsprechenden Kernel hinkriegen.
Ab wann können denn Entwickler mit einer vollständigen API-Dokumentation rechnen und wohin können sich interessierte Entwickler wenden?
Ronnie Vuine: Ziemlich vollständig dokumentiert ist bereits die txtr.com-API. Nicht so genau beantworten kann ich die Frage bei der Hardware- und der OnDevice-Software, und zwar aus folgendem Grund: Die Leute, die die API-Dokumentationen erstellen werden, sind im Moment voll mit den Arbeiten für das Release ausgelastet und müssen gleichzeitig schon die Folgegeräte planen. Falls es also jetzt ein bisschen dauert, liegt das nicht daran, dass wir es nicht offenlegen wollen. Die Grundfunktionen, wie etwa das einfache „root“-werden, sind sehr einfach und werden bereits vorher dokumentiert. Die Anlaufstelle für Entwickler ist in jedem Fall developer.txtr.org.
Wird es eine Art App-Store für den txtr geben?
Ronnie Vuine: Wir denken darüber nach, denn es scheint großen Sinn zu machen, wenn man Anwendungen für das Gerät entwickelt und von der Community entwickeln lässt. Wenn, dann sollte man das aber auch gründlich machen, damit die Qualität stimmt. Da jetzt erst einmal das Release vorgeht, ist das aber eine Sache, die wir uns für später offen halten.
Nicht jeder hat ein iPhone – sind txtr.com-Anwendungen für Symbian, Android und Blackberry geplant – wenn ja, für wann?
Ronnie Vuine: Natürlich gibt es andere Plattformen als das iPhone. Die, die wir am liebsten mögen, ist klar Android. Was ich jetzt schon verraten kann: Wir sind gerade dabei, eine Anwendung zu entwickeln, die das, was es jetzt für das iPhone gibt, auch für Android umsetzen wird. Einen Termin kann ich aber noch nicht nennen. Symbian ist so ein Kandidat – niemand will Symbian programmieren. Blackberry ist glaube ich ein wenig besser. Ob wir für diese beiden Systeme irgendwann Anwendungen anbieten werden, ist noch nicht entschieden.
Wer kümmert sich bei euch bis jetzt um die Community bzw. wird es einen Community-Manager geben?
Ronnie Vuine: Das ist auch eine der Sachen, die ich noch nicht eindeutig beantworten kann. Wir wollen etwas in diese Richtung unternehmen, es ist aber natürlich so, dass erst einmal andere Sachen Vorrang hatten. Deswegen kann ich jetzt auch noch nicht sagen, ob wir dann einzelne User promoten werden oder jemand aus unserem Team die Aufgaben übernehmen wird.
Bis jetzt besteht die Community hauptsächlich aus zahlreichen Einzelaccounts – wann kommen Features, wie Foren, Gruppen oder Pinnwände, mit denen sich die Nutzer auch untereinander vernetzen können?
Ronnie Vuine: Das ist stimmt. Im Moment gibt es Accounts mit Profilen, zwischen denen man ein wenig herumwandern kann – aber es gib noch keine „organische Struktur“. Das hat damit zu tun, dass wir den Use-Case, also die persönliche Verwaltung von Dokumenten, erst einmal sehr gründlich gemacht haben. Ich kenn ja auch deinen Blog-Post – das sind einfach die Punkte, auf die wir uns konzentriert haben, weil sie ein Reader-Feature sind. Die Community wird dann weitergebaut, wenn wir ein bisschen Luft haben. Gruppen sind zum Beispiel ein Feature, das wir bereits lange machen wollen. Wenn man sich die Server-APIs anschaut, sieht man auch, dass die entsprechenden Methoden dafür schon da sind – sie sind nur noch nicht umgesetzt. Auch eine Pinnwand-Funktion wird kommen, vielleicht schon vorher. Wir müssen einfach sehen, wann wir dazu kommen.
Ist geplant, dass irgendwann auch unabhängige Autoren ihre Texte über den txtr Store anbieten können? Oder scheitert das an den Verlagen?
Ronnie Vuine: Wir haben viel darüber nachgedacht – eben weil man sich fragt, wozu braucht man Verlage? Wir sind dann zur der Meinung gekommen, dass User Generated Content ein Segment ist, das sicherlich Sinn macht und das man auch irgendwann umsetzt. Bei Texten ist die Lage allerdings ganz speziell – der Grund dafür ist, der: Einen Text zu lesen, ist ein ziemliches Investment an Aufmerksamkeit und Zeit. Deswegen funktioniert das Prinzip „Streetperformer“ bei Texten nicht – Streetperformer heißt, wir stellen beliebig viele Inhalte zur Verfügung, dann geben die Leute Bewertungen ab und dann etablieren sich die besten von alleine. Das funktioniert bei allen Inhalten, bei denen man sehr schnell beurteilen kann, ob etwas gut ist oder nicht – Videos zum Beispiel. Bei Texten ist es viel schwieriger, weil man eigentlich vorher wissen muss, ob es sich lohnt, etwas überhaupt näher anzuschauen. Deswegen sind Buchhändler und Verlage auch so eine gute Sache – weil sie nämlich den meisten Unsinn, den Leute so produzieren, schon wegfiltern.
Nun gibt es in Deutschland ein paar Unternehmen, die User Generated Content machen, die wir auch gut finden. Das kann eine interessante Möglichkeit sein, mit diesen zusammenzuarbeiten. Oder wir setzten selbst etwas um – dann müssten wir es aber wenigstens so gut machen, wie diese Angebote, oder besser. Was wir nicht machen werden, ist ein Verlagsprogramm nach dem Motto „jeder der für 1,50€ sein Mietvertragsformular anbieten will, kann das“. Scribd macht das so – das funktioniert auch. Ich will nicht sagen, dass es schlecht ist, was die machen, aber wir legen eher Wert auf die Reading Experience und dass man sich nicht erst groß durchwühlen muss, um zu den guten Sachen zu kommen.
Ihr seid ständig in Verhandlungen mit weiteren Content-Partnern. Kannst du schon etwas verraten? Wie sieht es mit Partnern im europäischen Ausland aus?
Ronnie Vuine: Bevor wir die nichtenglischen Fremdsprachen angehen, werden wir noch weiter um deutschen Content kämpfen. Es gibt ein paar Verlage und Verlagsgruppen, die noch kein digitales Angebot haben oder nur ein sehr eingeschränktes. Dazu muss man wissen, dass wir nicht mit allen Verlagen direkt reden, denn das wäre sehr mühselig, bei der großen Anzahl an Verlagen. Es gibt große Aggregatoren, die Inhalte einsammeln, aufbereiten und über die wir dann die Texte beziehen. Mit großen Verlagen und wenigen Ausnahmen arbeiten wir auch direkt zusammen.
In der Pipeline ist, und das wird sicherlich in den nächsten Wochen – vielleicht aber auch erst in ein zwei Monaten - klappen, die Zusammenarbeit mit O’Reilly. Wenn man im Moment in unseren Store schaut, wird man feststellen, dass von O’reilly schon eine ganze Menge enthalten ist. Das wird noch besser und mehr werden. Was jetzt wirklich unmittelbar bevor steht ist die drastische Erweiterung unserer englischsprachigen Angebots. Bis jetzt haben wir ungefähr 3500 Titel, überwiegend von Simon & Schuster. Von einem großen amerikansichen Aggregator wird dazu demnächst ein Paket von ungefähr 10.000 EPUBs dazukommen – also ein ganz schöner Batzen. Alles andere ist noch in einer Phase, wo ich noch nicht mehr verraten kann.
Über die Suche findet man Inhalte bereits sehr schnell – beim Stöbern ist das noch nicht so leicht. Welche Verbesserungen, etwa Kategorien oder Tags für Ordner etc. wird es geben?
Ronnie Vuine: In unserem Store funktioniert das Stöbern schon sehr gut, da wir mit den Katalogdaten Systematiken erhalten, die wir zur Sortierung verwenden können. Das sind meist mehrere, die passen oft noch anpassen und kombinieren. Zum Beispiel gibt es die Warengruppensystematik des deutschen Buchhandels, die etwa auch den Läden verrät, in welche Abteilung sie etwas stellen müssen. Für den freien Content sind Kategorien immer ein bisschen schwierig, weil man meist nicht die nötigen Daten hat. Für die großen freien Repositories, wie Gutenberg und Munseys, arbeiten wir daran, das Angebot in den nächsten Monaten in einen Kategoriebaum einzubauen. Tags sind natürlich eine geschickte Lösung des Problems, indem man einfach auf Folksonomy zurückgreift. Bis jetzt haben wir Tags vernachlässigt, aber auch das wird in den nächsten Monaten folgen.
Eine letzte Frage noch: Welchen Roman hast du als ersten auf dem txtr Reader gelesen?
Ronnie Vuine: Ich habe keinen vollständig gelesen auf dem txtr Reader – der Roman, den ich als ersten angelesen habe auf dem txtr Reader ist tatsächlich der, mit dem wir das Gerät ausliefern werden: „Paradiso“ von Thomas Klupp. Ich kann mal erzählen, wie es dazu kommt, dass wir genau diesen Roman mit ausliefern. Als Uli und ich auf der Leipziger Buchmesse unterwegs waren, hat Thomas Klupp gerade vorgelesen und es war unglaublich lustig. Wir haben dann festgestellt, „huch, der ist ja beim Berlin-Verlag“ – und der Berlin Verlag hat die „Turnhalle 2“, direkt unter unserer „Turnhalle“ – wir sind also direkte Nachbarn. Im Aufzug hat man sich dann natürlich getroffen und wir sind ins Gespräch gekommen. Dabei entstand die Idee, dass sie uns “Paradiso” als vorinstallierten Text für den Reader geben und der Autor darüber Presseaufmerksamkeit bekommt
Den ersten Roman, den ich auf einem eReader überhaupt gelesen habe, das war – oh, jetzt kommt ein Geständnis - „Illuminatus 1“ von Robert Shea und Robert Anton Willson. Das war Weihnachten 2005 und zwar auf einem unfassbar schrottigen Hanlin Jinke Gerät. Das hatten wir uns damals zuschicken lassen und ich wollte einfach einmal wissen, wie es ist, damit zu lesen. Nun war es ein chinesisches Gerät und man konnte chinesische Texte sehr viel besser damit lesen, als deutsche – es konnte überhaupt keine Umlaute und irgendwie blätterte es nur bis Seite 200, dann musste ich aufhören. Es war also eher so eine wilde Erfahrung – aber dennoch habe ich festgestellt, das ich sogar mit diesem Gerät innerhalb von 10 Minuten vergessen hatte, dass ich kein richtiges Buch in den Händen hielt. Ab dann war mir klar – okay, das wird funktionieren.
An dieser Stelle nochmals vielen Dank an Ronnie Vuine. Die Fragen stellte Manuel Medicus, txtrblog.de.












Danke für das Interview.
“Deswegen sind Buchhändler und Verlage auch so eine gute Sache – weil sie nämlich den meisten Unsinn, den Leute so produzieren, schon wegfiltern.”
Das mag in manchen Punkten richtig sein, trotzdem entscheide ich als Nutzer lieber selber ob mir auch User Generated Content gefällt. (und welchen ich auch fördern möchte über den Kauf des Werkes) Verlage veröffentlichen ebenfalls Unsinn.
Das klingt ja für eine potentielle Developercommunity nicht so berauschend (für Usercommunity allerdings irgendwie auch nicht).
Sehr seltsam auch die “Wir sind vor Kurzem mit der Aufbereitung dieses Textes fertig.”-Mitteilung bei txtr.com – soll das “… in Kürze …” heißen? Warum müssen PDFs überhaupt konvertiert werden?
Die Uploadkomponente zickt auch rum (bleibt mittendrin hängen), wenn man da etwas dynamischer damit umgeht (Flashplayer 10).
Ist also noch viel zu tun, haut mal rein
> Das klingt ja für eine potentielle Developercommunity nicht so berauschend
Also das empfinde ich jetzt eigentlich nicht so.
Es ist ein schön offenes System und die Hersteller sind bemüht, dass es eine Developer-Community geben wird, und etwaige Schnittstellen oder SDKs sollen nichts kosten, soweit ich weiß. Das hab ich bei anderen Herstellern schon weit unwirtlicher gesehen…
> Warum müssen PDFs überhaupt konvertiert werden?
Weil sie vermutlich davon ausgehen, dass der geneigte Leser zum Einen die Schriftgröße im Reader anpassen können will und zum Anderen dabei trotzdem keine Lust auf (in einem PDF nötiges) horizontales scrollen hat.
Eine Community entsteht ja nicht über Nacht – sowas braucht Zeit und je eher man damit anfängt, desto eher entstehen dort brauchbare Anwendungen. Denn erstens scheint mir Zeit (gerechnet in Monaten) in diesem Sektor gerade der entscheidende Faktor zu sein und zweitens ist die offene Plattform der USP gegenüber dem Wettbewerb. Meiner Meinung nach ist der Shop und txtr.com zwar ganz nett, aber an sich nix besonderes (abgesehen davon, dass er noch zu spröde für einen DAU ist – und das Produkt wird sehr wahrscheinlich überproportional DAUs anziehen, liegt am Konzept
). Und dann noch die nicht ganz unsaftigen Preise für DRM-Content, das wird keine Stampede auslösen.
In der letzten Zeit konnte ich aus nicht allzu großer Distanz zusehen, wie zwei unterschiedliche Firmen (verschiedene Branchen) sich am Communityaufbau versucht haben. Jetzt kenn ich ein paar Faktoren, wie es nicht geht – und hier sieht es auch ein wenig danach aus (aber vielleicht kommt die große Überraschung noch).
Ich bin auf jeden Fall gespannt und setze mir in der Zwischenzeit schon mal einen Rechner mit Fedora auf.
Amazon hat beim Kindle2 anscheinend den Preis gesenkt, das Teil ist zwar wegen dem zugenagelten System keine Option für mich aber ich frage mich doch, wie lange txtr die 319,- Euro für den txtr-Reader halten kann…
@Joghurt
Vielleicht kann man den txtr Reader genau deswegen noch nicht jetzt schon vorbestellen – damit sie den Preis notfalls nocheinmal korrigieren können. Wer weiß…
Amazon musste jetzt natürlich auf den “Nook” reagieren – denn der spielt den kindle im Moment ziemlich an die Wand. Aber von Preiskampf können wir ja nur profitieren
In meiner Bestandsaufnahme hatte ich diesen Kritikpunkt ja auch schon erwähnt – es ist einfach noch gar keine Möglichkeit da, eine richtige Community zu bilden. Auch eine Community von der die Entwickler im Sinne von konstruktiver Kritik profitieren könnten. Den Antrieb direkt eine Nachricht an die Entwickler mit Verbesserungswünschen zu schicken haben die wenigsten – aber eine Diskussion darüber zu führen (siehe etwa hier
) schon mehr. Ich hoffe, dass sich da noch vor Dezember etwas tut.
Habe bis jetzt nur Erfahrung mit Kanotix/Debian und Ubuntu/Kubuntu gesammelt. Gibt es Vorteile von Fedora, die es besonders prädestiniert für den Einsatz in einem eReader machen?
Jo, der klingt recht gut… Schlecht für txtr…
Jein – klar ist es ein verlockendes Gerät. Das Nook hat einen schicken Android-Touch-Screen und einige wirklich gute Ideen. Aber er muss sich in der Praxis auch erst noch bewähren. Davor würde ich generell kein Urteil fällen. Der txtr im Gegenteil zum Nook verzichtet bewusst auf eine Tastatur (ob jetzt Touch oder haptisch) – ein Buch hat ja auch keine. Gerade wenn man Ruhe wirklich etwas Lesen will ist weniger mehr. Und da sehe bisher keinen dem txtr ebenbürtigen Ansatz.
Was ich am “Nook” am Interessantesten sind folgende Punkte (siehe auch mein Post bei Mobileread:
- Preis: Für die Features ist das verdammt günstig – andere Hersteller müssen jetzt ihre Preise korrigieren, wenn sie überhaupt noch Geräte verkaufen wollen
- Social DRM: Das Verleihen ist eine überfällige Funktion – bitte baut das einfach in den offiziellen DRM-EPUB-Standard ein
- EPUB und PDF: Der Nook hat kein proprietäres Format – nach Sony ist das der zweite große Hersteller, der sich auf ePub festlegt. Wenn sich EPUB etabliert hat, kann man endlich davon ausgehen, dass gekaufte Bücher auch noch auf Readern in 10 Jahren lesbar sind – ein proprietäres Format wäre für mich im Moment ein KO-Kriterium beim Kauf. Am liebsten natürlich noch ohne DRM um Konvertierungen in andere Formate jederzeit zu ermöglichen.
- Durchdachtes Konzept in Bezug auf den Buchhandel: Kostenloses WLAN in allen Barnes&Noble Filialen, spezielle Sonderangebote, wenn man dort eBooks kauft etc. So stell ich mir die Zukunft vor (siehe auch das Video: Wie werden wir in Zukunft lesen?)
@Manuel:
).
Ansatz für eine Community: Dokumentenablge via txtr.com, schön und einfach wäre natürlich ein kleiner Cient wie bei Dropbox – das wäre zunächst einmal eReader-unabhängig.
Die Developercommunity könnte sich schon mal “warm konfigurieren”, wenn es mehr Tutorials bzgl. Devicesoftware geben würde. Ist aber nur mein persönlicher Fokus, es gibt ja noch die API, die mit txtr.com kommuniziert (die mich aber nicht so dolle interessiert).
Fedora ist die Plattform der Wahl, wenn man an der Devicesoftware rumschrauben möchte, siehe https://developer.txtr.org/Recompiling_txtr.reader_Linux_kernel_and_QI_boot_loader (die Info ist aber auch schön versteckt
…noch mehr Senf…
Zum Nook: Ich halte das hybride Konzept auch für ziemlich gurkig, m.E. wird sich eher etwas wie beim Que von Plastic Logic (sind die nicht auch B&N-Partner?) durchsetzen (Touchdisplay, A4-Format).
Ebooks verleihen: Schönes Konzept aus dem Museum, als die Bücher noch aus Papier waren. Macht bei digitalen Dokumenten überhaupt keinen Sinn, sofern das bedeutet, dass ich auf mein mein Ebook solange wie es verliehen ist nicht zugreifen kann. Das freut nur die Verlage, die etwas träge in ihren Verhaltensmustern sind (also fast alle
).
…nochwas zu “Den Antrieb direkt eine Nachricht an die Entwickler mit Verbesserungswünschen zu schicken haben die wenigsten…”
Der Feedbackkanal ist auch ordentlich unsexy. Richtig gut haben es die Jungs bei yieeha! gelöst: http://www.yieeha.de/feedback
Ich nutze Dropbox per Firefox-Addon – weiß jetzt nicht genau, was du meinst – aber in der Tools-Sektion gibt es auch eine Art Dropbox für txtr.com, nämlich den Synchronizer.
Klar wäre es sehr viel komfortabler, einfach eBooks ohne DRM zu verkaufen – aber da scheinen die Verlage wirklich die gleichen Fehler wie die Musikindustrie zu machen. Zumal ich mir vorstellen kann, dass bei den derzeitigen eBook-Preisen die Raubkopien noch deutlich zunehmen werden. Das ist meines Erachtens im Moment noch ein größeres Kaufhindernis als DRM.
Stimmt, das ist wirklich sehr ansprechend umgesetzt.